Gartenhaus für den eigenen Garten

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Gartenhaus Ratgeber

Ein Gartenhaus kann eine Vielzahl von Zwecken erfüllen. Ein Gartenhaus kann eine Ruhe-Oase, ein Geräteschuppen, ein Atelier oder auch ein Möglichkeit zur Übernachtung sein. Was den Bezug eines Gartenhauses anbelangt, so gibt es hier zwei Möglichkeit.

Gartenhaus im eigenen Garten
Gartenhaus Ratgeber – von Baugenehmigung bis Dachform

Man wählt aus dem sehr umfangreichen Angebot der Komplettbausätze den richtigen Satz für sich aus oder man stelle sich ein solches Gartenhaus selbst zusammen.

Die Planung vom Gartenhaus

Wenn der heimische Garten den Platz dafür hergibt, kann es mit der Planung für das Gartenhaus beginnen. Wichtig neben der Größe des Gartenhauses sind zusätzlich noch die am Ort vorhandenen Baubestimmungen. In jedem Bundesland wird das Baurecht sehr unterschiedlich gehandhabt.

Bei ganz kleinen Gartenhäusern ist häufig keine Genehmigung erforderlich. Wenn man jedoch den Grundstücksgrenzen näher kommt, ist die sogenannte „Grenzabstandregelung“ zu beachten. Hier sollte man sich an das jeweilige Bauverwaltungsamt seines Ortes, in dem das Gerätehaus entstehen soll, wenden. Dort bekommt man dann auch die ortsspezifischen Angaben und Auskünfte.

Wenn dann die Bürokratie überwunden ist, sollte mich sich mit den genaueren Aussehen des Gartenhauses näher befassen. Hierzu gehören gut gebaute Hölzer , ein vernünftiges Fundament und ein solides Dach.

Das zu verwendende Holz

Sowohl ein Blockbohlengartenhaus als auch ein Elementbaugartenhaus ist aus Holz hergestellt. Der Unterschied liegt jedoch in den Detail-Ausführungen.

Blockbohlengartenhäuser bestehen aus vierkantigen und großen runden Holzstämmen und dadurch haben solche Gartenhäuser eine natürliche und auch ansprechende Optik. Diese Gartenhäuser sind aus massiven Holzstämmen gefertigt und haben dadurch eine sehr lange Lebensdauer und sind sehr stabil und massiv.

Aufgrund der dort vorhandenen großformatigen Holzbohlen sind sie leicht aufzubauen. Zusätzlich können diese Gartenhäuser individuell mit Türen und Fenstern und einer Terrasse ausgestattet werden. Im Innenbereich gibt es eine natürliche Klimatisierung. Dies wirkt sich aus positiv auf den Energieverbrauch aus.

Bei den Elementbaugartenhäusern besteht das Haus aus massivem Holz. Hier kann man das Haus nach seinen eigenen individuellen Vorstellungen , was Größe und Ausstattung anbelangt, aussuchen.

Das Fundament

Wichtig für jedes Gartenhaus ist das Fundament. Auch hier gibt es zwei verschiedenen Varianten.

Fundamentplatten

Hierbei wird der Grundriss ca. 30 cm tief ausgehoben und dieser wird dann mit Kies, PE-Folie, Beton und dann noch mit Q-Matten gefüllt. Wenn dann diese Materialien fest getrocknet sind, bildet die daraus entstandene Platte ein festes Fundament.

Streifenfundament

Hier wird an dem Platz, wo die Außenwände stehen oder auch die tragenden Wände zukünftig vorhanden sein sollen, ein 80 cm tiefer und ca. 30 cm breiter Graben ausgehoben und dieser wird dann mit Beton gefüllt. Eine zusätzliche Schalung sichert bei einem lockeren Boden-Untergrund die Stabilität zusätzlich ab.

Um eine besondere Stabilität zu erhalten, kann man auch beide Varianten miteinander kombinieren.

Wenn man sich dann für eine Ausführung entschieden hat, kann man das Gartenhaus aus Holz aufsetzen. Zwischen Fundament und Boden sollte man als sog. Sperrschicht entweder Dachpappe oder Verpackungsfolie unterlegen.

Das Dach vom Gartenhaus

Bei den Dächern stehen unterschiedliche Ausführungen, wie Satteldach, Flachdach, Pultdach oder ein Runddach zur Auswahl.

Satteldach

Diese Version kommt bei Gartenhäusern am häufigsten vor. Das Satteldach ist aus zwei Dachflächen zusammengesetzt. Der verwendete Winkel von der Seite, das auf dem Haus aufliegt, legt die Höhe des Daches sowie den Belag fest. Wenn man sich beispielsweise für Bitumenschindeln und nicht für Dachpappe als Abdeckung entscheidet, liegt hier die Neigung des Daches bei ungefähr 25 Prozent.

Flachdach

Flachdächer werden häufig bei kleineren Gartenhäusern eingesetzt. Hier darf die Neigung 7 Grad nicht überschreiten, sonst gilt das Dach nicht mehr als Flachdach . Wenn es zu größeren Schneefällen kommt, ist darauf zu achten, dass das Dach vom Schnee befreit wird.

Pultdach

Pultdächer sind leicht geneigt aufgesetzt. Häufig werden diese zur „Wetterseite“ ausgerichtet. Auch hier sollte man im Winter größere Schneelasten wegräumen.

Runddach

Hierbei handelt es sich um die wohl „ältestes Dachform. Hier ist das Dach, wie eine halb liegende Tonne , gewölbt. Durch die runde Form trägt das Dach auch zu Statik des Hauses bei und kann mit Metall oder den klassischen Abdichtungen abgedeckt sein.

Zusätzlich spielt die Wahl des Belages hier noch eine wichtige Rolle. Manche Beläge sind nur für bestimmte Dachformen zu verwenden. Der Belag entscheidet auch mit über die Optik des Gartenhauses.

Die Pflege

Damit das Holz nicht fault, sollte das Gartenhaus nach dem Aufbau entweder mit einer Holzlasur oder einem Lack gestrichen werden. Statt einer Lasur oder Lack kann auch ein einfaches Holzöl für den nötigen Schutz sorgen.

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