Kaffee – woher stammt er

Woher stammt der Kaffee?

Die Legende besagt, dass wir unseren täglichen Kaffeegenuss den Ziegen zu verdanken haben. Äthiopische Hirten sollen eine rege Nachtaktivität ihrer Tiere beobachtet haben, nachdem sie seltsame dunkelrote Beeren gefressen haben. Von der Neugier getrieben, naschten die Hirten selbst von diesen Beeren und warfen sie – enttäuscht vom bitteren Geschmack der Früchte – in das Feuer und rösteten diese so unabsichtlich.

Wie kam der Kaffee zu uns?
Wie kam der Kaffee nach Europa?

Der alsbald aufsteigende, köstliche Duft aromatisierte die ganze Umgebung und war die Geburtsstunde des Kaffees. Ob diese Geschichte nun stimmt, oder ob es sich nur um eine Legende handelt – so ist es zumindest überliefert.

Die Kaffeebohne hat also vermutlich ihren Ursprung in Äthiopien, definitiv sicher ist aber das tropische Afrika als Heimat der kleinen Genussfrüchte. Als schwarzes Gold wird übrigens nicht nur das Erdöl bezeichnet, sondern auch der Kaffee! Die Bohnen folgen dem Erdöl nämlich als weltweit meist gehandelter Exportrohstoff.

Zu den absoluten Hauptanbaugebieten zählen Plantagen in Brasilien, gefolgt von Vietnam, Kolumbien und Indonesien. Alleine in Brasilien wurden im Jahr 2009 knapp 2,8 Millionen Tonnen Kaffee produziert.

Dabei ist der Kaffeegenuss erst seit dem 17.Jahrhundert in Europa durch die Osmanen und Araber verbreitet. Nach der Belagerung von Wien ließen die osmanischen Belagerer Hunderte von Kaffeesäcken zurück und der Kriegskundschafter Franz Koltschitzky eröffnete mit diesem Kaffee noch im gleichen Jahr 1683 das erste Wiener Kaffeehaus.

Zunächst fand das bittere Getränk keinen richtigen Anklang. Aus diesem Grund begann man ihn zu süßen und mit Schlagsahne zu versetzen, somit entstand die erste Wiener Melange.

Der Kaffee ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und gehört nicht nur hierzulande zu den beliebtesten Heißgetränken. Jeder Deutsche konsumiert durchschnittlich 150 Liter Kaffee im Jahr oder durchschnittlich etwa 2 Tassen am Tag.

Natürlich sind es weitaus mehr, in diese Statistik fließen ja auch die Nicht-Kaffee-Trinker mit ein. Kaffee wird überall und auf der ganzen Welt gerne getrunken. Alleine im Jahr 2010 wurden weltweit unglaubliche 133 Millionen Säcke zu 60 Kilogramm produziert.

Dabei unterscheidet man hauptsächlich den Robusta vom Arabica. Der Robusta-Kaffee wird im Tiefland angebaut und ist deutlich unempfindlicher und koffeinhaltiger als der aus dem Hochland (Bergkaffee) stammende Arabica-Kaffee.

Aus diesem Grund findet sich die Robustabohne auch überwiegend in Espresso-Mischungen wieder, die wirtschaftlich höhere Bedeutung und weltweite Verbreitung hat allerdings der Arabica.

Welcher Kaffee schmeckt eigentlich besonders gut? Diese Frage lässt sich schwer beantworten, es ist eben „Geschmackssache“ und es kommt auf die Kaffeemischung an. Die einen mögen es würzig, die anderen mild, kräftig oder schonend.

Es ist wie mit gutem Wein und es kommt auf die Herkunft der Bohne, die Reifung und die Art der Röstung an.

Nicht zuletzt bieten uns moderne Kaffeevollautomaten viele zusätzliche Möglichkeiten und Kaffeevarianten für den herrlichen Kaffeegenuss an: Vom Stärkegrad bis zur Art des beliebten Heißgetränks können wir uns und unsere Gäste mit köstlichem Cafè Crema, Espresso, Latte macchiato oder Milchkaffee verwöhnen.

Ein guter Kaffee ist eben auch ein Stück gutes Lebensgefühl!

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