Homöopathie auch für Kinder?

Homöopathie für Kinder

Viele Eltern vertrauen auf eine sanfte homöopathische Behandlung, wenn Ihr Kind unter leichten Beschwerden leidet. Sie möchten den kindlichen Organismus so wenig wie möglich belasten.

Homöopathische Mittel
Homöopathie für Kinder statt Tabletten

Homöopathische Mittel und  Anwendungsgebiete

Es gibt in der Homöopathie nicht ein Mittel zum Beispiel gegen Husten, Schnupfen oder Fieber, sondern es kommen viele verschiedene Mittel in Betracht, die nur dann wirken, wenn sie individuell ausgewählt werden.

Die Auswahl des passenden homöopathischen Mittels gelingt über die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wo sind die Beschwerden lokalisiert?
  • Seit wann treten die Beschwerden auf? Gab es einen Auslöser wie Schreck, Kummer, Überessen oder Verkühlung?
  • Wann sind die Beschwerden am schlimmsten (zeitlich)? Wann werden sie besser?
  • Wodurch werden die Beschwerden schlimmer/besser?
  • Sind zeitgleich noch andere Beschwerden aufgetreten, z.B. Durchfall oder Fieber?
  • Hat ihr Kind bestimmte Abneigungen oder Verlangen auf bestimmte Nahrungsmittel, welche es sonst nicht hat?

Mit diesen Informationen lässt sich aus homöopathischen Ratgebern das passende Mittel für die Erkrankung des Kindes herausfinden.

Die Dosierung von homöopathischen Mitteln bei Kindern

Eine Gabe eines homöopathischen Mittels besteht bei Kindern aus 3 Kügelchen beziehungsweise Globuli. Diese werden unter die Zunge oder in die Wangentasche gelegt und lösen sich dort langsam auf. Da die Aufnahme des homöopathischen Mittels über die Mundschleimhaut erfolgt, sollte 15 Minuten vor und nach der Einnahme nichts gegessen oder getrunken werden.

Nach einer Gabe eines homöopathischen Mittels wird das Ende der Wirkung abgewartet. Erst, wenn die Besserung nachlässt und sich die Beschwerden erneut verschlechtern, wird das homöopathische Mittel erneut gegeben.

Zur Selbstbehandlung von akuten Beschwerden werden in der Regel die Potenzen D6 und D12 verwendet. Höhere Potenzen zur Behandlung chronischer Beschwerden sollten nur von erfahrenen Therapeuten verordnet werden.

Was Eltern bei der Selbstbehandlung ihres Kindes mit homöopathischen Mitteln beachten sollten

  1. Geben Sie Ihrem Kind immer nur 1 homöopathisches Arzneimittel, nie mehrere gleichzeitig.
  2. Geben Sie Ihrem Kind ein homöopathisches Mittel nicht regelmäßig über einen längeren Zeitraum von einigen Tagen oder Wochen. Es besteht die Gefahr, dass ihr Kind genau die Symptome beibehält, die es im Krankheitsfall gezeigt hat.
  3. Probieren Sie nicht mehr als 2 Arzneimittel aus. Geben Sie jedem Mittel ca. 3 Stunden, um zu entscheiden, ob es geholfen hat oder nicht. Haben Sie dann immer noch nicht das passende Mittel gefunden, kontaktieren Sie einen Homöopathen oder ihren Kinderarzt.
  4. Sind Sie sich unsicher, welches Mittel Sie geben sollen oder wie Sie den Krankheitsverlauf beurteilen sollten, dann gehen sie mit Ihrem Kind lieber zum Arzt oder Heilpraktiker.

Wie schnell macht sich ein Behandlungserfolg bemerkbar?

Bei akuten Erkrankungen sieht man Besserung sehr schnell. Viele Eltern fürchten eine sogenannte Erstverschlimmerung. Diese Erstreaktion zeigt jedoch an, dass das ausgewählte Mittel wirkt. Meist werden bei einer Erstreaktion nur die lokalen Symptome schlimmer (zum Beispiel läuft die Nase extrem) aber der Gemütszustand ist viel besser. So fällt Ihnen vielleicht auf, dass ihr Kind sich wieder für die Umgebung interessiert oder spielt.

Gehen Sie mit ihrem Kind zum Arzt:

  • Wenn Ihr Säugling fiebert.
  • Wenn Ihr Säugling unter Durchfall oder Erbrechen leidet.
  • Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder aber unter der Selbstbehandlung weiter bestehen.
  • Behandeln Sie keine chronischen Erkrankungen selbst.

Homöopathische Kindermittel für die Hausapotheke

Während der kalten Jahreszeit leiden besonders Kinder unter fieberhaften Erkältungskrankheiten. Die homöopathischen Mittel Aconitum, Belladonna und Ferrum phosphoricum sind in der Behandlung dieser Erkrankungen besonders häufig angezeigt.

Aconitum wird häufig im Anfangsstadium von fieberhaften Erkältungen gegeben. Die Symptome sind sehr intensiv und treten sehr plötzlich auf, häufig nach einem Aufenthalt im Freien, bei kaltem und trockenem Wind. Auffällig sind kleine Pupillen und eine unterschiedliche Färbung der Wagen. Eine Wange ist blass, während die andere rot ist. Das Fieber steigt hoch an, ohne das die Kinder schwitzen. Sie haben großen Durst.

Belladonna löst Aconitum in der Behandlung ab, sobald die Kinder anfangen zu schwitzen. Die Pupillen sind geweitet, das Gesicht und der Körper sind heiß. Hände und Füße sind eiskalt. Die Kinder reagieren empfindlich auf Berührungen, Erschütterungen und Licht. Sie haben keinen Durst.

Ferrum phosphoricum ist ebenso wie Aconitum ein wichtiges Mittel für das Anfangsstadium von Erkältungen. Allerdings entwickeln sich die Symptome nicht so plötzlich wie bei Aconitum, sondern langsamer und milder. Auch Ohrenschmerzen, die sich langsam entwickeln sprechen gut auf Ferrum phosphoricum an.

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