Gene oder gute Kinderstube, wie viel macht Kindererziehung aus?

Kindererziehung ist ein heikles Thema. Umstritten ist die Frage nach dem Anteil der Gene am späteren Gebärden und dem Charakter eines Kindes schon, seit es die Entdeckung der Gene überhaupt gibt.

Jetzt wollen Studien beweisen, dass Gene bei der Kindererziehung sehr viel mehr ausmachen, als bislang nur angenommen. Die Fünfzig-fünfzig-Regel (Umwelt-Gene) sei überholt, sprich Kindererziehung eigentlich weniger effektiv als gedacht.

Kindererziehung – alle Macht den Genen

Gute Erziehung
Gutes Benehmen – eine Sache der Gene?

Als Eltern von mehreren Kindern kommt man natürlich ins Nachdenken. Habe ich meine Kinder jedes für sich anders erzogen, wo sie doch so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht?

Habe ich sie nicht ständig ermutigt – wieso ist der Große trotzdem so schüchtern und die Kleine ein regelrechter Springinsfeld?

Wieso wirft der Kleinste mit Bauklötzen nach der Schwester, während diese völlig gelassen bleibt? Alles Gene, sagt die Forschung.

Kindererziehung – Gene setzen Grenzen

Tatsache ist, dass wir unsere Gene nicht verleugnen können. Ein eher ängstliches Kind wird vorsichtig bleiben und später sicher nicht mit Freunden Klippenspringen in Australien gehen. Ein Wüterich wird niemals während eines Streits locker bleiben. Kindererziehung muss hier den genetischen Rahmen beachten.

Kindererziehung kann ein Kind nicht komplett verändern, sondern muss den Charakter, den es mitgebracht hat, in rechte Bahnen lenken, die wir als sozialverträglich beschreiben würden. Die Gene allerdings legen den Rahmen fest, aus diesem kann ein Mensch nicht hinaus.

Das Gen, welches für impulsive Aggression zuständig ist, wird übrigens in der Forschung MAO-A-Gen genannt – allerdings macht das Gen alleine einen Menschen nicht anfälliger dazu, gewalttätig zu werden.

Fakt: Kindererziehung bleibt ein heikles Thema, bei dem Eltern von wohlerzogenen ruhigen Kindern doch gerne mal die Biologie verleugnen, während die anderen den Genen alle Macht zusprechen.

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