Baumhaus im Garten bauen

Ein Baumhaus für Kinder

Davon träumen viele Kinder zwischen dem fünften und zehnten Lebensjahr: die eigenen 4 Wände, Zeit für Phantasie, Stille und ein wenig Aussicht auf Natur und Abenteuer. Am liebsten baut man zusammen mit Freunden und den Eltern als Bauleiter. Wie das Ganze ein sicheres Fundament bekommt, sollen folgende Tipps verraten:

Baumhaus für Kinder
Baumhäuser für Kinder © Iris Gabriel

Der Baum und Hölzer für das Kinder-Baumhaus

Ein stabiler und gesunder Apfelbaum, Esche, Buche, Ahorn oder Weiden können der richtige Aussichtspunkt werden. Der Mindestdurchmesser des Stammes sollte bei 20 cm liegen. Fragen Sie wenn möglich, einen Gärtner ob der Baum geeignet ist. Die Plattform der KInder Baumhäuser sollte etwa einen Meter über dem Boden gebaut werden. Es eigenen sich alte Weidenstämme genauso wie gekaufte Kanthölzer. Wichtig ist ein Geländer, das mind. 75 cm hoch ist.

Der Zugang sollte ohne Barrieren sein, denn hier passieren beim toben die meisten Unfälle. Idealerweise hat das Baumhaus einen Zugang durch eine Treppe mit Geländer oder eine Leiter. Die Leiter hat runde Sprossen und einen Durchmesser von ca. 25 – 38 Millimeter. Der Boden vor dem Baumhaus sollte weich und sicher sein. Hier kann man z. B. Sand oder Rindenmulch ausstreuen. Am besten sollte der Bodenschutz 100 – 150 cm über den Grundriss des Hauses hinaus gehen.

Der Bauplan für Kinder Baumhäuser

Es werden zwei Bohlen (50 x 150 mm) links und rechts vom Baumstamm waagerecht mit großen Schlüsselschrauben befestigt (10 x 100 mm). Die Bauteile selbst sollten nicht länger als 2,2 m sein. Als nächstes werden dann 2 weitere Bohlen im rechten Winkel auf die ersten beiden genagelt (es entsteht ein Kreuz). Um die Bohlen baut man dann einen Rahmen, sodass ein Rechteck entsteht. Die Plattform stabilisiert man dann am besten mit Querstreben zum Stamm. Dazu mit der Stichsäge eine Kerbe in den Balken sägen und dann beide Teile miteinander verschrauben.

Da Holz anfällig für Schimmel und Schädlinge ist, sollte das Baumhaus genügend Luft für den Ablauf von Wasser haben. Dazu die Bodenbretter mit einem Abstand von 5 mm zwischen den Leisten montieren. Alternativ gibt es im Baumarkt auch wasserfestes Sperrholz. Dann verstärkt man das Ganze noch mit Zwischenträgern im Rahmen. Die Falltüre wird durch einen Bohlenrahmen gebaut und um die Öffnung wird danach der Fußboden aus Sperrholz oder Bretterreste verlegt.

Die Wände können waagrecht oder senkrecht verbaut werden. Für das Dach bringt man zuerst die Eckträger an und dann die Zwischenträger als Grundlage für die Dachplatten. Entscheidet man sich für ein Holzdach sollte dieses z. B. mit einer Teerpappe eingedeckt werden. Weitere Möglichkeiten sind Holzschindeln oder Blech (hier sollte ein Fachmann ran). Das Dach sollte eine Neigung haben, damit Wasser und Schnee ablaufen können. In Sachen Innenausstattung kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden.

Wichtig zu wissen ist, dass ein solcher Wohntraum auch dauerhafte Pflege braucht. Lassen Sie dem Baum Luft am Stamm und Krone, denn der wächst ja noch die nächsten Jahre. Alle 2 Jahre sollte ein „Baum-Tüv“ erfolgen.

Übrigens: Bei größeren Bauvorhaben sowie bei Wasser- und Stromanschluss ist eine Baugenehmigung einzuholen. Wer das ganze etwas größer und luxuriöser haben möchte, kann damit Baumhausprofis beauftragen. Wer einmal Baumhausluft schnuppern möchte, kann den nächsten Urlaub im Baumhaushotel verbringen.

Dieser Artikel soll ein paar Anregungen bieten. Wir übernehmen keine Gewähr für Gelingen und Sicherheit. Wer sich über KInder Baumhäuser weiter informieren möchte, findet online einige Buchtipps und Expertenportale zum Thema.

Quellen: www.haus.de Artikel: Baumhaus selber bauen, hier gibt es eine detaillierte Baubeschreibung.

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