Kinderyoga – Bewegung für Kinder

Ist Kinderyoga sinnvoll oder nur ein Spleen übermotivierter Eltern?

Kinderyoga boomt. Nicht nur in Großstädten wie Berlin, sondern auch in den kleinen Ortschaften, wo die Welt angeblich „noch in Ordnung“ ist. Aber müssen unsere Kinder wirklich jede Modeerscheinung mitmachen?

Kinder und Yoga
Kinderyoga – Sinnvoll oder Modeerscheinung

Vielen Erwachsenen tut Yoga gut, es hilft nachgewiesenermaßen bei Rückenproblemen und Stress und auch bei anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Aber leiden unsere Kinder schon daran? Und wenn ja, sollte man nicht erst mal nach der Ursache schauen und diese beheben, statt teure Kinderyoga-Kurse zu bezahlen?

Wie wäre es, die Kinder einfach mal zum Spielen nach draußen zu schicken, anstatt sie vor dem Computer sich selbst zu überlassen? So verschwinden Rückenprobleme und motorische Defizite manchmal wie von selbst und das zum Nulltarif statt teurem Kinderyoga!

Krähe, Kobra, Kinderyoga – leider meist nicht für die, die es bräuchten

Fakt ist natürlich, dass Kinderyoga nachweislich bei verschiedenen Symptomen tatsächlich hilft. Es verbessert die Motorik und das Körpergefühl sowie die Körperwahrnehmung. Damit einhergehend stabilisiert sich auch ein angeschlagenes Selbstvertrauen wieder.

Noch dazu wird durch die Motorik auch die Hirnentwicklung beeinflusst – wichtig, um später komplexe logische Zusammenhänge zu erfassen. Migräneanfälle werden vermindert und bei Krankheiten wie Neurodermitis kann der Umgang damit durch Anspannung/Entspannung deutlich günstig beeinflusst werden.

All das spricht für Kinderyoga. Noch dazu machen die lustigen Tiernamen der Übungen Lust auf mehr. Hund, Krähe und Kobra fordern die Kinder heraus, selbst die, die sich nicht gerne bewegen.

Trotzdem bleibt die Frage: Ist Kinderyoga nur notwendig geworden, weil sich unsere Kleinen zu wenig bewegen? Kompensiert es Herumtoben?

Und: Gerade die Kinder aus sozial schwächeren Familien, die viel vor dem Fernseher sitzen und den ganzen Tag allein sind, weil ihre Eltern arbeiten müssen, bräuchten diese Kurse. Aber die trifft man leider nicht im Kinderyoga an, sondern eher Kinder wohlhabender Eltern, die den neusten Trend nicht verpassen wollen. Schade!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.