Hamster als Haustier

Kinder und ihr erster Hamster

Viele Kinder freuen sich sehr darauf, endlich ihr erstes Haustier zu erhalten. Vor allem bei kleinen Kindern lassen viele Eltern zunächst Vorsicht walten und beginnen mit einem Hamster, denn diese Nagetiere stellen eine gute Möglichkeit dar, den Nachwuchs mit einem Haustier zu konfrontieren, da eine Katze oder gar ein Hund zu viel Arbeit für den jungen Nachwuchs wären.

Hamster als Haustier
Eignet sich ein Hamster als Haustier für Kinder?

Der Hamster ist ein kleines Tier, welches auch problemlos aus seinem Käfig geholt werden kann. Natürlich ist das Kuscheln mit diesen Tieren nur bedingt möglich, aber dennoch erfreuen sich die Kinder oftmals an diesem plüschigen Kameraden.

Die Voraussetzung für den Hamster als Haustier ist, dass der Nachwuchs bereits verantwortungsbewusst genug ist, um mit einem Haustier umzugehen. Zunächst gilt es, den passenden Hamster auszuwählen, denn es existieren durchaus verschiedene Arten.

Den Hamster zusammen mit dem Kind auswählen

Für das Kind kann es eine schöne Erfahrung sein, wenn es bei der Entscheidung, welcher Hamster das neue Mitglied in der Familie werden soll, mitbestimmen darf. Auf diese Weise wird der Nachwuchs in die Wahl miteinbezogen und sichergestellt, dass der Sprössling auch wirklich Interesse an dem Tier zeigt. Zunächst gilt es, zwischen Gold- und Zwerghamster zu unterscheiden. Anschließend gibt es noch einmal die Möglichkeiten, verschiedene Arten auszuwählen. Vor allem der Teddyhamster ist bei Kindern sehr beliebt und bietet durch sein kuscheliges Fell einen schönen Anblick.

Das richtige Zuhause für den ersten Hamster

Wie bei allen Haustieren ist eine artgerechte Haltung sehr wichtig. Da Hamster kleine Nagetiere sind, benötigen sie nicht so viel Platz in ihrem Käfig, wie dies beispielsweise bei einem Meerschweinchen oder Kaninchen der Fall ist. Dennoch gibt es einige Dinge, die zur artgerechten Haltung eines Hamsters dazugehören und auf jeden Fall eingehalten werden sollten.

Zunächst gilt es, einen geeigneten Käfig für den Hamster auszuwählen, denn dem Nachwuchs muss klargemacht werden, dass ein Hamster auch seinen Auslauf benötigt. Ein artgerechter Käfig sollte dem Tier also die Chance bieten, munter durch den Käfig zu streifen, ohne sich eingeengt zu fühlen. Das Kind hat zudem die Gelegenheit, den Hamster regelmäßig aus dem Käfig zu holen, um das Tier umherlaufen zu lassen.

Der Käfig für den Hamster sollte also ausreichend Platz vorweisen, sodass sich der Nager frei bewegen kann. Auch die Einrichtung des Käfigs ist sehr wichtig und so haben Kind und Eltern die Chance, das Zuhause des neuen Familienmitglieds mit verschiedenen Spielzeugen und Unterbringungen auszustatten. Der Hamster benötigt auf jeden Fall einen Ort, an den er sich zurückziehen kann. Ein kleines Haus ist daher ideal, um dem Hamster diese Rückzugsmöglichkeit zu bieten.

Damit der Hamster in der Zeit, in welcher das Kind sich nicht um ihn kümmern kann, eine Beschäftigung findet, sollten ihm die Halter diverse Spielzeuge anbieten. Ein Laufrad mag zwar eine Beschäftigung für den Hamster sein, doch weisen viele Experten darauf hin, dass diese Laufräder oftmals nicht gesund für das Nagetier sind. Anstatt den Käfig also mit einem Laufrad auszustatten, sollten andere Einrichtungsgegenstände wie ein gespanntes Seil oder ähnliche Dinge im Käfig platziert werden.

Die fehlende Bewegung kann dadurch ausgeglichen werden, dass sich der Nachwuchs jeden Tag die Zeit nimmt und den Hamster unter Aufsicht im Zimmer umherlaufen lässt. Dabei sollte das Kind darauf achten, dass dem Hamster nichts geschieht, denn in einem Haushalt lauern gerade für Hamster zahlreiche Gefahrenquellen.

Dem Kind Verantwortung für den Hamster beibringen

Die Gefahrenquellen in einem Haushalt sind für Hamster sehr zahlreich und daher muss das Kind lernen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn der Hamster aus dem Käfig geholt wird, sollten die Eltern in der ersten Zeit stets vor Ort sein, um im Notfall einschreiten zu können, denn natürlich kann ein Kind nicht auf Anhieb wissen, wie es mit dem neuen Haustier umzugehen hat.

Die Kinder müssen  zunächst lernen, dass es sich auch bei einem Hamster um ein wertvolles Lebewesen handelt, bei welchem es bestimmte Dinge zu beachten gibt. Wird es dem Hamster gestattet, frei auf dem Fußboden herumzulaufen, so sollte dies niemals ohne eine Aufsichtsperson geschehen.

Ob nun das Kind oder ein Elternteil diese Aufgabe übernimmt, der Hamster sollte im Blick behalten werden, sodass ihm nichts geschehen kann. Es ist sinnvoll, dass Kind und Eltern bereits im Voraus das Zimmer nach freiliegenden Elektrokabeln und anderen Gefahrenquellen absuchen und diese beseitigen, denn als Nagetier beißt der Hamster alles an, was er gerade vorfindet. Daher sollte mit der Neugierde des Tieres gerechnet werden. Natürlich benötigt ein Hamster auch Futter. Dies ist eine Aufgabe, die das Kind vollkommen alleine übernehmen kann, sobald es von den Eltern eingewiesen wurde, wie viel Futter der Hamster benötigt.

Die Fütterung des neuen Haustieres

Das Füttern eines Hamsters kann für ein Kind eine wundervolle Aufgabe sein, denn mit der Zeit gewöhnt sich der Hamster an die Hände und den Geruch des Kindes und lässt sich oftmals direkt aus der Hand füttern. Gerade Kinder zeigen sich davon sehr begeistert. Dem Kind sollte beigebracht werden, was der Hamster gerne frisst und was dem Tier lieber nicht angeboten werden sollte.

Um dem Kind eine Übersicht zu bieten, ist die Erstellung eines Speiseplanes sehr hilfreich. An diesem Plan kann sich der Nachwuchs orientieren und weiß, wann, wie viel und was er dem Hamster zu fressen geben darf. Da Hamster gerne ein Vorratslager in ihrem Käfig anlegen, wo sie nicht gefressenes Futter für eine spätere Zeit aufbewahren, sollte das Kind vor jeder Fütterung nachsehen, wie viel Futter der Hamster noch in seinem Lager versteckt hält, denn befindet sich dort noch ausreichend Nahrung, so ist es nicht nötig, den Futternapf des Tieres bis oben hin zu füllen.

Den Hamster zusammen mit dem Kind handzahm machen

Mit der Zeit wird sich der Hamster schnell an das Kind gewöhnen und handzahm werden. Damit dieser Vorgang ein wenig beschleunigt wird, ist es ratsam, dass sich das Kind täglich mit dem Tier beschäftigt.

Durch das Füttern mit der Hand hat der Hamster die Chance, sich den Geruch des Kindes einzuprägen. Zudem hilft die direkte Fütterung dabei, dem Tier die Angst vor Berührungen zu nehmen, wenn es erkennt, dass eine Hand nichts Böses ist. Ist der Hamster erst einmal handzahm, so können Kind und Tier schnell eine schöne Zeit gemeinsam verbringen.

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