Holunder – Wildkräuter

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Holunder – Sambucus nigra

Synonyme: Holler, Elderbaum

Allgemeines: Der Hollerstrauch gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Der Busch kann eine stattliche Höhe zwischen 5 und 6 m erreichen. Er ist mehrjährig und absolut winterhart. Die stark verzweigten Äste sind aufrecht wachsend. Sie sind mit gegenständig und unpaarig gefiederten Blättern besetzt.

Holunder - Sambucus nigra
Holunder – Sambucus nigra

Jedes Blatt besteht aus fünf bis sieben oval elliptischen Teilen. An ihren Rändern sind sie gezähnt. Die cremeweißen Blüten verströmen einen angenehmen Duft.

Sie stehen in Doldentrauben zusammen und erscheinen in den Monaten April bis Juli. Nach der Blüte entwickeln sich daraus purpurschwarze Beeren.

Die Rinde der hellbraunen Äste ist rissig. In ihrem Innern enthalten sie ein weißes Mark.

Wirkstoffe: In den Holunderbeeren sind neben ätherischen Ölen auch Vitamine, Gerbstoffe, Harze und Pflanzenschleim enthalten.

Verbreitung/Standort: Der Holunder stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und Europa. Heute ist er weltweit verbreitet. Bevorzugt wächst der Strauch in feuchten Wäldern, an Wald- und Wegrändern und auch sehr oft in der Nähe von Gebäuden. Die Büsche lieben einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nährstoffreichen, humosen und etwas tonigen oder lehmigen Boden.

Ernte: Im Mai können bereits die frischen und noch nicht aufgeblühten Blütendolden gesammelt werden. Diese werden dabei an der Stielbasis abgeschnitten. Man sollte sie normalerweise sofort verwenden, kann sie aber auch in lockeren Schichten an einem schattigen und luftigen Ort trocknen. Anschließend müssen sie vor Licht geschützt und trocken aufbewahrt werden.

Im Spätsommer gräbt man die Wurzeln aus. Diese werden dann gewaschen und anschließend in Stücke geschnitten. Man kann sie in der Sonne oder auch im Backofen bei mäßiger Hitze trocknen.

Die Ernte der reifen Beeren erfolgt ab Spätsommer bis in den Oktober hinein. Diese sollte man nach Möglichkeit frisch verarbeiten. Man kann sie aber einfrieren.

Gesundheit: Die Blüten des Hollerbusches sind für ihre harntreibende, schweißtreibende antirheumatische, erweichende und hustenlindernde Wirkung bekannt. Die Wurzeln und Beeren wirken reinigend, abführend und fiebersenkend.

Aus den Beeren hergestellter Holunderwein verschafft Linderung bei Rheuma, Gicht und Asthma. Holundersaft ist für seine heilende Wirkung bei Erkältungskrankheiten, Rheuma und Nervenschmerzen bekannt.

Die Beeren können daneben auch zur Herstellung von Haarspülungen Verwendung finden.

Küche: Reife Holunderbeeren werden gern zu Marmeladen, Gelees und Säften weiterverarbeitet. Daneben finden sie auch Verwendung in Kuchen, Süßigkeiten und auch Pfannkuchen. Die Beeren sind auch Bestandteil vieler Weine.

Reife Blütendolden nimmt man daneben zum Ansetzen von Bowlen oder zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. Eine besondere Spezialität sind in Backteig getränkte und anschließend in Fett ausgebackene Dolden.

Allerdings ist zu beachten, dass niemals rohe Beeren zum Verzehr kommen. Diese sind giftig und können Übelkeit und Erbrechen verursachen.

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