Heuschnupfen Symptome und Ursachen

Alle Jahre wieder – Heuschnupfenzeit

Alljährlich kehren mit den ersten Zeichen des Frühlings für Heuschnupfen-Geplagte die bekannten Beschwerden wieder: Die Nase läuft oder ist verstopft, man muss ständig niesen, die Augen tränen und der Kopf schmerzt. An Heuschnupfen – medizinisch Pollinosis – leiden von Jahr zu Jahr mehr Menschen.

Heuschnupfen
Heuschnupfen Symptome und Ursachen

Ursache hierfür sind zum einen negative Umwelteinfüsse – unsere Immunabwehr wird mit immer mehr Schadstoffen von außen konfrontiert – und zum anderen psychosoziale Belastungen und Vererbung.

Warum so empfindlich?

Und so kommt es zu Heuschnupfen, der Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber Blütenstaub: Pollen, die männlichen Keimzellen der Samenpflanzen, enthalten Eiweißstoffe, die das Abwehrsystem des Körpers mobilisieren. Es reagiert mit der Produktion von Antikörpern und der Ausschüttung eines bestimmten Hormons – des Histamins. Dieses verursacht die allergietypischen Veränderungen im Körper. Ist dieser Vorgang einmal abgelaufen, „erinnert“ sich das Immunsystem bei der nächsten Konfrontation mit dem Pollenstaub an diese Reaktion und löst sie fortan immer wieder aus.

Der Pollenflug

Die Pollen werden jedes Jahr in den sogenannten Pollensäcken der Pflanzen gebildet. Zur Blütezeit öffnen sich diese Säckchen, und die Pollen verbreiten sich durch Wind oder Insekten auf andere Pflanzen. Heuschupfenpatienten reagieren besonders auf die windverstäubten Pollen. Übersteigt der Pollengehalt in der Luft einen bestimmen Schwellenwert – in der Regel liegt er bei zehn bis zwanzig Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft – werden die allergischen Reaktionen ausgelöst.

Einzelne Pflanzen produzieren Pollen in kaum vorstellbaren Mengen. Eine einzige Birke kann beispielsweise bis zu sechs Milliarden Pollenkörner in einem Frühling ausstreuen. Bis zu 300 Kilometer weit kann der Pollenstaub verweht werden. Deshalb können auch Reaktionen auf Pflanzen auftreten, die in der näheren Umgebung des Betroffenen gar nicht wachsen.

Kleine Diagnosehilfe bei Heuschnupfen

Auch wer noch nie Probleme mit dem Pollenstaub hatte, kann an Heuschnupfen erkranken. Er tritt in jeder Altersstufe, besonders häufig aber zwischen dem achten und zwanzigsten Lebensjahr auf.

Wer im Frühjahr oder Sommer ein Kribbeln in der Nase verspürt, wird zunächst an eine beginnende Sommergrippe denken. Wie lässt sich also der alllergiebedingte Schnupfen von der gewöhnlichen Erkältung unterscheiden?

Die Heuschnupfenbeschwerden beginnen meist mit einem Jucken in Augen, Nase und Rachen, sowie einem ständigen Niesreiz und der typischen laufenden Nase. Der Kopf ist schwer und man fühlt sich abgeschlagen, jedoch tritt kein Fieber auf. In manchen Fällen – besonders in feuchten Sommern – können asthmatische Beschwerden hinzu kommen.

Bei Verdacht auf Heuschnupfen sollte genau beobachtet werden, wann und wo – zum Beispiel zu welchen Tages- und Jahreszeiten, ob im Freien oder in geschlossenen Räumen – die Symptome auftreten. Gewissheit bringt in den meisten Fällen ein Allergietest beim Hautarzt.

Vorbeugen und behandeln

Im Gegensatz zu anderen Allergikern können Heuschnupfengeplagte „ihren“ Reizstoffen nicht immer ganz aus dem Weg gehen. Trotzdem lassen sich einige vorbeugende Maßnahmen treffen:

– Lüften Sie Ihre Wohnung in der Zeit des Pollenfluges möglichst wenig, am besten an der Wind abgekehrten Seite des Hauses. Öffnen Sie die Fenster abends.

– Verlegen Sie Ihre Aufenthalte im Freien möglichst in die späten Abendstunden. Für Spaziergänge eignet sich am besten die Zeit nach einem kräftigen Regenguss.

– Waschen Sie sich abends die Haare, damit über Nacht keine Pollen in Augen und Nase dringen können.

– Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien.

– Beobachten Sie den saisonalen Pollenflug anhand der Meldungen in Presse, Radio und TV, entsprechenden Trackern im Internet oder mit Hilfe eigens konzipierter Handy-Apps. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hält hier ein nützliches Angebot bereit.

– Fragen Sie Ihren Apotheker oder Hausarzt nach vorbeugenden Medikamenten, die Sie zu Beginn der Pollenflugzeit einnehmen können.

– Gegen verstopfte Nasen und verschwollene Augen hält Ihr Apotheker cromoglicinhaltige Nasentropfen, Augentropfen und sonstige rezeptfreie Schnupfenpräparate bereit. Auch homöopathische und Naturheilmittel können Linderung verschaffen. Verwenden Sie für triefende Nasen keine Papiertaschentücher, da der darin enthaltene Papierstaub die Schleimhäute zusätzlich reizt.

Da bei Heuschnupfen die Gefahr einer zusätzlichen Asthmaerkrankung besteht, sollten Sie bei starker Belastung mit Ihrem Arzt auch über eine Desensibilisierungstherapie sprechen.

Besonders „berüchtigte“ Heuschnupfen-Auslöser sind:

  • Birke
  • Erle
  • Lieschgras
  • Haselnuss
  • Weizen

Als Faustregel gilt:

  • Baumpollen: Belastung von Ende Januar bis Mitte Mai
  • Gräserpollen: Belastung von Mitte April bis Ende August
  • Wildkräuterpollen: Belastung von Mitte Mai bis Ende August

Ein Gedanke zu „Heuschnupfen Symptome und Ursachen“

  1. Ich bin immer wieder froh, dass ich von einer Pollenallergie einigermaßen verschont bin. Ich bekomme lediglich Probleme, wenn es mal einen ganz extremen Pollenflug gibt. (Kiefern haben das alle paar Jahre) Freunde von mir sind sehr mit Heuschnupfen geplagt – nicht schön.
    LG Sabienes

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