Kinder auf das Leben vorbereiten

Welche Fertigkeiten sollte ich meinem Kind beibringen?

Ein Mensch ohne Wissen ist ein verlorener Mensch. Wer unvorbereitet in die Gesellschaft geschleudert wird, droht sehr schnell von ihr überrollt und überfordert zu werden. Eltern sollten sich daher nicht nur Gedanken um Moral und Ethik machen, die sie ihren Kindern vermitteln wollen. Auch bestimmte Fertigkeiten sind für das zukünftige Leben äußerst wichtig.

Was Kinder alles können sollten
Gemeinsam einkaufen mit den Kindern

Zunächst einmal sollte ein Kind lernen, wie es sich selber zu versorgen hat. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder gezielt zum Einkauf mitnehmen.

Anstatt sie jedoch wie Ballast neben sich her zu führen, sollte schon im Vorfeld eine Einkaufsliste angefertigt werden und das auch unter Einbindung des Kindes. Während des Einkaufens langweilen sich die allermeisten Kinder relativ schnell, wenn Eltern jedoch anfangen ihnen zu erklären, worauf zu achten ist, steigert dies auch in vielen Fällen ihre Aufmerksamkeit.

Kinder sollen lernen, dass sie nicht das nächstbeste Produkt nehmen und das die tollsten Verpackungen auch über den Inhalt hinwegtäuschen können. Dadurch lernen sie Produkte differenzierter zu betrachten und auch den Einsatz von Geld zum ersten Mal ins Auge zu fassen.

Im Anschluss des Einkaufes kommt in vielen Fällen das Zubereiten der Mahlzeiten. Auch hier sollten Eltern ihre Kinder mit einbinden und ihnen die einfachsten Dinge erklären und auch zeigen. Das natürlich stets unter Aufsicht. Falls ein Kind mit einfachen Dingen erst noch überfordert ist oder das Essen aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingt, sollten Eltern stets die Ruhe bewahren und ihrem Kind versichern, dass Fehlschläge auch zum Kochen dazu gehören, insbesondere wenn es erst erlernt werden muss.

Ein Kind sollte wissen wie Wäsche gewaschen wird und kann sich daher von seinen Eltern zeigen lassen, wie die Waschmaschine funktioniert. Dabei sollten die Eltern auch erklären, wie Wäsche getrennt wird und wie viel Waschmittel oder Waschpulver zum Einsatz kommt. Kinder sollten also lernen, wie die einfachen Dinge im Haushalt zu bewerkstelligen sind, jedoch ohne sie flächendeckend selber machen zu müssen. Kinder sind immerhin keine Diener und auch nicht in der Lage sich intensiviert um den Haushalt zu kümmern. Viele Eltern tun es richtig, sie konzentrieren die Verantwortung des Kindes auf das eigene Zimmer.

Dort können die Eltern ihren Kindern beibringen, wie sie das Zimmer aufräumen können. Dazu gehört nicht nur das Entfernen von Müll oder getragener Kleidung, sondern auch das Benutzen des Staubsaugers, das Reinigen von Fenstern und vieles mehr. Damit Kinder aufräumen, sollten die Eltern eine Zeit lang mithelfen, bis sich eine gewisse Routine einstellt.

Mit diesen Grundfertigkeiten ausgestattet kann das Kind mit der Zeit auch mit komplexeren Dingen konfrontiert werden. Die Wäsche ist gewaschen, daher kann sie unter Anleitung der Eltern gebügelt und gefaltet wird. Da ein Bügeleisen nicht ungefährlich ist und es neuen möglichen Verbrennungen der Haut auch den darunter liegenden Stoff angreifen kann, sollten Eltern sehr kleinschrittig vorgehen in ihrer Erklärung.

Ein Kind sollte lernen schwere Gegenstände anzuheben und das ohne sich das Kreuz dabei zu brechen. Zurechnungsfähige Eltern sollten jedoch keine schweren Gewichte zur Übung nehmen. Es reicht aus, wenn ein sehr leichter Gegenstand gewählt wird und nur so getan wird, als wäre er viel schwerer. Gegenstände aus dem Rücken zu heben ist bekanntlich ungesund, weshalb die Beine und die Knie zum Einsatz kommen sollten.

Falls sich die Gelegenheit ergibt, kann bei einer Renovierung eines Zimmers das Kind dabei helfen jenes Zimmer anzustreichen. Die Kleidung sollte passend gewählt werden, da mit Sicherheit einiges daneben gehen kann. Aber solche einfachen Techniken können später für die eigene Wohnung oder das eigene Haus des Kindes brauchbar sein, da Erfahrungen in der Vergangenheit ihren Wert für die Zukunft haben.

Allgemein lässt sich sagen, dass sich viele Dinge eignen um sie Kindern beizubringen und zu vermitteln. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, denn ein Kind muss nicht von den Eltern beigebracht bekommen wie eine Laub- oder Kettensäge für die Gartenarbeit verwendet wird.

Von hochgefährlichen Dingen sollte möglichst Abstand genommen werden, das ist etwas für spätere Jahre oder für den Anfang des Erwachsenenalters. In allen Fällen sollten die Eltern stets dabei sein, denn wenn sie ein Desinteresse über den Fortschritt des Kindes während der Lernprozedur zeigen, wird das Kind dieses Gefühl schnell übernehmen und selber desinteressiert werden.

Auch sollte kein direkter Zwang ausgeübt werden. Die Dinge können alle spielerisch und fröhlich durchgeführt werden. Anschreien bringt bei Fehlern rein gar nichts und ist eher kontraproduktiv für die Beziehung zwischen Eltern und Kind.

Auch sollte das Kind die meisten gelernten Dinge nicht ständig durchführen müssen, da der Haushalt zu einem großen Teil im Verantwortungsbereich der Eltern gehört. Klein sollte daher gestapelt werden und die Haushaltsbemühungen des Kindes auf das Aufräumen des Zimmers beschränkt werden.

Eltern sollten immer Zeit übrig haben, um die Tätigkeiten zu überwachen und auf Fehlern freundlich und konstruktiv zu reagieren. Kinder schämen sich sehr schnell wenn etwas falsch geht oder wenn sie aus Versehen etwas zu Bruch gehen lassen. Dann sollten Eltern sich überlegen, wie oft ihnen etwas kaputt gegangen ist im Laufe ihres Lebens.

Es ist normal ein Glas fallen zu lassen oder durch ein Versehen einen anderen Gegenstand zu beschädigen. Diese Erfahrung sollte man nehmen, um sich zukünftig um mehr Sorgfalt zu bemühen. Aber es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Selbst der junge Mozart musste intensiv lernen, bevor er in der Lage war sein Talent der Öffentlichkeit zu zeigen.

Dadurch das die Eltern stets in der nahen Gesellschaft ihrer Kinder sind, gewinnt auch die Beziehung zueinander mehr an Wert. Denn es ist eine gemeinsame Erfahrung die gemacht wird und Eltern können sehen, wie ihre Zöglinge Fortschritte machen. Diese Fertigkeiten befähigen die Kinder dazu, sich im Zweifel teilweise selber versorgen zu können.

Ein Sturz von einer Leiter kann beispielsweise dafür sorgen, dass ein Erwachsener in ein Krankenhaus geschafft werden muss. Haben die Kinder in dieser Zeit zum Beispiel Hunger, werden sie versuchen ihre gelernten Fähigkeiten zur Anwendung zu bringen und sich zu versorgen – sofern passende Materialien eingekauft wurden.

Besonders im Teenageralter werden diese Fertigkeiten teilweise auch gefordert sein, da der Anteil am Haushalt mit den Jahren für die Kinder steigen sollte (dabei natürlich niemals exorbitante Höhen erreichen sollte).

Am Ende ist das Kind gut vorbereitet auf das Leben und das Abnabeln kann hinsichtlich der Fertigkeiten vollzogen werden.

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