Haustiere – Hundesportarten

Die schönsten Hundesportarten für kleine und große Hunde

Falls junge Hunde nicht gerade mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt sind oder ein Schläfchen halten, wollen sie den ganzen Tag toben und spielen. Im Spiel erobern sie ihre Welt und können ganz ohne Stress die Techniken und auch Fähigkeiten erlernen, welche sie im Leben brauchen.

Hundesportarten für kleine und große Hunde
Die bekanntesten Hundesportarten im Überblick

So lernen die Hunde unter anderem im Spiel:

  • ihre Körperbeherrschung und auch Sinneswahrnehmung zu verbessern,
  • genetisch angelegte Fähigkeiten wie Jagdtechnik und Beutefang zu vervollkommnen,
  • ihr Reaktionsvermögen zu verbessern,
  • sich Artgenossen und zweibeinigen „Rudelmitgliedern“ gegenüber angemessen zu verhalten,
  • ihren eigenen Platz im sozialen Umfeld zu finden, sich also in die Rangordnung einzufügen
  • ihre Kraft, Aggression und Beißintensität zu kontrollieren und „sozialverträglich“ zu dosieren.

Bei Welpen und auch Junghunden läuft in der Regel gar nichts ohne Spiel. Aber auch ausgewachsene Hunde und Hundesenioren sind einem Spielchen nicht abgeneigt. So können sie geistig und körperlich fit bleiben.

Der Hund selbst bringt für ein erfolgreiches Training einen entscheidenden Vorteil mit, er ordnet sich als Rudeltier in die Gemeinschaft ein und führt dann auch willig Befehle und Aufgaben des Rudelführers aus.

Bei Sport, Spiel und Spaß sollte man allerdings beachten, was der Hund kann und was ihm auch schwerfällt.

Was der Hund kann

  • Er ist ein hervorragender Beobachter, dem kaum auch nur die kleinste Geste entgeht. Seinen Besitzer erkennt der Hund auch auf eine größere Distanz an der Körperhaltung und Bewegungsweise.
  • Noch nach Jahren kann er sich noch an bestimmte Menschen, Tiere und auch Situationen erinnern. Dabei sind neben den Verhaltensweisen und Reaktionen hauptsächlich auch Gerüche und Geräusche von Bedeutung.
  • Er hat ein phänomenales Ortsgedächtnis. So kennt der Hund beim täglichen Spaziergang jeden Baum und auch Busch. In der Wohnung würde er sich sogar blind zurechtfinden.
  • Er ist in der Lage, selbst Handlungen und Signale miteinander zu verknüpfen, welche gleichzeitig oder direkt nacheinander ablaufen oder gegeben werden. Dies ist als klassische Konditionierung bekannt.
  • Leicht lässt er sich durch Erfolg und auch Belohnung motivieren (operante Konditionierung). Ein Übungserfolg animiert ihn zum Weitermachen. Hingegen Misserfolge frustrieren.
  • Falls der Hund mehrmals hintereinander das Lernziel nicht erreicht, dann verliert er das Interesse und ist auch nicht mehr kooperationsbereit.
  • In der Hundeerziehung – und ausbildung werden die Lernformen der klassischen und operanten Konditionierung genutzt. Gesetzte Trainingsziele werden dabei leichter durch eine positive Verstärkung als durch Strafen erreicht. So sitzt dann auch das Erlernte besser, während der Hund auf Strafen ängstlich reagiert und so sein Lernvermögen und auch die Bereitschaft zum Mitmachen gehemmt wird.

Was dem Hund schwerfällt

  • In der Regel kann er sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren. Dies fällt ihm besonders schwer in fremder Umgebung und auch im Beisein von fremden Menschen oder auch Artgenossen.
  • Bei einer ständigen Wiederholung von bestimmten Handlungen und Übungen ermüdet er schnell und verliert so das Interesse.
  • Ebenfalls versteht er es nicht, wenn er für eine frühere Handlung gelobt oder bestraft wird.
  • Er achtet auf den Tonfall der Stimme. Dabei kann er komplexe und gleichförmig gesprochene Befehle nicht einordnen.
  • Er ist ein Lauftier. Schwierig sind für ihn Übungen und Aufgaben, bei denen er still sitzen und abwarten soll. Leichter fallen ihm dagegen Übungen bei denen er rennen und springen kann.

Bei einem Training ist es wichtig, dass der Hund immer in leisen Tönen angesprochen wird. Hunde hören hervorragend. Es sollte daher immer in normaler Lautstärke gesprochen werden. Dann hört er auch besonders aufmerksam zu und ist konzentrierter.

Befehle sollten ebenfalls kurz und knapp erfolgen. Je kürzer ein Befehl ist, desto besser versteht der Hund ihn. Kommandos sollten nur in Ausnahmefällen dann mehr als einmal erfolgen. Dann muss dem Hund durch die Betonung und dem Tonfall klar gemacht werden, was von ihm erwartet wird.

Sehr wichtig ist beim Training die Körpersprache. Hunde reagieren auf jedes Körpersignal seines Menschen. Durch eine entsprechende Körperhaltung, Gesten und Worte muss der Hund verstehen können, was von ihm erwartet wird.

Von Bedeutung beim Hundetraining ist daneben auch eine richtige Belohnung. Dazu sollten Futterhäppchen nur bei den ersten Übungseinheiten Einsatz finden oder als Bonus für besondere Leistungen. Sie sollten dabei nie zum Standard werden.

Eine sehr wichtige Anerkennung für den Hund sind neben dem Lob auch Streicheleinheiten. Diese beruhigen das Tier und vermitteln ihm Sicherheit.

Ein Lob kann die Motivation des Hundes stärken. Dieses muss mit leiser und einschmeichelnder Stimme erfolgen.

Frisbee

Durch ein Spiel mit der Frisbee-Scheibe wird die Fitness des Hundes gefördert. Allerdings wird von dem Tier auch ein hohes Maß an Körperbeherrschung und schnelle Reaktionen abverlangt.

Damit das Spiel zu einem Vergnügen für den Hund wird, sollte man einiges beachten:

  • Es dürfen niemals Frisbee- Scheiben aus Hartplastik zum Einsatz kommen, da sich die Hunde verletzen können. Ein Spiel sollte hier nur mit speziellen Hunde-Frisbees aus Nylon erfolgen. Deren Rand besteht hier aus Weichplastik oder auch aus Gummi.
  • Vor dem Spiel mit dem Hund ist es wichtig, die richtige Wurftechnik zu üben. Ideal ist eine flache Wurfkurve, bei der das Frisbee nach einer maximalen Flughöhe von 2 bis 3 m dann sanft zu Boden gleitet.
  • Besonders geeignet zum Training sind Wiesen und freie Plätze. Hier ist vor Spielbeginn eine Prüfung der Bodenbeschaffenheit auf Erdlöcher, Gräben und Fremdkörper ratsam. So kann dann ein Verletzungsrisiko ausgeschlossen werden.
  • Mitunter kann es auch schon einmal sein, dass der Hund mit der Frisbee- Scheibe nicht wirklich weiß, etwas anzufangen. Sie nehmen die Scheibe einfach nicht in den Fang. Abhilfe kann man hier dann schaffen, indem Zerrspiele mit der Scheibe durchgeführt werden. Die Hunde verlieren hier dann ihre Scheu vor dem ungewohnten Objekt.
  • Das Interesse des Hundes kann sehr leicht geweckt werden, wenn die Scheibe knapp über der Bodenhöhe geworfen wird und man ihn dann zum Apportieren animiert.
  • Zu Beginn des Trainings sollten nur Würfe über wenige Meter erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass man die Scheibe immer in einem spitzen Winkel zum Hund und aber nie direkt in seine Richtung wirft.
  • Der Hund reagiert dann je nach seiner Gewandtheit und seinem Naturell unterschiedlich auf die fliegende Scheibe. Manche Hunde haben sofort den Bogen heraus und fangen die Frisbee- Scheibe noch in der Luft. Andere hingegen warten bis diese zu Boden gefallen ist.
  • Das Geschick und auch das Reaktionsvermögen kann mit Hilfe eines sprungstarken Vollgummiballs trainiert werden.
  • Das Spiel ist für den Hund recht anstrengend. Auch ein sportlicher Vierbeiner sollte lediglich nur 15 Minuten spielen.
  • Hauptsächlich werden bei dem Spiel mit der fliegenden Scheibe die Gelenke und Bänder stark strapaziert, speziell beim Landen nach dem Sprung. Diese Belastung kann durch einen weichen Untergrund verringert werden. Gleichzeitig werden so auch Verletzungen vermieden, falls der Hund einmal falsch landen sollte.
  • Hunde mit Skelettproblemen, übergewichtige Tiere und auch Rassen mit einer ungünstigen Anatomie wie unter anderem Dackel mit einer langen Wirbelsäule oder auch Hunde mit der Neigung zur Kurzatmigkeit, sind für dieses Spiel nicht geeignet.

Feldspieler und Torwart

  • Hunde lieben besonders gerne Ballspiele zusammen mit ihrem Frauchen oder Herrchen.
  • Dabei kommt der Hund so richtig in Fahrt, wenn sein „Mensch“ um ihn herum dribbelt und ihn animiert, den Ball abzujagen.
  • Der Ball sollte dabei vom Frauchen oder Herrchen so abgeblockt werden, dass der Hund herumlaufen muss. Er sollte aber auch die Chance bekommen, selbst den Ball zu erreichen.
  • Beim Wegschießen des Balls, kann im Sprint dann gemessen werden, wer den Ball zuerst wieder unter Kontrolle bekommt. Dies macht dem Vierbeiner riesigen Spaß.
  • Wichtig beim Spiel ist, dass wilde Rangeleien gestoppt werden. Dazu wird der Fuß auf den Ball gesetzt und so das Spiel unterbrochen.
  • So sollte auch die Aktion unterbrochen werden, wenn der Hund versucht in den Ball zu beißen oder an der Hose zerrt. Er muss dann mit einem scharfen „Nein!“ verwiesen werden.
  • Bei hartnäckigen „Ballbeißern“ kann eine Erziehung mittels einem Luftballon erfolgen. Sollte der „Fußball“ dabei platzen ist das Spiel aus und der Hund hat dann das Nachsehen.
  • Der Vierbeiner bewährt sich nicht nur sehr gut als Mittelfeldspieler, auch als Torwart macht er sich sehr prächtig. Hier sollte er aber dann bereits Erfahrung als Fußballspieler besitzen.
  • Viele Hunde kann man kaum auf Distanz halten, wenn ein Ball im Spiel ist. Der Vierbeiner sollte hier dann das Kommando „Bleib!“ befolgen können. Es besteht dann die Möglichkeit das Tier auf der Torlinie zu positionieren. Ansonsten sollte ihn dann eine zweite Person bis zum Torschuss festhalten.
  • Man zielt dann aus einer Entfernung von 8 bis 10 m auf das Tor. Der Hund hat nun genug Zeit zum reagieren. Wichtig ist, dass niemals direkt auf den Hund gezielt wird, sondern halbhoch und seitlich versetzt.
  • Sollte im Vorfeld das Kommando „Bleib“ erfolgt sein, so muss nun bei der Schussabgabe ein „Pack ihn“ oder „Fang den Ball“ erfolgen.
  • In der Regel weiß der Hund nach einigen Probeschüssen, wie der Hase läuft und hechtet zielgerichtet dann nach dem Ball.
  • Der Hund wehrt größere Bälle mit der Schnauze und auch den Pfoten ab. Hingegen werden kleinere Bälle bereits schon in der Luft geschnappt.
  • Wichtig ist, dass der Torjäger nach jeder erfolgreichen Abwehr lautstark gefeiert wird. Natürlich darf er dann eine längere Zeit mit seinem Ball spielen.

Tauziehen

Ein ererbtes Verhalten des Hundes ist die Erprobung seiner Geschicklichkeit und Kraft in Zerr- und Ziehspielen. Gerne lässt er sich dabei auch für ein Kräftemessen mit dem Menschen begeistern.

  • Wichtig ist beim „Kräftemessen“ ein ebener Untergrund. Er bietet den Füßen des Menschen und den Pfoten des Hundes einen guten Halt.
  • Ein Tauziehen auf scharfkantigem Splitt oder auch anderen ähnlichen Straßenbelegen ist unbedingt zu vermeiden, da sich hier der Hund leicht die Pfoten verletzen kann.
  • Eine sichere Kontrolle des Spieles kann durch ein spezielles Spieltau, einem Nylontau, erfolgen.
  • Das Tau muss mit beiden Händen gehalten werden. Es wird dann schlängelnd vom Hund weg bewegt. In der Regel ist kaum eine zusätzliche Aufforderung zum Spiel nötig.
  • Zwischen beiden Kontrahenten sollten mindestens 1,5 bis 2 m freies Tau liegen. So erhält der Hund einen größeren Aktionsraum. Weiterhin kann so im Eifer des Gefechts ein Bodenkontakt vermieden werden. Sonst kann sehr schnell stark das Gebiss belastet werden oder er kommt seinem Partner versehentlich mit den Zähnen zu nahe.
  • Abwechselnd muss nun das Tau stärker und schwächer gezogen werden, um den Hund zum vollen Einsatz anzuspornen.
  • Hundetypisch sind dann ein leichtes Knurren und auch das heftige Schütteln des Seils. Wichtig ist dabei das Spiel umgehend abzubrechen, wenn er böse und grollend knurrt und aus dem Spiel Ernst zu drohen wird.
  • Für den Hund sind Erfolgserlebnisse wichtig. Dazu sollte man dann seinem Zug am Seil ab und zu nachgeben oder am Ende ihm gar ganz überlassen.
  • Nicht der Hund sondern der Mensch bestimmt immer, wann und wie lange gespielt wird. Auf das Kommando „Aus!“ muss der Hund das Tau loslassen.
  • Nach der Spielstunde muss dann das Tau weggeräumt werden. Es wird dann erst wieder für das nächste Tauziehen hervor geholt.
  • Für ein Spielchen eignet sich auch ein mürber Kartoffelsack oder ein Stück Karton. Allerdings halten diese Sachen nicht lange dem wilden Gezerre stand. Mit den abgerissenen Teilen kann sich der Hund dann als Sieger fühlen.
  • Ein Riesenspaß kann man dem Vierbeiner auch mit einem derben und widerstandsfähigen Stoff, welcher sich besonders gut festhalten und schütteln lässt machen. Hier wäre beispielsweise ein abgetrenntes Bein einer Jeanshose angebracht.
  • Schnell wird man vielleicht verleitet, die Hundeleine für Ziehspiele zu benutzen, da sie ja immer dabei ist. Allerdings ist dies nicht ratsam, denn viele Hunde kennen dann nicht mehr ihre Grenze und ziehen beim Spaziergang unbewusst daran, umso zum Tauziehen aufzufordern.

Sprungtraining

Das Ziel eines Sprungtrainings besteht darin, den Hund auf Kommando bestimmte Sprünge ausführen zu lassen.

  • Bei unseren vierbeinigen Freunden liegt das Überspringen von Hindernissen quasi im Blut. Zu Beginn sollte immer mit einem niedrigen Hindernis begonnen werden, für das nicht mehr als ein kleiner Hopser notwendig ist.
  • Dazu sollte ein Hindernis gewählt werden, welches weder unter- bzw. umlaufen werden kann. Geeignet wären ein liegender und nicht zu dicker Baumstamm oder auch eine niedrige Hecke.
  • Bei dem Kommando „Bleib!“ muss der Hund vor dem Objekt warten bzw. wird von einer zweiten Person gehalten. Währenddessen erfolgt dann auf der anderen Seite und auch einige Meter entfernt von dem Hindernis der Befehl „Hopp!“.
  • Als Belohnung wird anschließend ein Leckerbissen gereicht. Allerdings nur, wenn der Hund der Aufforderung auch sofort folgt. Die Übung sollte mehrfach wiederholt werden. Dabei muss man stets darauf achten, dass er nicht schon vor dem Kommando springt.
  • Zwischendurch kann dann der Platz mit dem Helfer getauscht werden. Man stellt sich dann hinter den Hund, bevor er zum Sprung auffordert wird. Der Assistent ist dann für die Belohnung zuständig.
  • Das Springen auf Kommando sollte in der Regel nun bei jedem Spaziergang geübt werden. Wichtig ist dabei immer, dass im Vorfeld der Aufsprungbereich hinter dem Hindernis geprüft wird. So kann eine Verletzungsgefahr durch Glasscherben, Erdlöcher oder auch Stacheldraht vermieden werden.
  • Manche Hunde lieben es, in Rekordzeit einen Hürdenparcours mit mehreren und auch unterschiedlich hohen Hindernissen zu überwinden.
  • Falls der Hund ein besonderes Talent zum Springen hat, bietet es sich an auch mit ihm Hoch- und Weitsprünge zu trainieren.
  • Dazu wird dann eine Sprunglatte so auf einen Träger, beispielsweise auf Kisten, gelegt, dass sie bei Berührung herunterfällt. Bei den ersten Übungen verhindert ein über die Latte gehängtes großes Tuch oder Laken, dass der Hund unter ihr durchläuft.
  • Bei Hochsprüngen ist es wichtig, dass in der Aufsprungszone weicher Boden wie Rasen vorhanden ist, so wird die Wucht des Aufpralls gemindert. Jeder hohe Sprung ist eine Belastung für die Knochen und Gelenke. Auch wenn der Hund noch so viel Spaß dabei hat, sollte die Trainingseinheit nach 10 bis 12 Sprüngen beendet werden.
  • Weitsprünge können besonders gut an einem Bach oder auch Graben geübt werden. Geht hier der Sprung vielleicht daneben, dann holt der Hund sich lediglich nasse Pfoten.
  • Schnell kann man Hunde auch für kombinierte Parcours aus Hürden und Tunneln begeistern.
  • Auch beim Apportieren können Sprunghindernisse eingesetzt werden. Dazu überquert dann der Hund die Hürden auf dem Hin- und auch Rückweg ähnlich wie beim Flyball.

Agility

Agility ist eine Volldampfaktion, aber es geht hier auch um eine sorgfältige und fehlerfreie Überwindung von Hindernissen. Als Anfänger sollte man sich nie mit den Profis messen wollen. Es geht hier hauptsächlich um die Harmonie zwischen Mensch und Hund.

  • Wichtig ist es, sich beim Bau eines Agility-Parcours im Garten an den offiziellen Abmessungen von Hindernissen etc. zu orientieren.
  • Bei einem Mini-Agility muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Hindernisse für kleine Hunde mit einer Widerristhöhe unter 40 cm mindestens 20 bis 25 cm niedriger sind als bei normaler Agility.
  • Zum Einstieg wählt man drei bis vier Hindernisse, welche an den Hund unterschiedliche Ansprüche stellen, zum Beispiel Reifen, Tisch, Laufsteg und Slalom.
  • Der Parcours sollte so geplant sein, dass der Hund durch den Wechsel von schnellen und langsamen Hindernissen besonders gefordert wird.
  • Jedes Hindernis muss einzeln und regelmäßig trainiert werden, aber auch der Parcours im Durchgang. Wenn der Hund die Strecke sicher und fehlerfrei absolviert, wird die Hindernisfolge geändert oder gar ein neues Hindernis eingebaut.
  • Hürden, also Sprünge über beispielsweise Mauern, einem Viadukt und auch einfache oder doppelte Hürden beherrscht der Hund in der Regel schon nach einem kurzem Training.
  • Weitsprung: Hier werden vier bis fünf Hindernisse mit einer maximalen Höhe von 28 cm in Folge und einer Sprungweite von ca. 120 bis 150 cm aufgebaut. Die ersten Übungen erfolgen hier mit verkürzten Abständen und geringer Sprungweite.
  • Reifen: Diese werden zuerst auf die Erde gestellt und dann erfolgt eine langsame Steigerung der Höhe, jeweils um 10 cm. Der Hund muss den Reifen in gerader Linie durchspringen.
  • Schrägwand, Wippe und Laufsteg: Es handelt sich hier um Hindernisse mit sogenannten Kontaktzonen. Das Tempo muss stark gedrosselt werden. Weiterhin ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Kontaktflächen bei jedem Versuch berührt werden.
  • Tisch und Pausenviereck: In diesen Haltezonen muss der Hund dann mindestens fünf Sekunden verweilen. Für Anfänger ist dieses nicht immer einfach, daher ist ein regelmäßiges Training wichtig.
  • Slalom: Das Starttraining erfolgt hier mit fünf bis sechs Stangen und erweiterten Abständen.
  • Tunnel: Das Training wird hier mit kurzen Röhren begonnen. So kann beim Hund die Scheu davor abgebaut werden.

Spiele im Wasser

In der Regel schwimmen die meisten Hunde für ihr Leben gern. Bei den Wasserspielen sollte aber immer der Hund selbst entscheiden, ob er dazu Lust hat.

  • Ganz einfach kann die Vorliebe des Hundes fürs Wasser getestet werden. Dazu wird ein schwimmfähiges Spielzeug in den flachen Uferbereich eines möglichst stehenden Gewässers, beispielsweise einem See oder Weiher, geworfen. Anschließend fordert man dann den Hund zum Apport auf. Lediglich kann er sich dann hier nur nasse Beine holen, denn er verliert nicht den Boden unter den Füßen. Dabei macht er dann die Erfahrung, dass Wassertreten ganz harmlos ist und aber nebenbei sogar lustig sein kann. Wichtig ist dabei immer, dass der Hund nach jedem erfolgreichen Apportieren gelobt und auch belohnt wird.
  • Nach einem erfolgten Beginn wird der Hund dann mit jedem erneutem Wurf in tiefere Bereiche gelockt. Sollten dann die Pfoten den Bodenkontakt verlieren, wird er sehr schnell zu seinem „Menschen“ zurückpaddeln. Dieser wartet dann bereits schon im seichten Wasser auf den Vierbeiner und spornt ihn lautstark an.
  • In dem Fall, dass vielleicht bereits andere Hunde im Wasser spielen, macht dieses oft einem zögernden Artgenossen am Ufer Mut und er überwindet seine Hemmungen- vor allem, wenn er mit den Spielern befreundet ist. Kleine Unstimmigkeiten klären sich in der Gruppe in den meisten Fällen selbst und die Halter müssen nicht eingreifen.
  • Normalerweise eignet sich alles zum Spielen im Wasser, was schwimmt und zwischen die Zähne passt oder mit den Pfoten und der Schnauze geschubst werden kann.
  • Es kann aber auch einmal getestet werden, ob vielleicht in dem Hund ein kleiner Seehund schlummert: Dazu lässt man ihn einfach im seichten Wasser nach kleinen Gegenständen tauchen.
  • Besonders Wasserringe aus Gummi oder auch Hartplastik sorgen hier für viel Spaß und Aufregung, denn es können gleich mehrere Spieler am Spielobjekt zerren.
  • Sehr oft kann leicht um Bälle, welche sich nicht gut mit den Zähnen festhalten lassen, eine nicht enden wollende Wasserschlacht entbrennen.
  • Das Apportieren im Wasser kann auch sehr gut mit zwei oder gar drei Hunden erfolgen, aber möglichst nicht mit größeren Gruppen. Es müssen dann alle Hunde am Ufer warten. Es geht erst los auf Kommando. Dann wird das Objekt geworfen, so dass jeder Mitspieler mindestens einmal ein Erfolgserlebnis hat und die Beute als Erster erwischt.

Flyball

Flyball ist eine perfekte Vielseitigkeitsprüfung. Hier muss der Hund sein Reaktionsvermögen, seine Geschicklichkeit und auch Spurtstärke beweisen.

  • In den Hundesportvereinen und Rassenclubs wird mit der original Flyball- Maschine auf Wettbewerbsbasis trainiert.
  • Allerdings kann Flyball auch einfach nur just for fun gespielt werden. Dazu kann man mit einfachen Hilfsmittel einen eigenen Parcours basteln.
  • Es müssen dann auf dem Weg von und zum Ball jeweils vier Hürden überwunden werden. Bestens geeignet sind hierfür Sprunglatten, welche auf Ständern aufliegen.
  • Ein Flyball- Effekt kann man auch ganz einfach ohne viel Technik erzielen. Es werden dazu einfach zwei bis drei Quietschobjekte unter ein Holzbrett gelegt. Bei Berührung der Trittfläche durch den Hund wird dann ein Lautsignal ausgelöst. Er fängt dann den Ball, den ihm ein Helfer zuwirft und bringt ihn anschließend in den Start- Ziel- Bereich zurück.
  • Flyball zählt zu den Mannschaftssportarten. Es treten bei offiziellen Veranstaltungen Teams mit jeweils vier Hunden gegeneinander an.
  • Beim Training sollte allerdings nur ein Hund eingesetzt werden. Die Abstände und Höhen zwischen den Hürden sollten dann so gewählt werden, dass der Hund diese leicht und flüssig überspringen kann. Im Anschluss daran muss der Vierbeiner dann an die Berührungszone herangeführt werden, bis er gelernt hat, dass nach jedem Lautsignal ein Ball geflogen kommt. Mit Sicherheit hat der Vierbeiner ein tierisches Vergnügen an diesem Spiel, wenn er den Ablauf verstanden hat.
  • Im nächsten Trainingsschritt werden dann der Hürdenlauf mit dem Fangen und Apportieren des Balls verbunden.
  • Der Hund macht alles richtig, wenn er auf Kommando über die Hürden sprintet, auf die Trittfläche springt, den Ball dann im Flug fängt, auf seinem Rückweg keine Hürde auslässt und schließlich in Rekordzeit den Start– Ziel– Bereich erreicht.
  • Am meisten Spaß macht Flyball im Team. Wichtig ist dabei, dass jeder Hund, welcher neu zur Mannschaft kommt, bereits schon ein Basistraining absolviert hat.
  • Man startet dann nach dem Staffelprinzip. Erst wenn der Spieler mit dem Ball wieder zurück ist und die Start-Ziel-Linie passiert, geht erst der nächste Mitspieler auf die Bahn. In der Regel fiebern die Hunde ihrem Einsatz entgegen. Hier ist es dann notwendig, die Mitspieler mit sanfter Gewalt zu bremsen, damit dann nicht gleichzeitig das ganze Team unterwegs ist.
  • Wenn dann schließlich die Wechsel klappen, könnte das Team bedenkenlos in Wettbewerben starten.

Dog Dancing

Beim Dog Dancing springt, läuft, dreht, hüpft oder rollt sich der Hund zur Musik.

  • Bevor man einem Hund das Tanzen beibringt, sollte er Männchen machen oder auf zwei Beinen stehen können.
  • Dieses dem Hund beizubringen, ist in der Regel recht leicht. Dazu hält man ihm, wenn er sitzt, einen Leckerbissen oder auch Spielzeug über seinen Kopf.
  • Das betreffende Objekt wird dann soweit nach oben geführt, bis der Hund sich auf seine Hinterbeine stellt und dann mit den Vorderpfoten danach angelt.
  • Das Objekt sollte dabei möglichst exakt in Verlängerung der Körperachse über dem Hund positioniert werden. In diesem Fall muss er dann seine Vorderbeine weit nach oben strecken. Er kann so auch die Balance leichter halten als mit nach vorne gerichteten Beinen.
  • Falls er unsicher auf den Hinterbeinen steht, stützt man ihn mit der Hand an einem Vorderbein ab.
  • Mit dem Leckerbissen wird ein Kreis beschrieben. Der Hund muss dabei den Kopf wenden und folgt so mit den Augen dem Objekt. Sollte er es aus dem Blickfeld verlieren, dann dreht er sich mit trippelnden Tanzschritten. Man gibt dazu das Lautzeichen „Tanzen!“.
  • Zum Schluss wird dann die Aufforderung „Tanzen!“ mit Musik verknüpft.

Balancieren

  • In der Regel liebt jeder Hund das Springen. Hingegen muss man den Vierbeiner an das Balancieren Schritt für Schritt gewöhnen. Er muss hier auf schmalen Laufstegen viel Mut und auch Körperbeherrschung zeigen.
  • Zum Balancieren legt man einen stabilen Holzbalken über zwei Untergestelle. Dieser muss fest liegen, damit er nicht kippt oder verrutscht. Der Balken sollte mindestens eine Länge zwischen 2 und 3 m und Breite von 30 cm besitzen. Er wird in einer Höhe von ca. 50 cm über dem Boden fixiert. Trockenübungen am Boden haben keinen Trainingseffekt.
  • Der Laufsteg beginnt und endet auch auf einem Stuhl oder einer ähnlichen Plattform.
  • Mit dem Kommando „Los!“ wird der Hund dann von der Plattform aus zum Lauf über den Balken aufgefordert. Dabei muss man direkt neben ihm bleiben und so leichten Körperkontakt geben.
  • Sollte der Hund bereits vor Ende des Stegs abspringen wollen, dann hindert man ihn nicht daran. Beim nächsten Lauf wird nun sichtbar ein Leckerbissen auf der Zielplattform deponiert.
  • Wenn diese Übung dann klappt, kann die Balancierstrecke verlängert oder auch ein schmalerer Balken verwendet werden. Dieser muss aber mindestens eine Pfotenbreite aufweisen.
  • Nun wird der Hund nicht mehr begleitet. Man gibt jetzt lediglich nur vom Zielpunkt aus das Kommando „Los!“.
  • Bei Könnern ist das Balancieren über eine liegende Sprossenleiter oder auch ein Lauf über eine schwankende Hängebrücke sehr beliebt.

Hundewandern

  • Wandern zählt zu der schönsten und natürlichsten Art der Erholung und ist wieder absolut in. Zu einem besonderen Erlebnis kann das Wandern zusammen mit dem geliebten vierbeinigen Freund werden, beispielsweise bei einer Hundewanderung in der Gruppe. In kleinen Gruppen kann man gemeinsam mit dem Hund Kultur- und Naturlandschaften entdecken, ganz nebenbei noch kleine Wanderabenteuer bestehen und den „Revierwechsel“ genießen. Zunehmend treffen sich Hundefreunde gern in angenehmer Atmosphäre, um gemeinsam unterwegs zu sein.
  • Bei Gruppenwanderungen kommt nicht nur der Mensch, sondern auch der Hund auf seine Kosten. Sie ermöglichen ihm, wichtige Sozialkontakte zu Artgenossen zu knüpfen und seine Umwelt artgerecht zu erkunden. Es ist auf solchen Wanderungen immer eine Freude, die Hunde in der Gruppe frei laufen, spielen, toben und sich auch mal messen zu sehen. Weiterhin wird die Mensch-Hund-Beziehung auf solchen Touren noch weiter verfeinert und gefestigt. Eine Wanderung mit dem Hund bedeutet, 24 Stunden des Tages mit dem Vierbeiner zu verbringen, aufeinander angewiesen zu sein, sich zu helfen, sich während des Weges unaufhörlich miteinander zu verständigen, aber auch Rücksicht aufeinander zu nehmen. Dadurch entsteht eine innige Beziehung zwischen Mensch und Hund, wie sie tiefer nicht sein könnte.
  • Allerdings gibt es bei größeren Touren einiges zu bedenken:
  • Man sollte immer mit kurzen Wanderungen in ein bekanntes Gelände beginnen.
  • Langsam muss der Hund dann an lange Wandertouren gewöhnt werden.
  • Für solche Touren müssen immer folgende Dinge in einem Rucksack mitgeführt werden: Trinken, Essen, Pullover, zweites T-Shirt oder Hemd, Sitzkissen, Faltnapf, Wasser und eine Futterration für den Hund, Liegeplatz für den Hund und ein Erste-Hilfe-Set.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.