Kinder und das Taschengeld


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Die Erziehung eines Kindes kann Höhe- und Tiefpunkte mit sich bringen. Im Laufe der Kindheit wird es immer wieder zu Problemen kommen, welche es für die Eltern zu lösen gilt. Immerhin sind die Eltern dafür da, um den Kindern stets zur Seite zu stehen, falls es notwendig wird, eine Hürde im täglichen Leben zu nehmen. Während der Erziehung eines Kindes kommt irgendwann der Zeitpunkt, an welchem es sinnvoll ist, das Kind mit ein wenig Taschengeld auszustatten, sodass der Nachwuchs die Möglichkeit hat, sich von seinem eigenen Geld etwas zu kaufen.

Natürlich ist der Gedanke, über eigenes Geld zu verfügen, für viele Kinder sehr verlockend. Aber mit eigenem Geld wächst auch die Verantwortung, denn natürlich bringt das Taschengeld auch einige Nachteile mit sich, welche Beachtung finden sollten. Zwischen Kindern und Eltern kommt es bei dem Thema Taschengeld immer wieder gerne zu Streitigkeiten. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn wo es um Geld geht, bleibt stets genügend Raum für einen Streit übrig. Damit es erst gar nicht zu solchen Unstimmigkeiten mit den eigenen Kindern kommt, gibt es einige Dinge, die beachtet werden und dabei helfen können, den Streitfaktor relativ niedrig zu halten.

Taschengeld bringt Verantwortung mit sich

Dem Nachwuchs sollte von Beginn an deutlich gemacht werden, dass mit dem Besitz von Bargeld auch die Verantwortung stark ansteigt. Natürlich sollte kein Elternteil davon ausgehen, dass ein Kind den richtigen Umgang mit Geld sofort begreift und in sich aufnimmt. Dies ist meist überhaupt nicht möglich. Jeder Mensch muss Neues erst erlernen und die Erfahrung sorgt dafür, dass diese Erkenntnisse dementsprechend umgesetzt werden können. Schon beim ersten Taschengeld sollte es im Sinne der Eltern sein, ein persönliches Gespräch mit dem Kind zu suchen. Dabei können einige Grundregeln festgelegt werden. Für ein Kind ist das Verlangen, das Geld direkt nach Erhalt auszugeben, äußerst verlockend.

 
Jedoch sollte dem Nachwuchs klargemacht werden, dass es nicht ratsam ist, das gesamte Geld auf einmal auszugeben und stattdessen eher für die Zukunft vorzusorgen. Ein Kind jungen Alters bereits an die Altersvorsorge zu erinnern ist selbstverständlich etwas übertrieben und daher beziehen sich die Zukunftspläne in diesem Bereich eher auf kommende Wochen und Monate, denn umso mehr Geld gespart wird, desto eher besteht die Chance, sich irgendwann etwas richtig Tolles von seinem Taschengeld zu kaufen. Diese Argumentation leuchtet vielen Kindern ein und kann sich als sehr effektiv erweisen. Auf jeden Fall ist ein persönliches Gespräch eine ratsame Angelegenheit, um einige Grundregeln festzulegen, denn ein Taschengeld ist in den meisten Fällen mit diversen Regeln verbunden.

Die Regeln in Bezug auf Taschengeld für Kinder

Regeln helfen dabei, die Ordnung zu gewährleisten. Dies ist bei einem Taschengeld nicht anders. Das Taschengeld sollte in einem Alter eingeführt werden, in welchem die Eltern bemerken, dass es sinnvoll ist, das Kind mit ein wenig Verantwortung in Verbindung zu bringen. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, müssen alle Eltern für sich selbst entscheiden, denn jeder Sprössling zeigt sich in einem anderen Alter bereit, mit eigenem Geld umgehen zu können. Zunächst sollte mit einem kleinen Geldbetrag begonnen werden. Schließlich benötigt ein Kind zunächst noch nicht so viel Bargeld, wie dies später der Fall sein kann. Im Laufe der Zeit sollte dem Kind mit voranschreitendem Alter ein wenig mehr Geld zugestanden werden. Befinden sich gleich mehrere Kinder in einer Familie, so gilt es, niemanden zu bevorzugen oder vernachlässigen.

Jüngeren Kindern sollte der gleiche Betrag zugewiesen werden, wie einst ihren älteren Geschwistern. Auf diese Weise kommen keine Streitigkeiten auf und der Frieden innerhalb der Familie ist gewahrt. Dem Nachwuchs sollte klargemacht werden, dass der Taschengeldbetrag weitgehend zur freien Verfügung steht, jedoch auf diese Geldsumme begrenzt ist. Die eigentliche Höhe des Geldes kann sehr verschieden sein und hängt natürlich auch ein wenig von den finanziellen Möglichkeiten der Familie ab. So ist oft zu beobachten, dass Kinder, deren Familie viel Geld besitzt, ein großzügiges Taschengeld erhalten. Indes müssen sich Kinder, welche in bescheideneren Verhältnissen Leben, mit kleineren Beträgen zufriedengeben. Auf jeden Fall ist es wichtig, einige Regeln zum Taschengeld festzulegen.

Geld für die Schulnoten

Ob die Eltern Geld für die Schulnoten ihrer Kinder geben sollen, ist ein großes Streitthema in unserer Gesellschaft. Natürlich kann es niemand verbieten, dass Eltern ihre Kinder für gute Schulnoten belohnen. Der finanzielle Aspekt kann für Kinder sehr verlockend sein und sie dazu verleiten, sich hinzusetzen und ein wenig zu lernen. Jedoch sollte der angesetzte Betrag für eine gute Note in der Schule nicht zu hoch sein. Letztlich lernt das Kind für sich selbst.

„Kannst du mir einen Vorschuss geben?“

Wenn Kinder nicht mit ihrem Geld umgehen können, ist es möglich, dass das Geld schnell ausgehen kann. Dann kommt es zu dem Punkt, an welchem Kinder die Gelegenheit nutzen und die Gutherzigkeit ihrer Eltern austesten. Sollte der Nachwuchs um einen Vorschuss des nächsten Taschengeldes bitten, so müssen alle Eltern selbst entscheiden, welche Strategie sie verfolgen möchten. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten. Entweder die Eltern bleiben hart und berufen sich darauf, dass das Kind besser mit dem erhaltenen Betrag umzugehen hat oder sie gewähren den Kindern einen kleinen Vorschuss auf das nächste Taschengeld. Bei Letzterem sollte dieser Betrag am fälligen Datum der nächsten Taschengeldausgabe aber auch tatsächlich einbehalten werden, um dem Nachwuchs die Grenzen des Guten aufzuzeigen.

Der große Geldbetrag für den älteren Nachwuchs

Hat das Kind bereits eine gewisse Altersgrenze erreicht, so ist es oftmals notwendig, dem Kind etwas mehr Taschengeld zuzugestehen, denn mit reiferem Alter wachsen natürlich auch die Ausgaben. Allerdings gilt es hier, Vorsicht walten zu lassen, sodass der Nachwuchs das erhaltene Geld nicht für unnötige Dinge ausgibt. In den Regeln des Taschengeldes sollte klar festgehalten werden, wofür der großzügige Betrag der Eltern ausgegeben werden darf und wofür nicht. Wenn ein älteres Kind bereits einen großen Betrag erhält, sollte gleich doppelt darüber nachgedacht werden, ob ein Vorschuss bei Verbrauch der finanziellen Möglichkeiten sinnvoll ist.

Ausnahmen für Zuschüsse durch Eltern

Kinderparty Dekoration und Zubehör
Zwar sollen die Kinder durch das Taschengeld lernen, mit Verantwortung umzugehen und erste Erfahrungen mit dem Geld sammeln, aber die Eltern sind natürlich dennoch in der Pflicht dafür zu sorgen, dass es den Kindern an nichts fehlt. Darum sollten einfache Grundbedürfnisse nicht vom Taschengeld des Kindes abhängig gemacht werden. Wichtige Kleidung, Lebensmittel und andere Dinge sind im Sinne der Eltern und darum sollte ein Kind hierfür nicht sein Taschengeld ausgeben müssen. Das Taschengeld dient lediglich dazu, dem Nachwuchs zu ermöglichen, sich eigene Dinge zu kaufen. Dies kann zum Beispiel diverses Spielzeug sein.

Die Taschengeldausgabe

Es sollte bereits im Vorfeld mit dem Kind abgeklärt werden, wann der Zeitpunkt für die Ausgabe des Taschengeldes folgt. Es ist sehr sinnvoll, hierfür einen festen Tag im Monat zu wählen. Viele Eltern nutzen den 1. eines jeden Monats, um den Kindern das Taschengeld zu überreichen. Der Betrag kann dem Nachwuchs entweder direkt und in Form von Bargeld überreicht werden oder es findet eine Überweisung auf das Konto statt. Beide Varianten haben sich im Laufe der Zeit bewährt.

Selbstverständlich sind dies alles nur Ratschläge, wie der Umgang mit dem Taschengeld für Kinder funktionieren kann. Die Eltern sind letztlich in der Situation zu entscheiden, wie das Verfahren vonstattengeht. Generell empfiehlt es sich jedoch, einen festen Ablauf zu vereinbaren. Es steht fest, dass ein Taschengeld jungen Kindern dabei helfen kann, den richtigen Umgang mit Geld zu erlernen, denn dies bringt Erfahrungen für das gesamte Leben. 

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