Finanzbegriffe F – O

Finanzbegriffe mit F

Festgeld

Bezeichnung für eine Anlageformen. Hierbei erhält der Anleger eine vorher festgelegte und garantierte Verzinsung für die vereinbarte Laufzeit.

Festverzinsliche Wertpapiere

Ähnlich wie beim Festgeld erhält der Anleger hier die Garantie, dass sein Kapital zu einem festen Satz verzinst wird. Ein Verlustrisiko ist damit faktisch ausgeschlossen.

Fonds

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Finanzbegriffe von F – O

Anlagemethode, die nach dem Prinzip der Risikostreuung funktioniert. Die Anlagesumme wird hierbei in verschiedene Werte investiert, wodurch sich das Gesamt-Verlustrisiko verringert. Bekannt sind vor allem Aktienfonds und Immobilienfonds. Wie bei Aktien unterscheiden sich Fonds in konservative, spekulative und hoch spekulative Anlageformen.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Kapitallebensversicherung, welche die Einlagen der Versicherten in Investmentfonds angelegt. Diese Fonds können entweder direkt vom Versicherer angelegt sein, oft wird aber auch in bereits vorhandene Fonds anderer Anbieter investiert. Meist kann der Versicherte zwischen einem gemanagten oder einem selbst zusammengestellten Depot wählen. Die Renditechancen sind bei der fondsgebundenen Lebensversicherung generell höher als bei einer normalen Kapitallebensversicherung.

Fondssparplan

Anlagemethode, bei der ein Anleger regelmäßig einen festgelegten Betrag in einen Investmentfond einzahlt. Ist die Einzahlungssumme komplett, gehören die entsprechenden Fondsanteile ihm. Er kann diese dann weiter anlegen oder auch wieder verkaufen.

Freibetrag / Freigrenze

Zwei Fachbegriffe aus dem Steuerrecht. Der Freibetrag bezeichnet eine Summe, die steuerfrei ist. Erst bei Überschreiten dieses Betrags müssen Steuern gezahlt werden. Der Freibetrag kann also einfach von der zu versteuernden Gesamtsumme abgerechnet werden – als Ergebnis erhält man den zu versteuernden Betrag. Bei der Freigrenze muss der gesamte Betrag versteuert werden (also nicht nur der darüber liegende Betrag), wenn diese Grenze überschritten wird.

Finanzbegriffe mit G

Garantiezertifikat

Anlageform, bei der ein bestimmter Rückkaufswert vertraglich garantiert wird. Vorteil für den Anleger ist, dass das Verlustrisiko faktisch ausgeschlossen ist. Nachteil ist aber: Wenn die Anlage höher als der festgelegte Rückkaufswert steigt, wird nur ein kleiner Teil dieses zusätzlichen Ertrags ausgezahlt.

Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds werden meist für die Finanzierung bestimmter Projekte angelegt. Es werden so lange Anteile ausgegeben, bis das erwünschte Kapital für die Realisierung des Projekts eingenommen wurde. Danach wird der Fonds geschlossen. Will der Anleger jetzt seine Anteile verkaufen, muss er sich selbst um einen Käufer bemühen und mit diesem den Preis aushandeln.

Gewinnbeteiligung

Vor allem bei Lebensversicherungen spricht man von der Gewinnbeteiligung, wenn die Versicherung Überschüsse erwirtschaftet und diese teilweise an den Versicherungsnehmer weitergibt. Die Gewinnbeteiligung wird bei Vertragsabschluss vereinbart und schriftlich festgehalten, sie ist ein Anteil der Gesamtrendite.

Finanzbegriffe mit H, I und J

Haftpflichtversicherung

Eine der meist genutzten und wichtigsten Versicherungsarten. Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherte Dritten zufügt. Haftpflichtversicherungen lassen sich für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens abschließen. In vielen Fällen sind sie gesetzlich vorgeschrieben, wie z.B. beim Führen eines Kraftfahrzeugs.

Hauptversammlung

Jährlich stattfindendes Treffen der Aktionäre eines Unternehmens. Der Aktionär braucht dieses Treffen nicht selbst zu besuchen, er kann auch seine Bank damit beauftragen. Die Hauptversammlung entscheidet in allen wichtigen Fragen des Unternehmensgewinns und zeichnet sich auch für die Bereitstellung des Aufsichtsrats verantwortlich.

Hausse

Als Hausse bezeichnet man einen Zeitraum an der Börse, in dem die Kurse stetig steigen und gute Gewinne versprechen. Das Gegenstück dazu ist die Baisse. Von ihr spricht man, wenn sich die Kurse sehr schlecht entwickeln bzw. über einen längeren Zeitraum fallen.

Hedge-Fonds

Eine bestimmte Art von Investmentfonds. Hedge-Fonds werden gesetzlich nicht beschränkt oder kontrolliert und können daher alle möglichen Anlagemethoden beinhalten, um das Kapital zu vermehren. Dadurch steigen die Renditechancen an, allerdings verbunden mit einem höheren Verlustrisiko für den Anleger.

Hypothek

Möglichkeit zur Absicherung eines Immobiliendarlehens. Der Gläubiger bekommt durch eine Hypothek das Recht, eine Zahlung aus dem Grundbesitz zu erhalten oder sich diese durch die Veräußerung des Grundbesitzes zu beschaffen. Dadurch kann sich der Gläubiger im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers vor einem Zahlungsausfall schützen.

Immobilienfonds

Immobilienfonds sind speziell ausgerichtete Investmentfonds. Hierbei wird das Kapital der Anleger ausschließlich in Form von Immobilien angelegt. Die Rendite entsteht dabei durch Mieteinnahmen und/oder der Wertsteigerung des Objekts. Immobilienfonds unterscheiden sich in offene und geschlossene Fonds. Während die offenen Fonds in der Regel einmal oder mehrmals jährlich auszahlen, sehen dies geschlossene Fonds erst am Ende der festgelegten Laufzeit vor. Sie dienen daher eher als Langzeit-Geldanlage.

Indexzertifikate

Unter Indexzertifikaten versteht man Anlagen, deren Entwicklung direkt von der Entwicklung eines Aktienindexes abhängt. Sie sind keine Wertpapiere im eigentlichen Sinn, sondern Schuldverpflichtungen der ausgebenden Banken.

Inflation

Das Gegenteil der Deflation. Wenn es mehr Nachfrage gibt, als Waren und Dienstleistungen vorhanden sind, steigen die Preise und man spricht von einer Inflation. Als Folge dessen verliert die Währung einen Teil ihres Wertes.

Finanzbegriffe mit K und L

Kapitalwahlrecht

Dieser Begriff findet vor allen bei Rentenversicherungen Anwendung. Eine Versicherung mit Kapitalwahlrecht sieht vor, dass der Versicherte bei Versicherungsablauf zwischen einer lebenslänglichen, monatlichen Zahlung oder einer sofortigen Auszahlung des gesamten Betrags wählen kann. Diese Optionen nennt man Kapitalwahlrecht.

KfW

Kurzbezeichnung für die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dieses staatliche Kreditinstitut hat die Aufgabe, das von der Bundesregierung für Investitionen bereitgestellte Kapital zu verwalten und zu verteilen. Die Darlehen der KfW sind vor allem für Käufer von Wohneigentum, Bauherren und Existenzgründer von Interesse, da die Konditionen im Vergleich zu den Darlehen von Banken wesentlich günstiger sind.

Kontokorrentkredit

Was bei Privatkunden der Dispositionskredit, ist bei Geschäftskunden der Kontokorrentkredit. Dieser erlaubt es Selbstständigen und Geschäftsinhabern, ihr Konto bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen. Oft wird dieser finanzielle Spielraum zur Stundung der beiderseitigen Verbindlichkeiten zwischen Unternehmen genutzt.

Kurs

Bezeichnung für den momentanen Marktpreis eines an der Börse gehandelten Wertpapiers.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) findet vor allem bei der Analyse von Aktien Beachtung. Die Berechnungen des Kurs-Gewinn-Verhältnisses erfolgt, indem der aktuelle Kurs der Aktie durch den Gewinn geteilt wird. Für die daraus resultierende Kennzahl gilt folgende Regel: Je niedriger diese ist, desto besser wird die Aktie bewertet.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung kann verschiedene Zwecke erfüllen: Die Hinterbliebenen beim Tod des Versicherten abzusichern, einen Schutz bei vorzeitigem Rentenantritt oder für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu erlangen, oder aber die reguläre Rente aufzustocken. Für diese verschiedenen Zwecke gibt es verschiedene Formen der Lebensversicherung. Am bekanntesten ist die Kapitallebensversicherung, die einen Kompromiss aus Risikoabsicherung und Sparmaßnahme darstellt. Die Risikolebensversicherung ist dagegen ausschließlich für den Schutz der Hinterbliebenen konzipiert. Wer seinen Fokus eher auf das Sparen legt, ist mit einer fondsgebundene Lebensversicherung sehr gut beraten.

Leitzinsen

Die von der Europäischen Zentralbank festgelegten Zinssätze für die Verteilung von Geldern durch die Zentralbank an andere Banken. Die Leitzinsen beeinflussen direkt das vorherrschende Zinsniveau am Kapitalmarkt.

Limit

Bezeichnung für die Preisober- oder Untergrenze beim Kauf eines Wertpapiers. Dieses Limit legt der Anleger meist selbst fest, die Bank bzw. der Wertpapierhändler ist daraufhin verpflichtet, das Limit einzuhalten. Durch das Festsetzen von Limits wird verhindert, dass Wertpapiere zu einem zu teuren Kurs eingekauft und/oder zu billig verkauft werden können.

Lohnsteuer

Anderer Ausdruck für Einkommenssteuer. Die Lohnsteuer wird jeden Monat direkt vom Arbeitgeber an die zuständigen Finanzbehörden abgeführt. Die Höhe des Satzes ergibt sich aus den Lohnsteuertabellen, die dem Arbeitgeber vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Durch Werbungskosten oder Sonderausgaben kann die Steuerschuld des Arbeitnehmers gesenkt werden, so dass dieser am Jahresende Rückzahlungen aus den bereits gezahlten Lohnsteuerbeträgen erhalten kann.

Finanzbegriffe mit M und N

Marktkapitalisierung

Eine Kennzahl, die den Börsenwert eines Unternehmens beziffert. Sie wird aus dem aktuellen Aktienkurs und der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien berechnet.

Midcap-Index

Der Midcap-Index (kurz: M-Dax) ist ein aus 70 Einzelaktien resultierender Index der deutschen Börse. Die darin befindlichen Aktien dürfen nicht gleichzeitig im DAX – dem Aktien-Hauptindex – enthalten sein.

Mehrheitsaktionär / Minderheitsaktionär

Je nachdem, wie viel Prozent der insgesamt ausgegebenen Aktien eines Unternehmens ein Aktionär erhält, wird er als Mehrheits- oder Minderheitsaktionär bezeichnet. Hält er mehr als 50 Prozent aller Aktien, ist er ein Mehrheitsaktionär, bei weniger als 50 Prozent ein Minderheitsaktionär.

Mischfonds

Eine Form der Geldanlage, bei der die Investitionen so aufgeteilt werden, dass sowohl in spekulative Aktien, als auch in sehr sichere Renten-Wertpapiere investiert wird. Durch diese Streuung soll neben einer hoher Renditechance auch eine sehr stabile Wertentwicklung erreicht werden.

Musterdepot

Bei einem Musterdepot handelt es sich um ein Aktiendepot, bei dem alle Handlungen lediglich simuliert werden. Die Wertpapiere werden also nicht real gekauft und verkauft. Sinn und Zweck eines solchen Musterdepots ist, Einsteigern die richtige Strategie des Handels an der Börse zu verdeutlichen. Auch Zeitschriften und Börseninformationsdienste legen häufig solche Musterdepots an, um Interessenten bestimmte Anlagestrategien vorzuführen.

Natur-Aktien-Index

Spezieller Börsenindex, in dem nur Werte von Unternehmen enthalten sind, deren Produkte besonders umweltfreundlich sind bzw. hergestellt werden. Dieser Index existiert seit 1997 und wird umgangssprachlich NAI genannt.

NASDAQ

Vereinigung junger Unternehmen, vorwiegend aus der Biotechnik- und Internetbranche. Die NASDAQ bildet heute eine eigene Börse in den USA.

Nebenwerte

Als Nebenwerte bezeichnet man hauptsächlich Aktien von mittelständischem und kleineren Unternehmen, die in keinem bekannten Index vertreten sind.

Nennwert

Der auf einem Wertpapier abgedruckte Wert. Dieser ist in der Regel nicht identisch mit dem Kurswert.

Nikkei-Index

Bezeichnung für die Indizes der japanischen Börse in Tokio. Der bekannteste Nikkei-Index ist der Nikkei 225, welcher die Aktien der 225 größten und wichtigsten Unternehmen Japans beinhaltet.

Nominalzins

Mit dem Nominalzins wird der reine Zinssatz auf eine bestimmte Kapitalmenge bezeichnet. Dieser Zins enthält keine Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren oder Abschlussprovisionen. Sollen diese Posten mit berücksichtigt werden, ergibt sich daraus der Effektivzins.

Finanzbegriffe mit O

Obligationen

Obligationen – auch Anleihen genannt – sind festverzinsliche Wertpapiere, die von großen Banken und Unternehmen oder dem Staat ausgegeben werden. Sie besitzen eine feste Laufzeit, an deren Ende der Anleger eine festgelegte Summe ausgezahlt bekommt. Zusätzlich erhält er eine jährliche Zinsausschüttung.

Offener Fond

Im Gegensatz zu den geschlossenen Fonds können bei einem offenen Fond regelmäßig Anteile hinzugekauft und/oder wieder verkauft werden. Als Vorteil für den Anleger ergibt sich daraus, dass das eingesetzte Kapital nicht über längere Zeit festgelegt ist und der Anleger so flexibel bleibt. Nachteil sind die höheren Kosten durch Ausgabeaufschläge und Gebühren.

Optionen

Als Option bezeichnet man das Recht, eine oder mehrere Aktien innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei wird ein Festpreis garantiert. Man spekuliert also mit Optionen auf steigende oder fallende Aktienkurse und kann so Gewinne verzeichnen, egal in welche Richtung sich die Kurse entwickeln.

Optionsfonds

Renditestarke, aber risikoreiche Geldanlage, bei der das Kapital des Anlegers ausschließlich in Optionen bzw. Optionsscheine investiert wird. Gut geeignet als Ergänzung für ein eher konservatives Anlagemodell.

Order

Auftrag des Anlegers an seine Bank, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen.

Outperformer / Underperformer

Fachbegriffe aus der Börsenprache zur Beurteilung der Kursentwicklung einer Aktie. Das Wort Outperformer beschreibt dabei ein Wertpapier, das sich besonders gut entwickelt – besser als der gesamte Index, indem es sich befindet. Das Gegenteil davon ist der Underperformer. Hierbei entwickelt sich ein Wertpapier schlechter als der Index, indem es sich befindet.

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