Internationaler Frauentag am 8. März

Internationaler Frauentag: Geschichte und Bedeutung

Einmal im Jahr, jeweils am 8. März, stehen am Frauentag in zahlreichen Ländern der Welt die Belange der Frauen im Fokus. Aber es geht um wesentlich mehr aus um Schlagworte wie Frauenpower.

Weltfrauentag
Weltfrauentag – Hintergründe und geschichtliche Entwicklung

Am Weltfrauentag – auch Frauenkampftag, Frauentag – verschenken wir Blumen (vor allem Rosen) und kleine Präsente an Mütter, Partnerinnen, Nachbarinnen oder Kolleginnen, um ihnen einmal Danke zu sagen: Danke, weil sie stets ein offenes Ohr für die eigenen Probleme haben; danke, weil sie sich für eine gute Sache einsetzen und immer da sind, wenn man sie braucht.

In erster Linie soll der Internationale Frauentag aber daran erinnern, dass Frauen selbst im 21. Jahrhundert noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt werden. Ungleiche Löhne, eingeschränkte Rechte, fehlende Bildung oder Arbeitsverbot (je nach Land) sind nur einige davon.

Die Initiatorin des Weltfrauentags: Clara Zetkin

Im Jahr 1910 setzten sich Clara Zetkin und Käte Duncker, beide deutsche Sozialistinnen, bei der 2. Internationalen Sozialistischen Konferenz für die Einführung eines internationalen Frauentages ein, nachdem der erste Frauentag im Jahr 1909 in den USA ein großer Erfolg war. Vor allem Clara Zetkin wollte eine Chancengleichheit und Gleichberechtigung der Frauen im Arbeitsleben sowie ein flächendeckendes Wahl- und Stimmrecht erreichen. Der Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ sagte sie damals, es seien „keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“. Der erste Weltfrauentag wurde dann im Jahr 1911 ins Leben gerufen. In den Ländern Deutschland, Österreich-Ungarn, der Schweiz und Dänemark wurde er am 19. März 1911 mit deutlichem Erfolg erstmals begangen.

1914 bis 1918: Der Frauentag als Zeichen gegen Gewalt und Krieg

In dieser Zeit, sowie auch in den 40er Jahren, richtete sich der Fokus des Internationalen Frauentages auf Proteste gegen Gewalt und Krieg. Aber auch Forderungen wie ausreichender Kinder- und Mutterschutz, ein 8-stündiger Arbeitstag sowie gleiches Gehalt für gleiche Arbeit kamen in den nachfolgenden Jahren hinzu. Ab 1933 wurden während der Nazi-Herrschaft Frauenproteste verboten. Der Muttertag gewann an Wichtigkeit, die Rolle der Mütter wurde hochgelobt.

1921: Der 8. März wird zum Gedenktag

Der 8. März als Gedenktag wurde im Jahr 1921 einführt, um insbesondere an die Streiks der Textilarbeiterinnen aus den Jahren 1857 (New York), 1908 (New York, Cotton-Fabrik, 129 Frauen kamen bei einem Brand ums Leben) sowie 1917 (St. Petersburg, Auslöser für die Februar-Revolution in Russland) zu erinnern. Obgleich sich die Bedeutung des Tages im Laufe der Zeit verändert hat, gilt er seit 1977 offiziell als UN-Gedenktag. Jahr für Jahr werden seither andere Themen bezüglich der Gleichberechtigung angesprochen, wie zum Beispiel eine „bessere Bildung für Frauen“.

Die 60er/70er Jahre bis heute: Stichwort Chancengleichheit

Heute setzen zahlreiche humanitäre und politische Organisationen Zeichen für den Respekt für jedes Mädchen und jede Frau und für die Gleichberechtigung. Vielerorts werden Vorträge und Feierlichkeiten sowie Demonstrationen für Frauenrechte abgehalten. Der Internationale Frauentag ist mittlerweile in 25 Ländern ein gesetzlicher Feiertag. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Erst in den 60er und 70er Jahren lebte der Weltfrauentag durch eine feministische Bewegung neu auf. Frauen gingen auf die Straße und demonstrierten gegen Gewalt und für die Gleichberechtigung in der Politik und auf dem Arbeitsmarkt.

Im Jahr 1994 fand der „Frauen-Streik-Tag“ im Rahmen des deutschen Weltfrauentages statt. Über eine Millionen Frauen versammelten sich auf den Straßen und demonstrierten gegen Diskriminierung. Mehr denn je steht der Tag wieder symbolisch für den Kampf der Frauen in der ganzen Welt um ihre Rechte und würdigt gleichermaßen das Engagement gegen Gewalt, Krieg und Diskriminierung.

Im 21. Jahrhundert nimmt die „Chancengleichheit“ nach wie vor eine wichtige Rolle ein. Noch immer gilt es, die vorhandenen Entgelt-Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren. Jahr für Jahr finden in vielen Städten anlässlich des Internationalen Frauentages Veranstaltungen statt.

Ein Gedanke zu „Internationaler Frauentag am 8. März“

  1. Als Frau, glaube ich, es ist wichtig, dass mehr Länder diesen Tag erkennen. Frauen sind durch einen langen Kampf gegangen, um gleich behandelt zu werden. Wenn man darüber nachdenkt, dass Frauen wählen dürfen, ist das ein Ereignis das nicht einmal 100 Jahre alt ist. Ungleiches Recht ist immer noch ein Problem dem wir gegenüberstehen. Ich bin mir sicher dass wir weiter kämpfen werden, bis wir gleiche Anerkennung erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.