Smartphone für Kinder – Medien und Internet

Handys und Handytarife für Kinder und Heranwachsende

Handys und Smartphones sind mittlerweile auch aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr weg zu denken. Nach den aktuellen Zahlen des Branchenverbandes BITKOM sind bereits 10jährige mehr als 20 Minuten am Tag online und bei den 6-7jährigen haben bereits 20 Prozent ein eigenes Smartphone. Ab 12 Jahren steigt dieser Anteil dann auf über 85 Prozent.

Handies und Smartphones für Kinder
Welches Handy oder Smartphone für mein Kind und worauf muss ich achten?

Für Eltern bedeuten diese Zahlen eine neue Herausforderung der auch der Umgang mit Handys- und Smartphones muss dem Nachwuchs beigebracht werden. Dabei sind drei Punkte wichtig:

  • der Umgang mit der Technik
  • der Umgang mit den Kosten
  • der Umgang mit den Inhalten ( siehe Medienkompetenz)

Die wenigsten Probleme gibt es beim Umgang mit der Technik. Diesen lernen die Kinder häufig schneller als die Erwachsenen, gerade was neue Funktionen und Features betrifft.

Problematischer ist es für Kinder und Jugendliche, ein Gefühl dafür zu entwickeln, das mobile Kommunikation Geld kostet.

Handytarife und Prepaidkarte für Kinder und Jugendliche

Für jüngere Kindern (bis etwa 10 Jahren) sind Prepaidkarten am besten geeignet. Diese Karten bietet eine gute Kostenkontrolle da nur das verbraucht werden kann, was vorher auf die Karte geladen wurde. Hohe Rechnungen am Ende des Monats – etwa weil vergessen wurde den Anruf zu beenden oder eine teure 0900 Nummer angerufen wurde – sind so nicht möglich. Ist kein Guthaben mehr auf der Karte werden die Verbindungen automatisch getrennt und es sind keine weiteren Verbindungen möglich.

Dabei sollte man aber darauf achten, sogenannte „echte“ Prepaidkarten zu nutzen. Auf dem Markt gibt es auch eine Reihe von unechten Prepaidtarifen bei denen ein negatives Guthaben möglich ist. Echte Prepaidkarte bieten beispielsweise die Eplus-Discounter Simyo und Blau Mobilfunk aber auch die normalen Prepaidkarten der Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 sind echte Prepaidkarten.

Mit diesen Karten können Kinder lernen, dass mobile Verbindungen durchaus Geld kosten ohne das es die Gefahr von zu hohen Kosten gibt. Es besteht also auch die Chance Fehler zu machen ohne zu sehr dafür bestraft zu werden.

Später werden dann Tarife wichtig, die eine Internet-Flatrate bieten, denn das mobile Internet wird zunehmend das Hauptkommunikationsmedium. Mobile Messenger wie WhatsApp und neue Dienste wie Instagram sorgen hier für einen deutlich Anstieg bei den Nutzungszeiten des Internets per Handy.

Für Kinder und Jugendliche solle es im Datenbereich daher auf jeden Fall einen Flatrate sein die je nach Alter des Kindes mit wachsen kann. Ab etwa 10 Jahren sollten 200MB monatlich reichen, später kann man dieses Nutzungsvolumen dann vergrößern.

Bei den meisten aktuellen Handytarifen ist einen Internet-Flatrate gleich mit eingeschlossen. Man kann diese aber auch mit zur Prepaidkarte buchen, wobei hier die Kosten in der Regel höher sind. Es lohnt sich also der Griff zu einem neuen Tarif.

Ab etwa 16 Jahren sind – abhängig vom Nutzungsverhalten – Allnet Flatrates die richtige Wahl. Für unter 20 Euro im Monat sind dann alle Dienste pauschal abgedeckt. Man sollte allerdings mit den Jugendlichen auch über die Grenzen dieser Flatrates reden, denn Auslandsgespräche und Sonderrufnummern (beispielsweise das beliebte Televoting) sind nicht mit eingeschlossen.


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Zusätzlicher Schutz: Die Drittanbietersperr

Eine Gefahr im finanziellen Bereich geht von Handyabos und Verträgen aus, die mobil geschlossen werden können. Die entsprechenden Kosten werden wöchentlich oder monatlich vom Handy abgebucht.

Dagegen kann man sich mit einer sogenannten Drittanbietersperre schützen. Dann darf der eigene Anbieter nur noch eigene Leistungen abrechnen. Diese sollte daher so früh wie möglich aktiviert werden, denn sie schützt nur vor neuen Abschlüssen. Bereits bestehende Abos müssen separat gekündigt werden.

Neben der Einrichtung der Sperre sollte man mit dem Nachwuchs aber in jedem Fall über diese Gefahren reden und erklären, wie man sie erkennt.

Regeln sind wichtig – auch beim Umgang mit dem Handy

Um zu verhindern, dass die Nutzung des Handys bzw. des Smartphones negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder hat, sind feste Regeln wichtig. Diese sollten von Anfang an kommuniziert werden und bei Verstößen muss es Konsequenzen geben.

Regeln könnten beispielsweise erfassen:

  • Wann darf das Handy genutzt werden und wann muss das Handy ausgeschaltet sein?
  • Wie viel darf Telefonieren und SMS im Monat kosten?
  • Welche Seiten dürfen beim mobilen Internet genutzt werden?

Die Regeln sollten dabei mitwachsen und mehr Freiheiten erlauben, wenn die Kinder größer werden und mehr Verantwortung übernehmen können.

In jedem Fall ist aber aber wichtig, die Kindern und Jugendliche mit den Handys und deren Inhalten nicht allein zu lassen. Sowohl die Nutzung als auch die Inhalte sollten begleitet und erklärt werden um einerseits zu wissen, was der Nachwuchs mit den Geräten macht als auch Hilfestellungen geben zu können bei neuen Problemen.

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