Gartentipps für die Praxis

So bringt man Gartenmöbel aus Holz über den Winter

Wer seine Gartenmöbel möglichst unbeschadet über den Winter bringen will, sollte ein paar Dinge tun, um sie gut für die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Generell: Holz liebt es trocken und nicht zu warm

Wohin mit den Gartenmöbein im Winter
So hat man nicht lange Freude an seinen Gartenmöbeln © WoGi – Fotolia.com

Gartenmöbel lagert man am besten so, dass erst gar keine Feuchtigkeit oder Nässe an sie kommt. Selbst das härteste Holz zieht Feuchtigkeit und Wasser an, quillt auf und kann reißen oder faulen. Selbst eine Lackierung bietet hier keinen vollständigen Schutz.

Daher ist es ratsam, auf einen trockenen Stell- und Lagerplatz zu achten. Egal, ob Keller oder Garage, Holz „atmet“ und braucht daher Frischluft. Eine zu warme Lagerung kann dazu führen, dass das Holz austrocknet, bricht oder reißt.

Sollten die Gartenmöbel bisher draußen gestanden haben und dabei gegebenenfalls auch schon einmal nass geworden sein, gibt man dem Holz vor dem Einlagern am besten ein wenig Zeit komplett auszutrocknen, indem man die Gartenmöbel an einen trockenen, mäßig warmen Platz bringt und dort einige Tage oder auch Wochen stehen lässt.

Ölen oder lasieren?

Jedes Gartenmöbel aus hartem Holz freut sich über eine Behandlung mit einem Holzöl oder einer Holzschutzlasur. Hierbei gilt: Bei harten Hölzern ist oft eher Öl das Mittel der Wahl. Das Holz dunkelt nach und die jeweilige Maserung kommt über die Jahre besser zum Vorschein, die Behandlung hat also neben dem schützenden auch noch einen durchaus dekorativen Effekt.

Eine Holzschutzlasur bewirkt im Grunde das Gleiche wie eine Behandlung mit Öl. Meist ist sie jedoch zusätzlich mit einem Mittel gegen Schädlinge oder Fäulnisparasiten versetzt, das dem Holz – nicht nur über die Zeit der Lagerung – zusätzlichen Schutz gibt.

Bei Gartenmöbeln aus weichem Holz wie Kiefer oder Fichte oder der Wahl eines Holzes, das bekannt dafür ist, von Parasiten befallen zu werden, kann eine Lasur zusätzliche Sicherheit bringen. Allerdings ist die Lasur meist chemisch hergestellt. Wer sehr auf natürlich biologische Stoffe achtet, sollte Öl vorziehen oder eine umweltfreundliche Bio-Holzlasur vom qualifizieten Fachhändler verwenden.

Schutzhüllen und Spanngurte gegen Wind und Wetter

Wenn keine Möglichkeit besteht, die Gartenmöbel über den Winter nach drinnen zu verbringen, ist mit ein wenig Vorbereitung dennoch eine schützende Überwinterung möglich. Dazu gibt es Schutzhüllen, die die Gartenmöbel wasserdicht verkleiden, so dass diese durchaus auch Schnee und Regen sicher überstehen können.

Spanngurte verhindern, dass der Wind unter die Schutzhüllen schlägt und Wasser eindringt. Derart befestigte Möbel sind ebenfalls gegen ein Verkratzen gesichert, das eine Folge sein könnte, wenn die Möbel sich gegeneinander bewegen, beispielsweise bei Sturm. Eine frostgeschützte Aufbewahrung wird dennoch angeraten, Holz enthält immer einen gewissen Anteil Feuchtigkeit, die das Holz bei Frost „sprengen“ könnte.

Fazit

Gartenmöbel aus Holz brauchen für die Überwinterung ein wenig vorbereitende Pflege, dann sind sie auch im nächsten Sommer noch so gut wie neu – und das für viele Jahre.

Ein Gedanke zu „Gartentipps für die Praxis“

  1. Auf der Suche, nach einer passenden Überwinterungsmöglichkeit für meine Holzmöbel, bin ich auf Ihren Artikel gestoßen. Wie gut das ich einen passenden Keller habe. Ich bedanke mich herzlich für diesen Artikel und bin gespannt, wie meine Holzmöbel den Winter überstehen werden. Ich habe sie diesen Sommer neugekauft und daher noch keine Erfahrung, bezüglich der Überwinterung.

    LG Alex

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