Gesundheit durch Sport

Gesund und munter Sport treiben – wichtige Hinweise zur sportlichen Betätigung

„Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein“, so sagte einst Bertolt Brecht. Und in der Tat hatte der selbst eher unsportliche deutsche Schriftsteller Recht mit seiner Aussage. Wer nicht auf Körper und Geist hört und es mit seiner sportlichen Ertüchtigung übertreibt, schadet seiner Gesundheit mehr, als er ihr nützt. Kein Sport, ist aber auch keine Lösung.

Gesund Sport treiben
Die richtige Herzfrequenz beim Joggen

Laut einer Langzeitstudie des sozio-ökonomischen Panels verzichten fataler Weise gerade die Menschen auf Sport, die am ehesten gesundheitlich von körperlicher Betätigung profitieren könnten. Angst vor Verletzungen und Anstrengungen sowie der schlechte Fitnesszustand schrecken viele Menschen ab – eine unberechtigte Sorge, wenn auf wichtige Grundregeln geachtet wird.

Gesundheitssport ist kein Leistungssport

Aus evolutionärer Sicht war es für den Urmenschen lebensgefährlich, unnötig Kalorien zu verbrennen. Heutzutage, da Nahrungsmittel im Überfluss vorhanden sind, stellt Unbeweglichkeit die Ursache für viele Volkskrankheiten dar. Eine simple Lösung, um seinen Gesundheitszustand verbessern zu können, ist Sport.

Gerade Sportanfänger sollten es mit ihren Zielsetzungen jedoch nicht übertreiben. Sport muss sich dem Fitnesszustand anpassen, sollte fordern, jedoch nicht überfordernd ausfallen. Im Sumpf unzähliger Fitness- und Sportmythen können sich gerade Sporteinsteiger schnell verlieren. Mit folgenden Grundregeln ist Sport nicht nur gesund, sondern macht auch richtig Spaß.

  1. Eine Zielsetzung ist selbst für Amateursportler wichtig, auch um die eigene Entwicklung nachvollziehen zu können. Mit kleinen Etappenzielen wie 1.000 Meter Schwimmen oder 3 Kilometer Laufen können bereits kleinere Erfolge gefeiert werden.
  2. Sport muss in den Alltag passen. Damit Bewegung als Ausgleich ihren Platz findet und nicht zur Belastung wird, sollte er am besten am Wochenende oder lange vor der Arbeit ausgeführt werden. Die höchste Leitungsfähigkeit erreicht der Mensch laut Biorhythmus übrigens zwischen 10 und 12 sowie 17 und 20 Uhr.
  3. Aus körperlicher Sicht sollten gerade ältere Menschen auf physische Warnsignale achten. Dies meint insbesondere die Herzfrequenz, die altersabhängig nicht überschritten werden sollte.
Herzfrequenzen nach Alter und Geschlecht
Übersicht über maximale und optimale Herzfrequenzen

Pulsmesser gehören beim Ausdauertraining daher zur Standardausrüstung. Wer Muskelkater oder Stress verspürt, sollte Pausieren. Dies sind eindeutige Zeichen für eine Überbeanspruchung des Körpers. Je nach Intensität kann eine Erholungspause zwischen zwei und vier Tagen gerechtfertigt sein.

  1. Ausreichend Essen und Trinken ist ebenso wichtig. Während des Sports sollte grundsätzlich viel getrunken werden. Bei Durst ist es bereits zu spät, da zu diesem Zeitpunkt bereits ein bis zwei Liter Wasser im Körper fehlen. Gegessen sollten vor dem Sport am besten kohlenhydratreiche Mahlzeiten. Sie liefern ausreichend Energie. Allerdings niemals auf vollen Magen trainieren. Die letzte Mahlzeit wird mindestens zwei Stunden vor dem Sport angesetzt.

Sport macht gesund und glücklich – bei richtiger Ernährung

Formen der Adipositas führen unweigerlich zu Krankheiten wie Diabetes oder Arterienverengungen und können auf Dauer lebensbedrohlich sein, bestätigt auch das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin. Allerdings ist Bewegung nicht der einzige Trumpf des Menschen gegen die Versuchungen der Industriewelt. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung geht mit sportlicher Ertüchtigung Hand in Hand.

Wer sich nicht richtig ernährt oder ein geschwächtes Immunsystem aufweist, kann seinem Körper durch Sport mehr schaden als nützen. Hohe Anstrengungen lassen den Organismus freie Radikale produzieren. Dieser oxidative Stress ist Ursache vieler Erkrankungserscheinungen.

Antioxidantien heißen die Lösung, die den freien Radikalen den Kampf ansagen und vor allem in frischem Obst und Gemüse zu finden sind. Vitamine und Mineralien sowie sekundäre Pflanzenstoffe sind die Garanten, damit Sport die Muskeln, Knochen, Organe und auch den Geist fit hält.

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