Sind Kinderlebensmittel sinnvoll oder Marketingschwindel?

Brauchen wir Kinderlebensmittel?

Spezielle Kinderlebensmittel - sinnvoll oder Schwindel?
Spezielle Kinderlebensmittel – sinnvoll oder Schwindel?

Unsere Kinder sind nicht die ersten, die mit Kinderlebensmitteln aufwachsen. Der Kurs Richtung besonderer Ernährung für Kinder fing schon beim Brandt-Zwieback an und ging mit der Kinderschokolade (der Junge auf der Packung dürfte heute selbst Vater sein) weiter, gefolgt vom Fruchtzwerg.

Aber wie gesund sind Kinderlebensmittel überhaupt? Bringen sie mehr Schaden als Nutzen?

Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass heute kein gesundes Kind in Deutschland einen Nährstoffmangel aufweist, wenn es ganz normal am Familientisch mitisst.

Eine Ausnahme bildet hier die Folsäure, wobei dieser Bedarf mit ein bisschen Vollkornbrot oder Blattgemüse schnell gesättigt wird. Kinderlebensmittel sind nicht selten extrem mit Nährstoffen angereichtert, sie enthalten zudem auch noch unnatürlich viele Aromen, Fette und Zucker.

Kinderlebensmittel – ein Überangebot an Zucker

Wer viele Lebensmittel speziell für Kinder kauft, verliert schon bald den Überblick. Orangensaft mit Vitamin C, der Multivitaminsaft mit Kalzium, die Flocken mit Jod angereichert – was und wie viel von jedem Nährstoff wirklich gebraucht wird, wissen die wenigsten Eltern.

Aber da alle nur das Beste für ihr Kind wollen, lassen sie sich von der Werbung suggerieren, dass ihre Kinder nur dann gesund bleiben, wenn sie auf das Plus an Nährstoffen achten. Kinderlebensmittel sind im Grunde aber nur Genussmittel, die ab und zu mal als Extra gegessen werden dürfen.

Eine bestimmte von der Werbung hochgepuschte Getreideringsorte zum Beispiel beinhaltet fast vierzig Prozent Zucker, besitzt aber kaum Ballaststoffe. Viel besser wäre ein naturbelassenes Müsli. Wer sich im Dschugel der Kinderlebensmittel nicht verirren möchte, sollte sich die Ernährungspyramide als Maßstab für eine gesunde Ernährung nehmen.

Und was denkt Ihr?

Ein Gedanke zu „Sind Kinderlebensmittel sinnvoll oder Marketingschwindel?“

  1. Ganz oft Marketingschwindel. Was da immer für Tonnen von Zucker in den sogenannten Kinderlebensmitteln sind, das ist manchmal echt der Hammer. Macht doch mal einen Artikel über den Zuckergehalt der bekanntesten Lebensmittel. Würde mich selber interessieren.

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