Hausapotheke für die Gesundheit

SOS für Hausapotheke & Medizinschrank

Husten, Schnupfen, Kopfweh, Übelkeit, Allergien, Schürfwunden und Co lassen nie lange auf sich warten. Einen aus der Familie trifft es garantiert immer. Und oft hat man die gängigen Mittel wie Hustensaft oder Pflaster auch schnell zur Hand. Doch – wo verflixt war noch mal der Beipackzettel mit der Dosierung und den Nebenwirkungen? Und was gehört eigentlich alles in eine gut sortierte Hausapotheke? Und vor allem: Was gehört dort nicht hin?

Hausapotheke / Medizinschrank
Was gehört in die eigene Hausapotheke?

Falls es Ihnen ergeht wie oben, ist es Zeit, dem Medizinschrank eine Generalüberholung zu gönnen. Leeren sie ihre Hausapotheke komplett und gehen sie dann Medikament für Medikament einzeln durch.

Was ist abgelaufen? Zu welchen Medikamenten fehlen die Beipackzettel? Sind alle Säfte, Tabletten und Pulver, die wirklich oft benötigt werden, ausreichend vorhanden? Gibt es genug Pflaster und funktioniert das Fieberthermometer eigentlich noch?

Chaosbeseitigung und Generalüberholung für die Hausapotheke

  • Ausmisten! Zunächst sollten Sie alle abgelaufenen Mittel wegwerfen, selbst wenn immer wieder versichert wird, dass Kopfschmerztabletten noch ein Jahr später ohne Bedenken verwendet werden dürfen. Diese abgelaufenen Medikamente dürfen jedoch nicht mit dem Hausmüll entsorgt oder in den Abfluss geschüttet werden. Am besten gibt man sie in der Apotheke ab.
  • Vollständigkeit prüfen! Danach gehen sie die Medikamente durch, bei denen der Beipackzettel fehlt. Sind diese noch haltbar, drucken Sie sich im Internet einen neuen Zettel mit Wirkweise und Dosierung aus oder kopieren Sie einen Beipackzettel (von Freunden oder einer Apothekenhelferin).
  • Etikettieren! Grundsätzlich gilt: Jegliche Mittel, von denen Sie nicht mehr wissen, ob sie nun für Ohrenschmerzen oder Muskelzerrungen gedacht sind, gehören ebenfalls entweder entsorgt oder nachgeschlagen. Versehen Sie diese nachgeschlagenen Mittel am besten mit einem Etikett, damit Sie zukünftig wissen, mit was Sie es zu tun haben.
  • Ergänzen! Im letzten Schritt notieren Sie sich die Mittel, die Ihre Familie immer wieder benötigt und deren Flaschen und Tuben nahezu leer sind. Besorgen Sie sich einen Vorrat, damit Sie für die nächste Erkältung gewappnet sind.

Der Grundstock einer guten Hausapotheke

Eine gute Hausapotheke zeichnet sich nicht durch besonders viele Mittel und Tropfen aus, sondern dadurch, dass gängige Mittel sofort griffbereit, mit Beipackzettel und in ausreichender Menge vorhanden sind.

Neben den üblichen Medikamenten, die nicht fehlen dürfen, sollte eine Hausapotheke noch mit den der Familie eigenen Medikamenten und Salben ausgestattet werden. Hat jemand eine Allergie, dürfen solche Medikamente natürlich nicht in der Hausapotheke fehlen. Ebenso wie bei einem Bluter das gerinnungsfördernde Medikament unabdingbar ist.

Im Anschluss finden Sie eine Liste, mit den wichtigsten Mitteln einer gut sortierten Hausapotheke, die dann noch mit den speziellen Medikamenten zu ergänzen ist.

Basiselemente einer Hausapotheke

  • Pflaster in verschiedenen Größen und Formen, evtl. Allergiepflaster und Kinderpflaster sowie wasserfeste Pflaster
  • Sterile Kompressen und Mullbinden (oft ist beides in einem Verbandskasten oder einer Erste Hilfe Tasche enthalten, die es gelegentlich sogar im Supermarkt gibt.
  • Desinfektionsmittel (Jodlösung) für kleinere und größere Verletzungen wie Schürfwunden etc.
  • Hustensaft bzw. Schleimlöser für Kinder und Erwachsene
  • Nasentropfen für Kinder und Erwachsene (evtl. mit Meersalzlösung). Sie wirken abschwellend und verhindern oft eine Mittelohrentzündung.
  • Lutschtabletten gegen Halsentzündungen
  • Fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel als Zäpfchen, Saft oder Tabletten, so wie sie von den einzelnen Familienmitgliedern am liebsten eingenommen werden. Diese Mittel wirken oft auch entzündungshemmend.
  • Wundstillende Creme auf der Basis von Zink
  • Kirschkernsäckchen für die Kleinen, Wärmflasche für die Großen
  • Pinzette und Zeckenzange
  • Fieberthermometer (am besten digital)
  • Eis-Pack zum Kühlen
  • Elektrolytlösung bei Durchfällen
  • Salbe bei Muskelzerrungen
  • Mittel gegen Juckreiz und Sonnenbrand
  • Einmalhandschuhe
  • Liste mit Notfallnummern (siehe unten)

Neben diesen Mitteln empfiehlt es sich, noch spezielle Hausmittel in der Hausapotheke in petto zu haben. So hilft eine Aloe vera Pflanze bei – leichten! –Verbrennungen (einfach ein Blatt längs durchschneiden und die Brandwunde damit einreiben.

Ein Husten- und Erkältungstee lindert zusätzlich zu den allgemein üblichen Medikamenten lästige Beschwerden, während schweißtreibender Lindenblütentee bei einer Grippe Wunder wirken kann. Salbeiblätter helfen bei Heiserkeit und Pfefferminz- und Kamillentee haben sich bei Magen-Darm-Erkrankungen bewährt.

Weiterhin elementar: Eine Liste aller Notruf-Nummern, wie zum Beispiel Giftnotrufzentrale, Krankenhaus/Notfallambulanz, Kinderarzt etc., sollte an einer gut sichtbaren Stelle direkt neben dem Telefon oder im Medizinschrank bzw. in der Hausapotheke aufbewahrt werden.

Auch eine Anleitung zu Erste Hilfe Maßnahmen sollte nicht fehlen. Am besten bewahrt man diese bei den Medikamenten auf, sodass man sie im Notfall sofort zur Hand hat.

In Kinderhaushalten gilt natürlich noch etwas: Die Hausapotheke muss für Kinder unerreichbar sein!

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