Kaputt machen geht nicht!

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Wenn Kinder alles kaputt machen – was ist da los?

Klar, beim Spielen kann mal etwas kaputt gehen, aber was ist los, wenn die Puppen andauernd ein Bein weniger, die Autos keine Reifen und dem Teddy ein Ohr fehlt?

Warum machen Kinder Dinge kaputt
Was tun, wenn mein Kind Dinge kaputt macht?

Manche Kinder scheinen ihre Energie an Spielsachen auszulassen, sie zerstören es entweder ganz oder teilweise oder sind so wild, dass ständig etwas zu Bruch geht, Zorn also in Form von Kaputtmachen eskaliert.

Manche Kinder scheinen zu kleinen Biestern zu mutieren, besonders wenn die Eltern ihnen einen Wunsch abschlagen.

Wie sollen Eltern sich in einem solchen Fall verhalten? Ist Strafe richtig oder langes Erklären? Spielzeugentzug oder Strafarbeit? Komme ich da in Widerspruch zu einer liebevollen Erziehung?

Wenn hinter der Zerstörungswut des Kindes offensichtlich keine böse Absicht, sondern Tollpatschigkeit oder Neugierde steckt, sollte das Spielzeug besser reduziert werden.

Manchmal ist es einfach der Überfluss, der in manchen Kinderzimmern herrscht und ein solches Verhalten ein Zeichen von Überforderung.

Kindlicher Entdeckungsdrang ist zwar wichtig, aber…

Kinder lernen durch Erfahrung, eigentlich wie die Erwachsenen auch. Aber bei Kindern ist der neugierige Spieltrieb oft genug Schuld an kaputten Spielsachen oder verschmutzten Möbeln. Besonders kleine Kinder greifen gerne zu Buntstiften und malen Bilder. Dumm, wenn die weiße Wand geradezu dazu einlädt, als kreative Unterlage zu dienen.

Bei kleinen Kindern helfen wahrscheinlich nur kurze und knappe Erklärungen und die Maßnahme, die Buntstifte für einen Tag wegzuschließen. Ältere Kinder verstehen natürlich besser, warum sie etwas falsch gemacht haben und verstehen sowohl Erklärungen wie auch Sanktionen.

Kindlicher Entdeckungsdrang fordert die Eltern ordentlich heraus, wer wird als Mutter schon „pädagogisch richtig“ reagieren, wenn die Tapete bemalt wurde?

Wenn die Puppe hingegen einen Kurzhaarschnitt bekommen hat, weil die Puppenmutter der Meinung ist, die Haare wachsen wieder, sollte man das nicht gar so tragisch nehmen.

Kleinkinder brauchen solche Aktionen für ihre Entwicklung und nicht jedes Kind wird ständig Wände oder Möbel bemalen wollen. Außerdem können sie nicht einschätzen, wie viel ein solches Spielzeug oder ein Gegenstand kostet. Vielleicht hilft es, wenn Kinder sich diesbezüglich austoben können. Eine alte Tapetenrolle kann ein toller Ersatz dafür sein, sie kann auf dem Boden ausgerollt und dann bemalt werden.

Wenn die Zorngickel älter werden

Je älter Kinder sind, die ihre Wut an Gegenständen auslassen oder aus anderen Gründen Spielsachen oder sonstige Gegenstände beschädigen, desto mehr sollten Eltern konsequent sein.

In diesem Fall kann das ein Ruf nach mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung durch die Eltern sein, das ist auch bei kleinen Kindern im Trotzalter möglich. Wut und Frust brauchen ein Ventil, um herausgelassen zu werden, nicht nur wir Erwachsenen können davon krank werden, ständig alles in uns hineinzufressen.

Eltern brauchen in diesem Fall vor allem eines: Geduld und Verständnis. Wer nur mit Wut und Strafen auf Ausbrüche der Kinder reagiert, erreicht nur das Gegenteil.

Wenn die Wut am Haustier ausgelassen wird

Absolut konsequent sollte allerdings reagiert werden, wenn Kinder Tiere dazu verwenden, um ihre Wut oder auch die Neugierde herauszulassen. Kein Tier darf von Kindern schlecht behandelt werden, auch nicht aus Neugierde. Kleine Kinder können nicht ermessen, was dem Hund oder der Katze wehtut und warum man den Goldfisch nicht mit ins Bett nehmen darf.

Im Zusammenhang mit Tieren sollten Eltern zwar konsequent, aber trotzdem ruhig und erklärend reagieren. Tiere sind kein Spielzeug, diese Aussage muss unerschütterlich feststehen, nur so können Kinder das in ihre Gegenwart transportieren und auch später verantwortungsvoll mit Tieren umgehen.

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