Aufklärung – Geschlechtsorgane Sexualität

Aufklärung in Kurzform – der weibliche & männliche Körper

Die Brüste

Die Form und Größe der Brüste sind im Allgemeinen vererbt und sehen von Frau zu Frau unterschiedlich aus. Einige Tage vor der Menstruation können die Brüste anschwellen und empfindlicher werden. In der Schwangerschaft vergrößern sich die Brüste. Die Drüsenbläschen bereiten sich darauf vor, nach der Geburt Milch zu produzieren. Diese gelangt über die Milchgänge zur Brustwarze.

Nackte Frau auf dem Bette
Frauenkörper

Die äußeren Geschlechtsorgane

– Die großen Schamlippen (Labia majora): Die großen Schamlippen sind an der Außenseite behaart und enthalten Fettgewebe sowie Talg- und Schweißdrüsen. Sie liegen schützend vor den anderen Geschlechtsorganen.

– Die kleinen Schamlippen (Labia minora): Zwischen den großen Schamlippen liegen die unbehaarten kleinen Schamlippen. Spreizt man sie auseinander, wird der Scheidenvorhof sichtbar. Links und rechts des Scheideneingangs befinden sich die Bartholin-Drüsen, deren Sekret den Scheideneingang befeuchtet. Bei sexueller Erregung sondern sie eine gleitfähige Flüssigkeit ab.

– Der Kitzler (Klitoris):Die kleinen Schamlippen laufen vorne zu einer Art „Kapuze“ zusammen, unter der sich der Kitzler, auch Klitoris genannt, befindet. Die Klitoris ist sehr empfindsam und schwillt bei sexueller Erregung an. Sie wird auch als das Lustorgan der Frau bezeichnet.

Die inneren Geschlechtsorgane

– Die Scheide (Vagina):Die Scheide ist eine 10 bis 12 cm lange, sehr elastisch-muskulöse Röhre. Die Wände der Scheide liegen dicht beieinander, können sich jedoch stark dehnen. In das hintere Ende der Scheide ragt der Gebärmutterhals mit dem Muttermund hinein. In der Scheide befinden sich milchsäurebildende Bakterien. Diese Bakterien sind wichtig zum Schutz der Fortpflanzungsorgane vor Entzündungen.

– Die Gebärmutter (Uterus): Die Gebärmutter ist ein muskuläres Organ von 8 bis 10 cm Größe. Der Form nach ähnelt sie einer Birne. Die Gebärmutter besteht aus dem Körper mit der Gebärmutterhöhle und dem Gebärmutterhals (Zervix) mit dem Muttermund (Portio). Der Muttermund verbindet die Gebärmutterhöhle mit der Scheide. Am anderen Ende der Gebärmutter münden die Eileiter in die Gebärmutterhöhle ein. Über Bänder ist die Gebärmutter im Becken befestigt. Dadurch bleibt sie beweglich und kann sich ausdehnen. Bei sexueller Erregung und bei der Menstruation ziehen sich die Muskeln zusammen. Die Gebärmutterhöhle ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, in die sich der Embryo einnisten kann.

– Die Eierstöcke (Ovarien): Die Eierstöcke sind zwei etwa walnussgroße Drüsen, die rechts und links von der Gebärmutter liegen. In beiden Eierstöcken befinden sich von Geburt an rund eine Million unreifer Eizellen. Von diesem Vorrat reift in den fruchtbaren Jahren der Frau – in einem der beiden Eierstöcke – monatlich eine Eizelle in einem Follikel heran. Beim Eisprung wird die Eizelle an den Eileiter abgegeben. Eine Eizelle ist etwa 0,15 mm groß und enthält das mütterliche Erbmaterial. In
den Eierstöcken werden Hormone gebildet, die zyklische Veränderungen in den Geschlechtsorganen bewirken.

– Die Eileiter (Tuben): Die beiden etwa 12 cm langen Eileiter verbinden die Gebärmutter mit den Eierstöcken. Von ihrem Aussehen her ähneln sie zwei Trompeten, das heißt sie verlaufen röhrenförmig und enden an den Eierstöcken trichterförmig. Beim Eisprung legt sich der Trichter an den Eierstock an, um die Eizelle aufzunehmen und in den Eileiter weiterzuleiten. Im Eileiter treffen Eizelle und Samenzelle aufeinander – hier findet also die Befruchtung statt. Durch Muskelbewegungen und Sogwirkungen wird die befruchtete Eizelle in Richtung Gebärmutterhöhle transportiert.

Die männlichen Geschlechtsorgane & der männliche Körper

– Das Glied (Penis): Der Penis besteht aus dem Schaft mit den beiden Erektionsschwellkörpern und dem Harnröhrenschwellkörper. Das Ende des Harnröhrenschwellkörpers verdickt sich zur Eichel. Die Eichel ist von der Vorhaut bedeckt – bei beschnittenen Männern ist die Eichel teilweise oder vollständig sichtbar. Im Normalzustand ist der Penis weich. Bei einer Erektion fließt vermehrt Blut in die Schwellkörper. Der Penis richtet sich auf, wird größer und härter. Sowohl das sexuelle Lustempfinden als auch die männliche Zeugungsfähigkeit sind unabhängig von der Größe des Penis.

Nackter Mann
Mann in Unterwäsche auf dem Bett

– Die Harnröhre (Urethra): Die Harnröhre verläuft im Harnröhrenschwellkörper des Penis und mündet etwa in der Mitte der Eichel. Sowohl Urin als auch Samenflüssigkeit gelangen über die Harnröhre nach außen. Bei sexueller Erregung schließt ein Ventil die Verbindung zur Blase, so dass kein Urin austreten kann.

– Der Hodensack (Skrotum): Der Hodensack umhüllt die beiden Hoden. Er befindet sich außerhalb des Körpers, da die Samenzellen eine etwas geringere Temperatur benötigen als die normale Körpertemperatur. Bei Kälte ziehen sich Muskeln im Hodensack zusammen und rücken so die
Hoden enger an den Körper heran.

– Die Hoden (Testes): Die Hoden des Mannes sind für die Sexualität und für die Fruchtbarkeit wichtige Organe. Sie bestehen aus zwei etwa pflaumengroßen Drüsen, die der Hodensack einhüllt. Feine Samenkanälchen durchziehen das Innere der Hoden. Hier bilden sich die
Samenzellen. Zwischen den Samenkanälchen befindet sich Bindegewebe mit den Hodenzwischenzellen. Dort wird das Sexualhormon Testosteron, das „Männlichkeitshormon“, produziert. Es bewirkt die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale und wird für die Samenbildung gebraucht.

– Die Nebenhoden (Epididymis): Die beiden Nebenhoden befinden sich an der Rückseite der Hoden und bestehen aus einem vielfach gewundenen Kanal. Die Samenzellen gelangen aus den Hoden in die Nebenhoden, wo sie weiter ausreifen und aufbewahrt werden.

– Die Samenleiter (Ductus deferens): Die beiden Samenleiter, etwa 50 cm lange Röhren, dienen dem Transport der Spermien beim Samenerguss. Sie setzen an den Nebenhoden an, nehmen die Mündung der Bläschendrüsen auf, verlaufen weiter durch die Prostata und münden schließlich in die Harnröhre. Bei einem Samenerguss wird die Samenflüssigkeit durch die Samenleiter in die Harnröhre geschleudert.

– Die Bläschendrüsen (Glandulae vesiculosae): Die beiden etwa 10 cm großen Bläschendrüsen, auch Samenbläschen genannt, liegen auf der Rückseite der Harnblase und grenzen an den Mastdarm. Sie produzieren eine fruchtzuckerhaltige Flüssigkeit, die sich dem Samenerguss beimischt. Die Flüssigkeit aus den Bläschendrüsen ist für die Beweglichkeit der Samenzellen wichtig und liefert ihnen Energie.

– Die Vorsteherdrüse (Prostata): Die Vorsteherdrüse ist ein fester runder Körper von der Größe einer Walnuss. Sie liegt direkt unter der Harnblase. In der Vorsteherdrüse befinden sich ungefähr 50 kleine Drüsen, die ein Sekret ausscheiden. Dieses Sekret macht den überwiegenden Teil der Samenflüssigkeit aus. Seine Bestandteile fördern die Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen.

– Die Cowper-Drüsen: Die beiden erbsengroßen Drüsen liegen in der Beckenbodenmuskulatur unterhalb der Vorsteherdrüse (Prostata). Sie sondern bei sexueller Erregung ein Sekret ab, das die in der Harnröhre enthaltene Säure neutralisiert und die Eichel befeuchtet.

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