Gewöhnliche Wegwarte – Wildkräuter

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Gewöhnliche Wegwarte – Cichorium intybus

Synonyme: Zichorie, Faule Gretl, Wegtritt

Allgemeines: Das Korbblütengewächs (Asteraceae) kann ein,- zwei,- oder auch mehrjährig vorkommen. Die Gewöhnliche Wegwarte ist zwischen 30 und 120 cm hoch. Die stark verzweigten Stängel können entweder aufrecht oder aber auch niederliegend wachsen.

Gewöhnliche Wegwarte - Cichorium intybus
Gewöhnliche Wegwarte – Cichorium intybus

Die fiederteiligen Blätter der Pflanze haben mehr oder weniger dreieckige Segmente. Tiefblaue Blüten erscheinen in den Monaten Juli bis Oktober. Die Blüten bestehen aus mehreren Zungenblüten.

Die einzelnen Köpfchen können eine Größe zwischen 2 und 3 cm erreichen.

Wirkstoffe: Neben Inulin sind in der Gewöhnlichen Wegwarte auch Pflanzenschleim, Gerbstoffe und noch Bitterstoffe enthalten.

Verbreitung/Standort: Man findet diese Pflanzen auf allen Kontinenten. Bevorzugt gedeiht die Wegwarte auf Brachland, bebauten Gebieten, auf Schutthalden und an Weg- und Straßenrändern. Das Kraut liebt einen sonnigen Standort mit kalkhaltigen, lehmigen und trockenen Böden.

Ernte: Bereits im Juli kann mit der Ernte begonnen werden. Sie reicht dann bis in den Oktober hinein. Vor der Blüte sollten schon die Blätter gesammelt werden. Während der Ruhephase der Pflanze kann man die Wurzeln dann einfach aus der Erde ziehen. Diese müssen dann gewaschen werden. Im Anschluss schneidet man die Wurzel in Stücke.

Eine Trocknung kann entweder in der Sonne erfolgen oder auch im Backofen bei mittlerer Hitze. Aufbewahrt wird alles trocken und vor Licht geschützt.

Gesundheit: Die Gewöhnliche Wegwarte ist für ihre reinigende, harntreibende, schweißtreibende, verdauungsfördernde und beruhigende Wirkung bekannt. Beruhigend wirkt die Pflanze auf die Gallenblase und Leber.

Ein aufgebrühter Tee aus der Gemeinen Wegwarte kann Leberbeschwerden, Rheuma, Gicht und Hämorrhoiden lindern. Jedoch darf der Tee nicht von Menschen mit Gallensteinen getrunken werden, da es sonst zu schweren Koliken kommen kann.

Küche: Die frischen Blätter der Wegwarte sind reich an Mineralsalzen und Vitaminen. Allerdings ist der Geschmack etwas bitter. Verwendung finden sie roh in Salaten. Gekocht können die Blätter in Suppen und auch Gemüsebeilagen verarbeitet werden.

Die Wurzeln dieser Pflanzen kann man rösten. Sie finden dann Verwendung als Kaffee- Ersatz. Die blauen Blüten eignen sich hervorragend zur Garnierung von Speisen. Daneben können sie auch kandiert werden.

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