Kinder und die Spielsachen der Eltern

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In Zeiten von Computer, Playstation & Co. haben Kinder Freude an alten, einfach gefertigten Holzspielzeugen? Ja!

Kinder finden alte Spielsachen der Eltern spannend

Altes Spielzeug der Eltern und Großeltern
Kinder finden altes Spielzeug der Eltern spannend

Immer mehr Kids sind fasziniert von alten Spielsachen. Für sie ist es äußerst spannend, sich damit in die Kindheit der Eltern oder Großeltern hineinzuversetzen.

In vielen Kellerräumen und auf Dachböden warten unzählige Schätze in verstaubten Kisten darauf, wiederentdeckt zu werden. Es sind jene alte Spielzeuge, die man einfach nicht wegwerfen konnte, angefangen bei Holzeisenbahnen über Puppen und Puppenwagen bis hin zu Ritterburgen und Monchichis. Und so vermachen Eltern ihre Lieblingsstücke nicht selten ihren eigenen Kindern, nachdem sie sie beim Aufräumen wiedergefunden haben.

Ob dies aus Kostengründen, Sentimentalität oder dem Wunsch, den Kindern etwas über die eigene Vergangenheit zu erzählen, passiert, ist gewiss unterschiedlich. Eines steht fest: Wenn Kinder etwas geschenkt bekommen, was etwa Mama oder Opa einmal sehr lieb hatten, als diese selbst noch klein waren, so kümmern sie sich rührend darum und spielen besonders vorsichtig damit.

Vintage Spielzeug erzählt eine Geschichte

Mit alten Spielsachen, die aufgehoben wurden, bringt jemand oft gute Gefühle und Erinnerungen aus Kindertagen in Verbindung. Jeder noch so kleine Gegenstand hat seine eigene kleine Geschichte zu erzählen. Spielzeug von früher hat einen gewissen Charme, Kinder spüren das. Vielleicht bekam die Mama ihre Lieblingspuppe schon von ihrer Mutter geschenkt oder der Großvater vom Papa vermachte diesem seine selbstgebaute Modelleisenbahn, mit der sie immer gemeinsam spielten, als er selbst noch ein Bub war.

Der ökologische Aspekt

Die simple Bauweise alter Spielzeuge nutzen viele Eltern überdies gern, um ihren Kindern sowohl den technischen Fortschritt als auch das Thema Nachhaltigkeit zu erklären. Gerade Letztere ist in der heutigen Wergwerf- und Konsumgesellschaft gar nicht so einfach umzusetzen. Umso wichtiger ist ein sinnvolles ökologisches Verhalten, das schon Kindern rechtzeitig vermittelt werden sollte. Früher war es zum Beispiel ganz normal, dass Spielzeuge unter Geschwistern weitergereicht wurden, vor allem aus Kostengründen. Entsprechend respektvoll und vorsichtig gingen die Kinder damit um.

Heute erhält jedes Kind einen eigenen Gameboy, einen Computer oder ein Handy. Natürlich werden die Interessen der Kinder spätestens ab dem Schulalter maßgeblich von denen Gleichaltriger mitbestimmt. Hier kommt es dann darauf an, inwiefern die Eltern ihnen durch gemeinsames Spielen mit verschiedenen Spielzeugen stets genügend Anerkennung, Zuwendung und Zeit geschenkt haben. Spieltraditionen innerhalb einer Familie stellen eine wirksame Methode dar, um Kindern eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Einfluss der heutigen Konsumgesellschaft beizubringen.

Wenn Kinder altes Spielzeug nicht mögen

Eltern sollten, wenn sie ihren Kindern ihre alten Spielzeuge schenken, keine zu großen Erwartungen haben. Nicht jedes Kind ist davon begeistert. Schließlich handelt es sich auch um etwas, das eigentlich für die eigenen Erinnerungen aufbewahrt wurde. Und auch, wenn ein Kind das alte Spielzeug zunächst zur Seite legt und nicht beachtet, sollten Eltern und Großeltern nicht traurig sein. Vielleicht interessiert es sich später erst dafür, weil im Augenblick ein anderes interessanter erscheint und eher seiner Entwicklungsstufe entspricht.

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