Kampfsport auch zur Fitness – Sport

Kampfsport – Selbstverteidigung und Fitness

Wenn Leute das Wort Kampfsport hören, dann denken sie meistens an Boxen, echten Männersport und Gewalt. Dass diese Vorurteile längst veraltet sind zeigen traditionelle Kampfkünste wie Kung Fu, Taekwondo oder Judo. Diese drei asiatischen Kampfsportarten verbindet nicht nur, dass sie sehr alt sind, sondern auch, dass Werte und Traditionen hinter ihnen stehen.

Kampfsport - Selbstverteidigung
Kampfsport – Selbstverteidigung und Fitness

Ausgeglichen und ruhig durch Kampfsport

Kung Fu bedeutet wörtlich übersetzt harte Arbeit und ist eine klassische Kampfkunst. Eine Kampfkunst zeichnet aus, dass es bei ihr nicht um das reine Kämpfen geht. Viel mehr geht es um die Beherrschung des eigenen Körpers, um Koordination und um Disziplin.

Beim Kung Fu wird das am deutlichsten, wenn man sich die Tierformen mal genauer anschaut. Tierformen sind eine Art Choreografien, bei denen verschiedene Stellungen, Tritte und Schläge aneinandergereiht werden. Sie orientieren sich an echten Tieren, wie der Gottensanbeterin oder dem Tiger.

Was sich nach dem Nachmittagsprogramm im Kindergarten anhört, ist in Wirklichkeit ein optimales Fitnessprogramm. Wer diese Formen beherrschen will muss schnell, geschickt und kraftvoll zu gleich sein. Sie trainieren den ganzen Körper, von Kopf bis Fuß und benötigen teilweise Jahre, um wirklich perfekt ausgeführt werden zu können. Oft reichen ein bis zwei Stunden Training aus, um jeden Muskel des Körpers zu trainieren.

Allerdings arbeiten Sie beim Kung Fu auf ein konkretes Ziel, also die perfekte Ausführung, und nicht auf den Fitnesserfolg hin. Dieser ist ein mehr als netter Nebenerfolg und kommt von ganz alleine

Außerdem spielt Beweglichkeit beim Kung Fu eine große Rolle. Damit diese gewährleistet ist, wird sich vor jedem Training intensiv gedehnt. Auch eine gute Kondition ist unerlässlich, daher stehen zu Beginn des Trainings oft Konditionsübungen auf dem Programm.

Sie trainieren also wirklich alles beim Kung Fu, Kraft, Ausdauer, Koordination und die Beweglichkeit.

Zusätzlich dazu gibt es beim Kung Fu auch ruhige Phasen. Gute Trainer beherrschen die Praxis des Qigong. Dabei geht es um Atemübungen und Meditation, die den Körper nach anstrengenden Trainingseinheiten zur Ruhe kommen lassen.

Beim Qigong werden Körper und Seele vereint, man spürt eine fast seltsame Ruhe, Kraft und Ausgeglichenheit in jeder Gliedmaße des Körpers. Tibetische Mönche verbringen damit oft Stunden, um den eigenen Körpermittelpunkt zu finden. Das Qigong lässt sie so konzentriert werden, dass die Mönche Steinblöcke zerschlagen oder Nadeln durch Glasscheiben werfen können. Das sind keine Tricks, sondern wird nur durch höchste Disziplin und Qigong ermöglicht.

Kampfsport zur Selbstverteidigung

Auch wenn Kung Fu, Taekwondo und Judo Kampfkünste sind, gehört das Kämpfen mit dazu. Allerdings passiert das meistens ohne viel Körperkontakt, Tritte werden beim Training kurz vor dem Treffer gestoppt, um nur anzuzeigen, dass der Kontrahent eine Lücke in der Deckung hatte.

Die Kämpfe haben gleich zwei Auswirkungen auf Ihren Körper. Zum einen gibt es kaum eine Tätigkeit, die anstrengender ist. Wer sich fragt, warum aus trainierte Sportler wie Klitschko bereits nach 6 Minuten Boxen der Schweiß von der Stirn läuft, der sollte einfach den Selbstversuch wagen. Amateurkämpfe dauern meistens nicht länger als fünf oder sechs Minuten, weil die Kondition unglaublich beansprucht wird.

Zum anderen helfen die Kämpfe Ihnen bei der Selbstverteidigung. Zwar gibt es einen großen Unterschied zwischen freundschaftlichen Kämpfen beim Training und denen, auf der Straße, doch helfen tut es alle mal.

Gerade Sie als Frau haben den Vorteil des Überraschungseffekts. Kaum ein Mann rechnet damit, dass Frauen Kampfsport machen und sich verteidigen können. Dabei geht es nicht nur um Tritte und Schläge, beim Kung Fu werden auch alle anderen Arten der Selbstverteidigung gelehrt. Das fängt beim Abrollen und hinfallen an. Sie werden lernen, was Sie tun müssen, wenn Sie jemand plötzlich schubst.

Die so genannte Fallschule ist das Konzept, so zu fallen, dass außer ein paar Abschürfungen kein Schaden am eignen Körper entsteht. Des Weiteren werden sogar Techniken zur Abwehr eines Messerangriffs oder bestimmter Griffe gelehrt. Für Frauen ist dabei vor allem interessant, dass Kung Fu auf Technik und nicht auf Kraft setzt.

Sie müssen nicht stärker als Ihr Angreifer sein, sondern nutzen seine Bewegungsenergie für sich aus und überwältigen so auch durchtrainierte Männer.

Asiatischer Kampfsport wird oft ins lächerliche gezogen. Dabei ist er die ursprünglichste und effektivste Form des körperlichen Trainings. Besonders Kung Fu vereint Fitnesstraining und Selbstverteidigung in einer Sportart. Durch die eigenen Erfolge, die recht schnell erzielt werden können, macht die Kampfkunst auch noch eine Menge Spaß.

Die Trainer müssen alle zahlreiche Prüfungen durchlaufen und sind daher freundlich und vor allem qualifiziert. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, sollte zur nächsten Kampfkunstschule gehen und einfach ein Probetraining absolvieren.

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