Kaffeepads – sinnvoller Trend?

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Trend Kaffeepads – sinnvoll oder unnütz?

Deutschland wird oft als Land betrachtet, in dem vor allem Bier und Kaffee getrunken wird. Auch wenn diese Einschätzung sicherlich etwas zu einfach sein dürfte, gehört der Kaffee ganz sicherlich zu den beliebtesten Getränken hierzulande.

Kaffeepads und Pad-Maschinen
Kaffepads oder lieber nicht?

Nach Informationen des Deutschen Kaffeeverbandes e.V. auf Kaffeeverband.de haben die Deutschen im Jahr 2013 165 Liter Kaffee pro Kopf getrunken, was einem Verbrauch von 7,3 kg Rohkaffee pro Person gleichkommt. Eine weitere eindrucksvolle Zahl stellt mittlerweile der Verbrauch von Kaffeepads dar, denn es werden jährlich über 32.000 Tonnen genutzt. Im Jahr 2005 lag der Verbrauch hingegen noch bei 6.550 Tonnen.

Doch warum sind Kaffeepads eigentlich so beliebt und was hat es mit der Kritik auf sich, die immer wieder dazu geäußert ist? Im Folgenden werden die Kaffeepads einmal genauer unter die Lupe genommen.

Was sind Kaffeepads eigentlich?

Die Idee des Kaffeepads ist eigentlich nicht sonderlich neu, denn bereits in den 1970er Jahren hat der Italiener Antonio Di Leva Espresso in einzelnen Portionen als Verkaufsmöglichkeit ersonnen. Richtig durchsetzen konnten sich die Kaffeepads jedoch erst seit 2001, was wohl auch gesellschaftlichen Entwicklungen hin zu mehr Singlehaushalten geschuldet ist.

Bei einem Kaffeepad handelt es sich nämlich um eine Portion Kaffee, die direkt in einem Vlies ausgeliefert wird. Mit einer entsprechenden Kaffeepad-Maschine kann damit genau eine Tasse leckerer Kaffee aufgebrüht werden. Daraus ergibt sich eine ganze Reihe an Vorteilen:

  • Kaffeegenuss ist genau zu portionieren (für Singles sehr geeignet)
  • So gut wie kein Zeitaufwand
  • Sehr aromatischer Kaffee
  • Es bildet sich leckerer Schaum (Crema)
  • Der Kaffee schmeckt immer gleich gut (keine Abweichungen durch ungenaue Dosierung)

Warum werden Kaffeepads oft kritisiert?

Was auf der einen Seite Vorteile mit sich bringt, muss an anderer Stelle unweigerlich auch einige Nachteile aufweisen. So wird in Bezug auf Kaffeepads vor allem von den deutlich höheren Kosten gesprochen. Wer bei Kaffeepads auf Marken setzt, muss mit ca. 20-25 Cent pro Tasse Kaffee rechnen. Bei normalem Filterkaffee liegt der Preis pro Tasse hingegen eher bei 7-10 Cent.

Wird bei einer Tasse Kaffee von 0,3 Litern ausgegangen, ergibt sich beimdeutschen Durchschnittsverbrauch das folgende Kostenbild:

Filterkaffee Kaffeepads
Preis pro Tasse 0,08 Euro 0,23 Euro
Menge Pro Tasse 0,3 Liter 0,3 Liter
Preis pro Liter 0,27 Euro 0,77 Euro
jährliche Kosten (Verbrauch: 168 Liter) 45,36 Euro 129,36 Euro

Tabelle 1: jährliche Durchschnittskosten für Kaffeekonsum

Gerade das Kostenargument ist natürlich für viele Menschen recht wichtig. Jedoch kommt es nur zum Tragen, wenn ein Vergleich unter gleichen Bedingungen angestellt wird. Ein Single möchte morgens aber vielleicht nur eine Tasse Kaffee trinken und kann mit einer gesamten Kanne Filterkaffee nichts anfangen. In diesem Fall schmilzt durch Dosierungsungenauigkeiten die Ersparnis beim Filterkaffee deutlich.

Was macht einen guten Kaffee aus Kaffeepads aus?

Wer einen guten Kaffee aus Kaffeepads trinken möchte, benötigt neben gutem Kaffee auch eine gute Maschine. Aus diesem Grund sollte sich jeder vorher einen Vergleich verschiedener Kaffeepad-Maschinen anschauen, wie er beispielsweise bei Kaffeepadshop.net angeboten wird. Wichtige Daten betreffen dabei unter anderem:

  • Brühzeit
  • Auswahl an Getränken
  • Milchaufschäum-Funktion
  • Verstellbarer Kaffeeauslauf
  • Kalkindikator

Fazit

Kaffeepads werden heute vor allem wegen zu hoher Kosten und zusätzlichem Abfall durch die verbrauchten Kaffeepads kritisiert. Doch es gibt auch zahlreiche Argumente für eine Kaffeepad-Maschine.

Wer oft allein Kaffee trinkt und dabei lieber eine frisch gebrühte Tasse Kaffee trinken möchte, fährt mit Kaffeepads deutlich besser. Darüber hinaus ist die Crema fast das Beste am Kaffee und die entsteht bei normalem Filterkaffee nun mal nicht.

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