Fuchsie – Balkon- & Kübelpflanzen

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Fuchsie – Fuchsia

Dieser herrliche sommergrüne Strauch gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Die Fuchsie hat ihre Heimat in Süd- und Mittelamerika und Neuseeland. Zur Jahrhundertwende waren über 900 Fuchsienzüchtungen bekannt.

Fuchsia
Fuchsie – Fuchsia

Schätzungsweise gibt es heute bis zu 9.000 Hybriden. Erste Züchtungen begannen bereits um 1839.

Die Fuchsie gehört zu den beliebtesten Sommerblumen.

Wuchs: Fuchsien können einen aufrechten und buschigen Wuchs haben oder mit überhängenden Trieben. Aufgrund dessen kann man die Pflanzen in stehende und hängende Fuchsien unterteilen. Sie können leicht eine Höhe zwischen 0,5 und 2 m erreichen.

Die Pflanzen bilden zahlreiche Blüten. Diese erscheinen in den Monaten Mai bis Oktober. Die trichterartigen Glöckchen stehen in Trauben oder Rispen zusammen. Je nach Sorte können die Blüten eine Größe zwischen 3 und 5 cm bis hin zu 15 cm erreichen. Die Blütenfarben variieren von Rot über Rosa, Weiß bis Blauviolett. Oft sind sie zweifarbig.

Standort: Ab Mitte Mai können die Fuchsien ihren Platz im Freien beziehen. Sie lieben einen hellen, halbschattigen bis schattigen Standort.

Hellere Fuchsien sind sonnenempfindlich. Sie bevorzugen eher einen halbschattigen Platz. Dunklere Sorten vertragen etwas mehr Licht, aber auch keine pralle Mittagssonne.

Es gibt einige Züchtungen, welche auch in der Sonne prächtig blühen. Dazu gehören u.a. die Triphylla- Hybriden und die Traubenfuchsien.

Pflege: Während der Sommermonate benötigen alle Fuchsien viel Wasser und sie lieben feuchtwarme Luft. Die Erde darf nicht austrocknen. Bei Wassermangel fallen dann die Blüten schnell ab und die Blätter hängen schlaff herab. Wichtig ist, dass an heißen und windigen Sommertagen die Pflanzen mehrmals täglich gegossen werden. Allerdings darf aber kein „Übergießen“ erfolgen.

Auf Staunässe reagieren Fuchsien empfindlich. Bis August muss eine wöchentliche Düngung erfolgen. Verblühte und verwelkte Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Sich bildende Samenkapseln dürfen nicht zur Reife kommen. Sie müssen ausgeputzt werden. Dann steht einem reichen Blütenflor während des ganzen Sommers nichts Wege.

Vor den ersten Nachtfrösten im Herbst sollten die Fuchsien ins Haus umziehen. Dazu werden die noch blühenden Fuchsien auf ein Drittel zurückgeschnitten. Das Winterquartier muss hell und luftig sein. Eine Temperatur zwischen 6 bis 8 °C ist ideal. Notfalls können Fuchsien auch etwas dunkler stehen, dann aber auch kühler. Während der Wintermonate wird nur vorsichtig und sparsam gegossen.

Im Februar/März werden die Triebe dann noch einmal um ein Drittel gekürzt. Kräftige Vorjahrestriebe werden dabei auf 1 bis 3 Knospen zurückgeschnitten. Nun werden die Fuchsien wieder etwas wärmer gestellt und feuchter gehalten.

Sobald der neue Durchtrieb sichtbar ist, kann umgetopft werden. Verwendung können lockere, humose Erdmischungen aus Garten- oder Komposterde und Torf zu gleichen Teilen oder auch Einheitserde finden.

Es können Blattläuse, die Weiße Fliege und die Rote Spinne vorkommen.

Vermehrung: Fuchsien können leicht durch Stecklinge im Frühjahr oder Spätsommer vermehrt werden. Die Stecklinge kürzt man dann auf drei Blattpaare und kappt die Blätter. In einem feuchten Torf-Sand-Gemisch unter Glas bewurzeln sie bei einer Bodentemperatur zwischen 15 und 20 °C recht problemlos. Junge Pflanzen sollten mehrmals entspitzt werden.

Verwendung: Fuchsien können leicht zu Büschen und Pyramiden geformt werden. Besonders reizvoll sehen gezogene Hochstämmchen aus. Niedrige Sorten und Hängefuchsien eignen sich sehr gut für Balkonkästen oder Ampeln.

Größere und ältere Exemplare werden als Kübelpflanzen gehalten.

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