Samtfußrübling – Flammulina velutipes Pilze

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Samtfußrübling – Flammulina velutipes

Samtfußrübling Merkmale: Der Hut der jungen Pilze ist zunächst gewölbt und später dann schließlich flach ausgebreitet. Er hat einen Durchmesser von 2 bis 12 cm. Der Hut ist honiggelb bis orangegelb gefärbt. Meist ist er in seiner Mitte bräunlich und am Rand heller. Teilweise kann der Hut mit zunehmendem Alter sogar durchgehend braun getönt sein.

Samtfußrübling
Samtfußrübling – Flammulina velutipes

Die glänzende Huthaut ist glatt, feucht und etwas klebrig. Der zylindrische Stiel ist mitunter etwas gekrümmt. Er kann 3 bis 10 cm lang und 0,3 bis 0,5 cm dick werden. Seine Basis ist fest wurzelnd. Hier ist der Stiel dann leicht verjüngt und daneben noch samtig behaart.

Im oberen Teil ist der Stiel glatt und rötlich bis gelb gefärbt. Die Färbung zur Basis hin ändert sich in rot- bis schwarzbraun. Bei jungen Pilzen ist der Stiel voll und zähfaserig.

Erst im Alter wird er dann hohl. Die Lamellen sind eher dick und sind unter der Huthaut entfernt stehend, ausgebuchtet und am Stiel angewachsen. Anfangs sind sie weiß gefärbt. Mit zunehmendem Alter verfärben sie sich dann gelblich bis ocker.

Im Hut ist das Fruchtfleisch recht zart und im Stiel faserig und zäh. Die Farbe variiert hier zwischen weiß und blassgelblich. Der Pilz verströmt einen sehr angenehmen Geruch und sein Geschmack ist äußerst mild.

Samtfußrübling Standort: Den Samtfußrübling kann man in ganz Mitteleuropa antreffen. Er ist ein echter Winterpilz. Bevorzugt wächst er an abgestorbenen Laubbäumen, hauptsächlich unter Buchen, Weiden, Ulmen und auch Pappeln. Die Pilze kommen hier meist in dichten Büscheln vor.

Seltener findet man den Samtfußrübling in Nadelwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten September bis April. Diese Pilze fruchten erst nach dem ersten Frost. Sie können hier sogar extreme Minustemperaturen überstehen. Das Wachstum setzt dann der Samtfußrübling nach dem Auftauen fort.

Diese Pilze können auch sehr einfach kultiviert werden. Mitunter reicht es schon aus, einfach nur die Schnittfläche von Weidenholz mit einem Fruchtkörper einzureiben.

Wert: Dieser Winterpilz gilt als ein wohlschmeckender Speisepilz. Jedoch ist es empfehlenswert nur die Hüte zu verwenden, da die Stiele doch recht zäh sind. Wichtig ist, dass die Pilze ausreichend gekocht werden. So können die im Fruchtfleisch in geringen Mengen enthaltenen Giftstoffe abgebaut werden.

Samtfußrübling Verwechslungsgefahr: Gewisse Ähnlichkeiten bestehen mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), dem essbaren Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) und auch dem ebenfalls essbaren Hallimasch (Armillariella mellea).

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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