Guarana Frucht mit Koffein

Was ist die Guarana Frucht?

Im tropischen Regenwald von Südamerika sind nachweislich unzählige Pflanzen beheimatet, denen ganz besondere Wirkstoffe und Wirkungsweisen nachgesagt werden. Hierzu gehört zum Beispiel das koffeinhaltige Guarana, das auch als brasilianischer Kakao bezeichnet wird.

Guarana
Guarana Frucht mit Koffein

Die Früchte der Guarana-Pflanze sind den Indios im Amazonasgebiet bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt, was nicht zuletzt  der stimulierenden Wirkung und dem hohen Koffein-Gehalt der Samen zuzuschreiben ist.

Seither hat sich die Guarana-Frucht auch in den westlichen Industrienationen durchgesetzt. Guarana wirkt wie ein Muntermacher, der für einen freien Kopf sorgt sowie Müdigkeit und Erschöpfung aus dem Weg räumt.

Die Lianenart Guarana trägt die botanische Bezeichnung „Paullinia cupana“ und ist im Amazonas Regenwald beheimatet. In ihrer natürlichen Form wächst die Guarana-Pflanze als Kletterpflanze an hohen Bäumen empor. Mittlerweile wird Guarana jedoch auch als Busch in Plantagen gezüchtet und aufgezogen. Die reifen Guarana-Früchte verfügen über eine rote oder gelbe Farbe und enthalten ein bis drei gespaltene, schwarze Samen. Diese werden geschält und getrocknet und werden zu Pulver zermahlen. Anschließend wird das Pulver, wie auch Kaffee, mit Wasser aufgegossen und mit Honig gesüßt.

In Deutschland und den Nachbarländern wird Guarana besonders häufig in Form von Pulver, Kapseln oder als Energydrink angeboten. Im Gegensatz zum Kaffee setzt die anregende Wirkung jedoch erst nach und nach ein, da das Koffein an Gerbstoffe gebunden ist. Somit müssen die Gerbstoffe zunächst vom Körper abgebaut werden, bevor sich das Koffein entfalten und wirken kann.

Vorteilhaft hierbei ist, dass die stimulierende Wirkung des Guarana-Koffeins bis zu sechs Stunden anhält und sich nicht so schnell abbaut wie es beim gewöhnlichen Koffein in Kaffee der Fall ist.

Geschichte der koffeinhaltigen Guarana Pflanze

Erste Aufzeichnungen über die Wirkung der Guarana Frucht existieren aus dem Jahr 1669. Ein jesuitischer Missionar beschrieb seinerzeit den Stamm der Maues-Sateres-Indios und war sehr erstaunt, dass es sich bei dem indigen Volk um das gesündeste und vitalste Volk handelte, das er je gesehen hatte. Für die Stammesmitglieder waren und sind die Guaranapflanzen bis heute heilig. In der Pflanze soll ein göttliches Wesen wohnen, weshalb Guarana auch bei spirituellen Sitzungen zum Einsatz kommt. Ebenso werden aus dem Brei der Frucht kleine Figuren und Plastiken geformt, die bei den indigenen Völkern als Heiligenfiguren dienen.

Außerdem führen sie ihre Gesundheit und Vitalität auf den regelmäßigen Genuss von Guarana zurück. Guarana soll neben seiner leistungsstärkenden Wirkung den Appetit reduzieren und für wache Sinne sorgen. Diesen Vorteil machen sich die Indios auch heute noch zu Nutze, wenn ihnen beispielsweise eine anstrengende Jagd bevorsteht, denn obwohl der Appetit reduziert wird, bleibt die körperliche und geistige Belastungsfähigkeit erhalten und das Reaktionsvermögen wird verbessert. Ebenso wird dem Guarana Samen nachgesagt, dass Kopfschmerzen, Migräne und Durchfall nach dem Genuss des stimulierenden Getränkes verschwinden.

Guarana ist viel mehr als Tabletten, Pulver und Kapseln und eine echte Alternative zu Kaffee

Heute wird das „Warana“, wie es bei den Einheimischen genannt wird, üblicher Weise zu Pulver verarbeitet, aus dem das stimulierende Getränk zubereitet wird. Ebenso findet Guarana in Brasilien eine große Anhängerschaft, wenn das Pulver zu einem limonadeähnlichen Getränk verarbeitet wird.

In den westlichen Industrienationen wurde Guarana als Naturprodukt in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt. Anfangs wurde Guarana ausschließlich als Getränk konsumiert, mittlerweile werden die pulverisierten Samen auch zu Powerriegeln, Kaugummis und Softdrinks verarbeitet. Wegen der anregenden Wirkung sind die Produkte auch bei jungen Menschen äußerst beliebt, da das Guarana keine gesundheitlichen Schäden hervorruft und als pflanzliches Genussmittel nicht wie Alkohol, Zigaretten oder Drogen zu den Rauschmitteln zählt.

Guarana Vorteile gegenüber Kaffee und Tee

Koffeinhaltige Genussmittel wie Kaffee und Tee sind nicht unbedingt gut verträglich und führen bei empfindlichen Menschen zu diversen Problemen wie beispielsweise Magenschmerzen. Als Ursache hierfür gilt, dass das Koffein bereits im Magen vom Körper aufgenommen wird.

Mit dem Koffein, das sich im pflanzlichen Guarana befindet, verhält es sich anders. Das Guarana-Koffein aus dem Pflanzensamen wird erst im Darm verarbeitet und verfügt deshalb über eine bessere Verträglichkeit.

Außerdem sind im Guarana Extrakt  verschiedene andere Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die zu einer besseren Verträglichkeit führen.

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