Frauen und Schuhe – Mythos und Hintergründe

Schuhtick bei Frauen

Zumeist haben Frauen viel mehr Schuhe als Männer, doch warum werden diese teilweise lange im Schrank ungetragen belassen ohne sie zu tragen? So wurde in einer Online-Umfrage herausgefunden, dass Frauen durchschnittlich doppelt so viele Paare Schuhe besitzen wie Männer. In Frauen-Schuhschränken befinden sich, laut der Umfrage um die 17 Paar Schuhe, bei den Männern sind es lediglich um die 8 Paar.

Mythos Schuhe - Frauen und ihr Schuh_Tick
Frauen und Schuhe

Doch warum ist das so? Ist der Grund, weil Frauen lieber shoppen gehen? Sicherlich ist dies auch ein Grund für den enormen Unterschied, aber laut Psychologen ist da eine ganz andere Ursache verborgen.

Warum haben viele Frauen einen Schuhtick?

Nicht nur die Menge der Schuhe der Frauen fällt bei der Umfrage auf, sondern auch die Tatsache, dass viele Schuhe gar nicht getragen werden. Frauen gehen bekanntlich gerne Shoppen, und gerade wenn sie sich verändern wollen oder gerade Probleme haben, ist der erste Gang häufig in das Einkaufzentrum.

Durch den Kauf neuer Schuhe können sie ihren Träumen und Gefühlen Ausdruck verleihen. Vergleichbar ist dies mit der Veränderung der Frisur, was ebenfalls oft von Frauen gemacht wird, wenn sie sich verändern wollen.

Die Tatsache, dass sie häufig Schuhe kaufen, diese aber nicht Tragen, ist für einen Mann schwer zu verstehen. Denn diese scheuen eher das Shoppen und lassen ihre Gefühle und Emotionen an anderen Gelegenheiten heraus, zum Beispiel beim Sport oder einer Flasche Bier beim Fußball gucken mit den Kumpels.

Warum werden die gekauften Schuhe häufig nicht getragen?

Doch warum tragen viele Frauen ihre gekauften Schuhe nicht? Laut einem Psychologen sei der Sinn der Schuhe nicht der eigentliche, sie zu tragen, sondern sie zu besitzen und hineinschlüpfen zu können, wenn sie Kummer haben. Einfach das Gefühl eines neuen Schuhs zu spüren, sei für Frauen sehr wichtig.

Zudem ist ein Grund sich neue Schuhe zu kaufen, dem aktuellen Trend zu folgen. So kann es sein, dass ein Promi im TV einen Schuh aus der neuen Kollektion eines bekannten Designers trägt und die eigene Frau genau diesen auch haben will. Auch hier unterscheiden sich Männer und Frauen, denn Männern ist es in der Regel egal, wer was im TV trägt und ob eine neue Kollektion auf den Markt gekommen ist.

Ein weiterer Grund für den Schuhtick der Frauen ist, sich selber zu belohnen. Wenn zum Beispiel eine wichtige Hürde genommen wurde, wie zum Beispiel eine Prüfung erfolgreich bestanden oder eine Beförderung erreicht wurde.

Schuhe passen- auch bei Zunahme

Man könnte sich fragen, warum es gerade Schuhe sein müssen, die sich Frauen kaufen, wenn sie eine Veränderung wünschen. Dies ist eigentlich ganz einfach zu erklären, denn Schuhe passen immer, auch wenn an Gewicht zugenommen wurde. Kleider, Jeans oder Tops hingegen sind dann eventuell zu eng, was wiederum zu Frust führen kann. Zudem gibt es an den Füßen nicht wirklich die so gefürchteten Problemzonen. Und wenn doch eine Stelle für nicht so schön empfunden wird, können geschlossene Schuhe gekauft werden.

Warum sind Pumps und High Heels so beliebt?

Neben diversen anderen Schuhen werden vor allem Pumps und High Heels von Frauen gerne gekauft. Sie lassen die Beine länger und schlanker erscheinen, eine Tatsache die Frauen sehr wichtig ist. So kommt auch ein kleines Gefühl von Glamour auf, ähnlich wie die Stars auf dem roten Teppich zu stolzieren, auch wenn es in diesem Fall eher der eigene Hausflur ist.

Um dem Schuhtick nachzugehen, gibt es dann glücklicherweise zahlreiche Online-Shops für Damenschuhe, wie zum Beispiel den von fifteen.de, mit einer bunten Vielfalt an unterschiedlichen Modellen zum Kaufen.

Boots

Der englische Begriff für Stiefel bezeichnet in der deutschen Schuhmode rustikale Stiefel mit breiten Absätzen, die nur eine geringe Höhe von unter 5 cm aufweisen.

Boots - knöchelhoch
Junge Frau in Boots

Boots sind dank der Blockabsätze bequeme und praktische Schuhe, die gerne in der Freizeit getragen werden. Ihre Schafthöhe variiert zwischen Kurzschäften, Langschäften und sogar Overknees.

Leder, teilweise auch Wildleder, ist das typische Material für Boots; die Farben bleiben meist gedeckt und bewegen sich zwischen Schwarz und Brauntönen. Ihr leicht derber Charakter wird durch grobe Verzierungen, wie große Schnallen, Lederriemen oder Nieten, unterstrichen.

Passend hierzu sind die Sohlen von Boots meist profiliert und stabil gearbeitet. Neben der traditionellen Schlupfform gibt es die rustikalen Stiefel auch teilweise mit Reißverschluss.

Die modischen Boots von heute gehen ursprünglich auf Bikerboots und amerikanische Westernstiefel zurück, die beide insbesondere durch ihre Funktionalität überzeugen mussten. Diese traditionellen Boots stellen heute ebenso feste Größen in der Schuhmode dar.

High Heels

Bei High Heels ist der Name Programm, denn ihr herausragendes Kennzeichnen ist der hohe Absatz, der laut Definition zwischen 10 und 14 cm misst.

High Heels mit Pfennigabsätzen
High Heels

High Heels sind nicht auf eine bestimmte Schuhform festgelegt. Sandaletten, Pumps aber auch Stiefel können zu dieser Schuhform zählen, entscheidend ist immer die Absatzhöhe. Ebenso variantenreich ist die Absatzform, wobei Pfennigabsätze am häufigsten vertreten sind.

High Heels werden insbesondere deshalb gerne getragen, weil sie die Körperhaltung beim Gehen verändern. Der typische Hüftschwung stellt sich beinahe automatisch ein, Brust und Gesäß werden durch die hohen Absätze betont.

Allerdings kann es bei längerem oder häufigem Tragen von High Heels auch zu Gesundheitsschäden kommen, wozu Muskelverkürzungen und Fußverformungen zählen. Auch die Gefahr des Umknickens ist bei High Heels ständig gegeben und erhöht sich mit abnehmendem Durchmesser der Auftrittsfläche des Absatzes.

Businessschuhe

Frauenschuhe für das Büru
Business Schuhe für Frauen

Businessschuhe für Damen kommen insbesondere in Büros, Banken und im Einzelhandel zum Einsatz. Dementsprechend handelt es sich um klassische Schuhformen, die in jedem Fall vorne geschlossen sein müssen, damit die Zehen nicht zu sehen sind.

Diese Voraussetzungen erfüllen insbesondere Pumps und Ballerinas sowie für die kalte Jahreszeit Stiefel und Stiefeletten.

Sie sollten in gedeckten Farben wie Schwarz, Braun oder Dunkelblau gehalten sein und strahlen dann Kompetenz und Seriosität aus. Glatt- oder Wildleder sind die beliebtesten Materialien für Businessschuhe für Damen und sorgen für ein edles Äußeres.

Um diese Wirkung nicht zu gefährden, sollten Business Schuhe für Damen keine modischen Details und Extravaganzen aufweisen. Dennoch dürfen sie den aktuellen Trends folgen, sollten diese jedoch nicht zu auffällig umsetzen. Hohe Absätze sind in jedem Fall eleganter als flache Businessschuhe, ein zu hoher Absatz ist für diese Schuhform jedoch eher ungeeignet, denn längeres Gehen und Stehen muss in Businessschuhen für Damen möglich sein.

Mokassins

Mokassins beim Einkaufen
Rote Mokassins

Mokassins wurden ursprünglich von den nordamerikanischen Indianern hergestellt und gelten als eine der ältesten Schuhformen der Welt. Im 18. Jahrhundert kamen Mokassins erstmals nach Europa und wurden insbesondere als bequeme Hausschuhe geschätzt.

Heute zählen sie jedoch eher zu den Freizeitschuhen, da sie sich durch eine sportlich-legere Form auszeichnen. Typisches Kennzeichen der Mokassins ist die Tatsache, dass die Innensohle der Außensohle entspricht und nur selten eine separate Laufsohle angenäht wurde.

Mokassins bestehen meist aus weichem Rau- oder Wildleder, ihr Schaft ist ungefüttert, sie besitzen keinen Absatz, dafür aber gut sichtbare Nähte. Sie sind als Schlupfschuh gearbeitet und weisen von oben betrachtet ihr charakteristischstes Merkmal auf: das mit Kräuseln eingenähte Mokassinblatt.

Da die Sohle der Mokassins weich und anschmiegsam gearbeitet ist, bietet sie den Füßen keinen guten Halt und dämpft die Schritte nicht ab, weshalb diese Schuhform nicht für längere Wegstrecken geeignet ist. Auch nasses Wetter sollte mit Mokassins gemieden werden.

Overknees

Overknees
Overknees Stiefel

Overknees oder zu Deutsch Überknieschaftstiefel sind Stiefel, bei denen der Schaft so lang ist, dass er das Knie seiner Trägerin bedeckt.

In ihren Anfängen wurden sie insbesondere von Jägern und Soldaten getragen und boten diesen Berufsgruppen Schutz bei ihren Streifzügen durch die freie Natur.

In den 1980er Jahren tauchten Overknees erstmals als Trendschuhe auf, was sie nicht zuletzt dem Film „Pretty Woman“ zu verdanken hatten. Hier trägt Julia Roberts hautenge, schwarze Overknees aus Lackleder. Auch heute noch zeichnen sich bei besonders engen Modellen die Konturen des Beins unter den Stiefeln ab.

Der Absatz ist bei Overknees nicht auf eine bestimmte Form oder Höhe festgelegt, höhere Absätze sorgen bei den Stiefeln aber meist für einen harmonischen Gesamteindruck. Die Überknieschaftstiefel sind meist aus Glatt- oder Wildleder gearbeitet. Lackledermodelle sollten der Erotikszene als Fetischschuhe vorbehalten bleiben.

Peeptoes

Peeptoes oder auch Flamenco-Pumps sind eine extravagante Schuhform und zählen zur Schuhgruppe der Pumps. Im Gegensatz zu den klassischen geschlossenen Pumps sind sie an der Schuhspitze offen, so dass mindestens zwei Zehen sichtbar sind.

Frauenfüße mit Peeptoes
Peeptoes

Die „zehenfreie“ Schuhform – daher auch der Name Peeptoes – ist heute nicht mehr auf Pumps beschränkt, sondern findet sich mittlerweile auch bei Ballerinas oder Booties.

Verschiedene Verzierungen an der Schuhspitze, wie Schleifen oder Blüten, lenken den Blick noch stärker auf die sichtbaren Zehen, was den Peeptoes eine leicht aufreizende Note verleiht. Grundsätzlich werden bei dieser Schuhform alle Farben und Materialien verarbeitet, wobei auch vor Knallfarben oder ungewöhnlichen Mustern nicht zurückgeschreckt wird.

Die Absatzform ist bei Peeptoes ebenso variabel wie die Absatzhöhe. Von Pfennigabsätzen über Blockabsätze bis hin zu Keilabsätzen ist alles möglich.

Pumps

Blaues Kleid mit passenden Pumps
Frau in blauen Pumps

Pumps tauchen in der Geschichte der Schuhmode erstmals im 17. und 18. Jahrhundert auf und zählen in dieser Zeit noch zu den klassischen Männerschuhen. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzen auch Frauen Pumps als bequeme Schuhe.

Pumps gehören zu den Halbschuhen, sind vorne geschlossen gearbeitet und zu den Zehen hin weit ausgeschnitten. Die Absatzhöhe bei klassischen Pumps beträgt zwischen 3 und 9,5 cm.

Sie weisen keinen zusätzlichen Verschluss auf und sind meist aus Glatt-, Lack- oder Wildleder gearbeitet; vereinzelt sind auch Pumps aus Satin oder Seide erhältlich.

Die Form der Schuhspitze variiert von spitz über rund bis hin zu eckig, auch farblich sind Pumps nicht auf einen bestimmten Ton festgelegt. In schwarzer, brauner oder auch dunkelblauer Farbe sind sie als elegante und dennoch bequeme Businessschuhe sehr beliebt, können jedoch auch zur Abendmode getragen werden.

Sandalette

Peeptoes oder auch Flamenco-Pumps sind eine extravagante Schuhform und zählen zur Schuhgruppe der Pumps. Im Gegensatz zu den klassischen geschlossenen Pumps sind sie an der Schuhspitze offen, so dass mindestens zwei Zehen sichtbar sind.

Frauenfüße in Sandaletten
Sandaletten

Den nötigen Halt bekommen diese offenen Damenschuhe durch verschiedene Riemen an der Vorderseite und der Ferse.

Diese variieren nicht nur in der Anzahl, sondern auch in der Form; von breit über schmal bis hin zu gedreht oder geflochten ist alles möglich, teilweise werden die Riemen auch über Kreuz gelegt oder ein zusätzlicher Fesselriemen wird hinzugefügt.

Sandaletten werden meist mit Schnallen an den Fersen- oder Fesselriemen geschlossen. Die Farbe entscheidet ebenso wie die Form über die Wirkung der einzelnen Sandaletten.

Diese reicht von leger über elegant bis hin zu verführerisch und macht die Sandalette zu einem Allroundschuh für Freizeit und Business. Aufgrund ihrer luftigen Form werden Sandaletten bei warmem, sonnigem Wetter getragen.

Ein Gedanke zu „Frauen und Schuhe – Mythos und Hintergründe“

  1. Zählen eigentlich auch Hausschuhe zu den durchschnittlich 17 Paar Schuhen bei Frauen dazu? Sehr bequem und durchaus kuschelig weich sind besonders die Pantoffeln aus Lammfell – herrlich!

    Vielleicht haben Männer auch einfach weniger Paar Schuhe im Schrank, weil die Auswahl deutlich geringer ist? Wer weiß!

Vielen Dank für Ihre Kommentare!