Hilfe mein Kind lügt

Kinder lügen – Eltern nicht?

Eltern, deren Kinder flunkern und lügen, dass sich die Balken biegen sollten das vor allem dann nicht so dramatisch sehen, wenn die Kinder noch recht klein sind. Gerade kleine Kinder lügen ganz gerne, weil es so praktisch ist, sich die Welt zurechtzubiegen, wie es angenehm ist.

Wie verhalte ich mich wenn mein Kind mich anlügt?
Wie verhalte ich mich wenn mein Kind mich anlügt?

Erinnern Sie sich vielleicht noch daran, dass Sie recht belustigt reagiert haben, als Sie den Sprössling beim Flunkern erwischt haben?

Für eine Weile sieht man das als Mutter oder Vater auch nicht so ernst, aber spätestens wenn sich aus dem Lügen Konsequenzen ergeben oder das Kind im Schulalter ist, sollte das nicht mehr so hingenommen werden.

Wahrheit erkennen können

Bis zu einem Alter von rund 6 Jahren finden Kinder oft nichts dabei, der Wahrheit ein bisschen nachzuhelfen und zu flunkern. Sie können es noch nicht so richtig verstehen, warum es nicht richtig ist, wenn man lügt.

Erst ab diesem Alter sind Kinder in der Lage, zwischen der Wahrheit und einer Lüge bewusst zu unterscheiden. Das heißt jedoch nicht, dass sie ab dann nicht mehr lügen, sie tun es dann nur trotzdem und wissen genau, dass es nicht richtig ist.

Sie werden dann gerne rot oder verlegen, weichen dem Blick des Erwachsenen aus oder verheddern sich in Widersprüchen. Kleine Kinder vertreten ihre Lüge ohne diese Anzeichen, denn sie sind sich ja keiner Schuld bewusst.

Schwierig wird es, wenn die Erwachsenen das Kind anlügen oder das Kind sie beim Lügen ertappt. Damit hat man natürlich als Eltern kein Argument mehr, um die eigene Lüge zu rechtfertigen und der Begriff „Notlüge“ ist auch nicht lange haltbar.

Da Kinder von der Nachahmung leben, sollten Eltern sich nicht auf eine Lüge einlassen und selbst stets bei der Wahrheit bleiben. Übrigens können Kinder Tatsachen viel besser verstehen, wenn sie altersgerecht erklärt werden.

Damit wird es für Erwachsene überflüssig, Kinder anzulügen, um sie zu schonen.

Was tun wenn Kinder gelogen haben?

Grundsätzlich sollte man ein Kind, das zugibt, gelogen zu haben, nicht strafen, sondern dafür belohnen, dass es sein Fehlverhalten zugibt. Kinder sollten dazu ermutigt werden, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es unangenehm für sie ist und sie durch eine Lüge wahrscheinlich von einer Strafe (zunächst) verschont würden.

Wenn Kinder merken, dass sie bei einer Beichte nicht automatisch eine Strafe zu befürchten haben, werden sie auch keine Notwendigkeit darin sehen, zu lügen.

Das darf natürlich nicht dazu führen, dass der Nachwuchs Narrenfreiheit genießt und getreu dem Motto: „ich kann machen, was ich will, mir passiert nichts“ handelt.

Wenn Sie mit einem Verhalten Ihres Kindes nicht einverstanden sind, sollten Sie das zum Ausdruck bringen und eventuell auch mit einer Konsequenz belegen. Eltern sollten ebenso nicht dazu übergehen, Kindern eine Falle zu stellen, um sie zu entlarven und des Lügens zu überführen.

Ebenso hilft es nicht weiter, wenn sie dem Kind eine einmal enttarnte Lüge ständig vorhalten und kein Vertrauen mehr zu ihm bekunden. Hat das Kind aufgrund dessen kein Vertrauen mehr zu seinen Eltern oder lügt es, weil es sich für etwas schämt, sollte das in einem vertraulichen Gespräch mit dem Kind geklärt werden.

Kinder sollte wissen, warum Lügen auf Dauer nur schaden und nichts nutzen und das sie auch in ihrem Alter eine gewisse Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen.

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