Internet und Medien im Alltag

Geschätzte Lesedauer 3 Minute(n)

1969 war an den heutigen allgemeinen Gebrauch des Internets noch nicht zu denken und dennoch nutzte ab diesem Jahr das US-Verteidigungsministerium bereits einen Vorläufer unseres Alltagsbegleiters. Die Computer waren bei diesem sogenannten „Arpanet“ zwar noch nicht weltweit verbunden, jedoch in weit größeren Rahmen als wir es heute von Heim- und Büronetzwerken kennen.

Wer hat das Internet erfunden?

Entwicklung des Internets
Die Entwicklung des Internets

Erst ab 1981 war die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass sich allmählich der Name „Internet“ durchsetzte und sich dieses Phänomen über hauptsächlich mehr und mehr Universitäten verbreitete. Doch erst im Jahr 1990 wurde die Kommerzialisierung dessen beschlossen. Seit dem 06. August 1991 wurde es jeder Privatperson ermöglicht teil des „WWW“ zu werden.

Während die Entwicklung bis zum Punkt der Erreichung der gesamten Öffentlichkeit eher schleppend klingt, wandelte sich das Netz ab diesem Punkt in rasender Geschwindigkeit.

Eine rasante Entwicklung des Internets

Während zu Beginn Privatpersonen sicherlich noch keine große Notwendigkeit im Gebrauch des Internets sahen, ist es für die heutigen Generationen undenkbar, dass das Internet in früheren Zeiten nicht vorhanden war.

Recherchen ohne Google, Einkauf ohne eBay und Kontakt zu Freunden ohne Facebook – wie hat das bloß funktioniert? Undenkbar für viele der jüngeren Mitmenschen, völlig normal und zumeist auch positiv bewertet von den älteren Herrschaften. Doch Schule und Beruf setzen den Besitz eines internetfähigen Rechners in der heutigen Zeit voraus.


Kritische Zitate von Neil Postman
zum Thema Fernsehen und Medienkonsum


Sicherheit ist hier immer wieder das Stichwort, das unter dem ermahnenden Zeigefinger erwähnt wird. Bankgeschäfte online abwickeln, die wichtige E-Mail, die nicht jeden etwas angeht und die Urlaubsfotos, die verbreitet werden. Vorsicht ist geboten, denn das Internet bietet nicht nur Vorteile.

Pro und Contra Internet im Alltag

Während die Grundsteine des Internets vom Verteidigungsministerium gelegt wurden, bemerkt man heute immer wieder, dass jeder Nutzer sehr leicht in die Situation geraten kann, in der er sich selbst verteidigen muss.

Es ist keine Seltenheit, dass unbeabsichtigt Viren eingefangen werden und dadurch die privaten Ordner auf dem Heimrechner plötzlich durch das Netz reisen und private Details freigegeben werden. Doch diese versehentlichen Geschehnisse sind weit seltener vorhanden, als der Mangel an sorgfältigen Umgang mit diesem Alltagsgehilfen.

Besonders über öffentliche Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. ist es schnell passiert: Ein negativer Kommentar, ein falsches Foto oder auch eine Ortsangabe.

Nicht nur Arbeitgeber nutzen Google um sich ein Bild über ihren zukünftigen Angestellten zu machen, sondern auch der gewiefte Dieb sieht bei Facebook, dass Herr Mustermann nun 3 Wochen im Urlaub ist und das Haus somit leer und einladend dar steht.

Doch damit nicht genug. Die öffentlichen Medien publizieren immer mehr Fälle von sogenanntem „Cybermobbing“. Dies bedeutet, dass eine Person online diskriminiert und beleidigt wird – was harmloser klingt als es ist. Es handelt sich dabei weniger um Wortlaute wie „Du bist doof“, als viel mehr um regelrechte Hassreden, denen sich zu häufig mehrere Menschen aus dem Umfeld anschließen, weil es einfach ist, weil es in Teilen anonym ist und weil es weit weniger Überwindung kostet die Meinung nicht von Angesicht zu Angesicht auszusprechen. Hetzjagden beginnen sehr schnell, scheinen jedoch kein Ende zu nehmen.

Auch das Onlinebanking oder der Einkauf via Internet ist mit Vorsicht zu genießen: Sichere Passwörter, die regelmäßig geändert werden und nicht die Lieblingsfarbe oder das Geburtsdatum enthalten, sollten eine Grundvorausetzung sein.

Andernfalls kann es geschehen, dass ein Fremder sich seinen Einkauf bezahlen lässt oder dem Opfer Bestellungen zukommen lässt, die man weder wollte noch zahlen kann. Glücklicherweise haben jene Portale, die als vertrauenswürdig anzusehen sind, Ansprechpartner, die durchaus ein Auge darauf haben, was geschieht und bereit sind fälschliche Bezahlungen und Co. zu stornieren, gar zu blockieren. Doch dies ist nicht immer mit nur einem Klick bereinigt, während man doch leicht mit nur einem Klick im Schlamassel landet.

Jedoch ist das Internet nicht grundsätzlich bösartig – im Gegenteil

Wer Vernunft, Vorsicht und Respekt an den Tag legt, kann sehr großen Nutzen daraus ziehen. Der Großeinkauf im Internet ist nicht nur – durch einen schnellen Preisvergleich – für Sparfüchse von Vorteil, sondern auch für jene Menschen ideal, die beispielsweise durch Alter oder Krankheit schwerer das Haus verlassen oder die Massen tragen und verstauen können.

Ebenso verhält es sich mit dem Onlinebanking: Statt zur Filiale zu gehen, wird das Geld daheim vom Rechner aus umgebucht und schon ist die Miete bezahlt.

Der Kontakt zu Freunden und Bekannten, sogar zu alten Schulfreunden, die längst in Vergessenheit geraten schienen, wird vereinfacht und durch diverse Kommunikationsprogramme samt Bild und Sprache vereinfacht. Offene Fragen werden geklärt, da man sie nicht nur seinem Nachbarn stellt, der aber von der Thematik keine Ahnung hat, sondern für die ganze Welt darstellt. So findet sich schnell ein Fachmann, der im spezifischen Forum mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Vorteile sind grenzenlos – wenn man sich an eine Regel hält: Vorsicht ist besser als Nachsicht. 

Ein Gedanke zu „Internet und Medien im Alltag“

  1. Ich frag mich ja manchmal, ob sich die Erfinder des Internets annähernd bewusst waren, wie sich das Medium weiterentwickeln würde. Das hat ja das Leben der gesamten Menschheit gravierend verändert, leider aber auch nicht nur zum Guten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.