Kerbel – Gewürze Lexikon

Kerbel – Anthriscus cerefolium

Allgemeines: Das einjährige Kraut gehört zur Familie der Doldenblütler. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südeuropa, Asien und Nordafrika. Man kennt den Kerbel auch unter der Bezeichnung Suppenkraut.

Kerbel - Anthriscus cerefolium
Wie sieht Kerbel aus? – Anthriscus cerefolium

Die hohlen und gerillten Stängel tragen mehrfach gefiederte Blätter. Die Blütenstände erscheinen in den Monaten Mai bis September. Die weißen Blüten stehen in kleinen Dolden zusammen.

In allen Pflanzenteilen des Kerbels sind ätherische Öle vorhanden. Sein Geschmack erinnert an Anis.

Ernte: Bereits 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat, von Anfang Juni bis Ende Oktober, kann der Kerbel geerntet werden. Man sollte ihn allerdings vor der Blüte schneiden.

Das Würzkraut findet frisch Verwendung. Allerdings kann Kerbel auch mit den Samenständen zusammen getrocknet und anschließend trocken und vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Anzucht: Eine Aussaat kann ab Mitte April bis Ende August erfolgen. Bei einer späteren Aussaat kann dann bis November geerntet werden. Man sollte dabei ein Reihenabstand von 15 bis 20 cm einhalten. Kerbel darf niemals umgepflanzt oder vereinzelt werden. Empfehlenswert ist eine wiederholte Aussaat in Abständen von 1 bis 2 Wochen. Dies hat den Vorteil, dass den ganzen Sommer über frischer Kerbel geerntet werden kann. Die Pflanzen sollten niemals zum Blühen kommen, da sie sich sonst unerwünscht vermehren.

Das Suppenkraut liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem und leichtem Boden. Es lässt sich auch einfach in Töpfen auf der Fensterbank kultivieren.

Verwendung: Der Kerbel mit seinem süßlich- feinem Geschmack ist sehr beliebt beim Garnieren und Würzen von kalten Platten, Suppen, Soße, Salaten, Milch- und Eierspeisen, Fisch- und Lammfleisch. Außerdem kann man Kerbelessig herstellen.

Der Kerbel sollte niemals mitgekocht werden, sondern immer erst fein gehackt zum Schluss beigeben oder überstreuen.

Ein Tee aus Blättern hergestellt hat eine blutreinigende, stoffwechselfördernde, entgiftende und wassertreibende Wirkung. Daneben kann ein Aufguss aus den Blüten für Gesichtsmasken und zur Hautreinigung verwendet werden.

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