Farben in der Mode richtig einsetzen

Kleidung und Farbe und ihre Wirkung

Haben Sie an manchen Tagen auch merkwürdige Begegnungen mit wildfremden Zeitgenossen, die Ihnen beim Einkaufen oder bei alltäglichen Erledigungen verbal zu Nahe kommen oder Sie ohne rechten Grund beschimpfen, weil Sie angeblich irgendetwas falsch gemacht haben?

Welche Wirkung haben die Farben der Kleidung
Über die Wirkung der Farbe Ihrer Kleidung

Dabei lassen wir einmal streitlustige Jugendliche außen vor. Es sind eher Erwachsene mit unauffälligem Äußeren. Vielleicht hatten Sie nur einen schlechten Tag, aber vielleicht hatten Sie auch die falsche Farbe an.

Manch Farbe in der Kleidung macht die Betrachter aggressiv und kampflustig, manche macht neidisch und depressiv. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, aber wir kleiden uns nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Mitmenschen. Die Farbe, die wir für unsere Kleidung wählen, wirkt viel stärker auf das Unterbewusstsein der anderen, als wir es wahr haben wollen.

An einem Tag, an dem Ihnen mehrere Menschen negativ gegenübertreten, haben Sie vielleicht unbewusst eine sehr selbstbewusste Farbwahl getroffen. Natürlich ist nichts verboten bei der Wahl des eigenen Stils, aber wenn Ihnen nicht bewusst ist, was Sie mit Ihrer Kleidungswahl aussagen, ernten Sie häufiger, als man es vertragen kann, negative Reaktionen.

Die Kleidung kann Sie eingebildeter erscheinen lassen, als Sie sind. Ein extravaganter Stil in einer Dorfkneipe kann Ihnen bewundernde Blicke, aber auch sehr feindselige einbringen. Es kommt darauf an, ob Sie darauf vorbereitet sind. Wenn Sie die Persönlichkeit zu der auffälligen Kleidung haben, wissen Sie damit auch umzugehen. Viele Menschen merken aber gar nicht, wie sehr ihre Kleidung ihre Wirkung nach außen negativ beeinflusst.

Was den allgemeinen Stil angeht, so weiß jeder, dass er in etwa die innere Einstellung nach außen tragen sollte oder dem Berufsfeld, in dem man arbeitet, angepasst sein sollte.

Was die Farbe der Kleidung angeht, haben die meisten Menschen keine eigene Meinung. Dabei ist oftmals die Farbe der Kleidung Auslöser für Sympathien und Antipathien.

Das vielgeliebte Schwarz sollte man bewusst tragen. Schwarz in der Jugend ist cool, schafft Abstand und gibt Respekt. Tatsächlich ist die Farbe Schwarz ein guter Distanzträger für noch nicht so selbstbewusste Jugendliche, es lässt schüchterne Heranwachsende wesentlich stärker erscheinen, als sie sind. Der Nachteil ist nur, dass phasenweise die ganze Jugend in viel schwarzen Klamotten herumrennt, gerade weil es grundsätzlich so cool ist.

Für alle, die der Jugend entwachsen sind, ist schwarze Kleidung – abgesehen von der Trauerkleidung – Ausdruck von Seriosität, Autorität, Eleganz, Klarheit aber auch von Tristesse und Einseitigkeit.

Wichtig ist hier wiederum die bewusste Wahl der Farbe Schwarz. Wer sich nur aus Hilflosigkeit in die Farbe Schwarz stürzt, sendet damit die falschen Botschaften. Dass auch zu viele Menschen der Einfachheit halber zum Schwarz greifen, kann man an Heiligabend in der Kirche gut sehen: alle Jacken und Mäntel sind schwarz, dabei hat sich doch jeder beim Kauf gedacht, die Jacke wäre in schwarz besonders elegant, edel und ausgefallen..

Manche Farben in der Kleidung strahlen Optimismus und Lebensfreude aus, so besonders Orange und Gelb. An Tagen, wo Sie lustlos, unsicher und müde sind, können Sie mit diesen Farben eine konträre Botschaft senden. Die anderen Menschen / Kollegen werden Sie in sonnigen Farben eher in Ruhe lassen, weil sie denken Sie wären gut drauf und selbstbewusst. Kein schlechter Trick, wenn man mal selber nicht weiß, was einem gerade fehlt.

Farben, mit denen man immer akzeptiert und freundlich angenommen wird, sind Blau und Grün. Hier kommt es natürlich auch auf die Farbnuance an. Knallige Farbtöne können auch hier aggressiv wirken.

Mit Blau haben Sie die Sympathien auf Ihrer Seite, die Menschen lieben Blau, der Himmel ist blau und das Meer ist blau. Beides steht für Urlaub und Entspannung. Wenn Sie also an manchen Tagen dringend sympathisch wirken wollen und nicht kritisch in Frage gestellt werden wollen, wählen Sie ein schönes intensives Mittel- bis Hellblau.

Die Marinefarbe Dunkelblau wirkt allerdings vor allem seriös, gediegen, elegant und schick. Eine wunderbare und sichere Alternative zu Schwarz, aber nichts für jeden Tag.

Rot löst natürlich am ehesten Aggressionen aus, nicht umsonst sagen wir ‚man sieht rot’ und meint damit, man hat seine Wut nicht mehr unter Kontrolle. Trotzdem hat diese Farbe in der Kleidung einen festen Platz.

Ein rotes Abendkleid kann sehr schmückend sein, löst aber eventuell auch Neid aus, aufgrund des unterstellten hohen Selbstbewusstseins. Rote Kleidung muss wohlüberlegt sein, auch wenn sie einem besonders gut steht. Rot ist nun mal auch Warnfarbe. Entschärfen lässt sich Rot in der Kombination mit anderen Farben, je nach Geschmack oder in der Wahl von ‚verwaschenen’ Farbnuancen.

Sie sollten Rot einfach gezielt einsetzen, denn dies wird ihnen von ihrer Umgebung sowieso unterstellt, wenn Sie rote Kleidung wählen. Auch ein roter Lippenstift wirkt vor allem selbstbewusst, was das männliche Geschlecht entweder beeindruckt oder abschreckt..

Weiß wird in seiner Wirkung gerne überschätzt. Natürlich ist es die ‚sauberste’ Farbe. Nicht umsonst tragen Ärzte und Krankenschwester weiße Kittel, damit man sieht, dass alles hygienisch ist. Weiß ist natürlich immer noch die sogenannte Farbe der Unschuld, weswegen sie ewig die Farbe des Brautkleides sein wird und dagegen ist – Unschuld hin oder her – auch nichts einzuwenden.

Davon abgesehen, greifen zu viele Leute zu weißen Kleidungsstücken, denen Weiß einfach nicht steht. Weiße Kleidung lässt die Haut blässer und kränker aussehen, als sie ist. In Weiß kann ein gesunder Mensch richtig fahl aussehen und dabei denken doch alle, sie wären in weiß besonders schick und edel angezogen. Sehr oft ein Irrtum.

Gerade weil wir die Farbe Weiß mit einer ‚reinen Weste’ gleichsetzen, wählen viele Leute, um diese nach außen hin auch zu demonstrieren, weiße Kleidung. Ergebnis ist aber oft ein langweiliges fades Erscheinungsbild. Weiße Kleidung muss zum Hautton passen, sonst bringt man sich darum, vor anderen Leuten im besten Licht zu stehen. Wer unabhängig vom eigenen Hauttyp total auf weiße Kleidung steht, sollte sie mit andersfarbigen Teilen kombinieren.

Die Mode macht es einem zuweilen sehr schwer, zu den Farben zu greifen, die uns besonders gut kleiden. In manch einer Saison sind genau die Farben in, die einen immer müde und krank aussehen lassen, in der nächsten Saison sieht man auf einmal aus wie das blühende Leben, nur weil die aktuellen Farbtöne einen sonnig aussehen lassen.

Legen Sie sich also ein paar Basics zu in Farbtönen, die Ihnen besonders schmeicheln. Solche gibt es für jeden Typ, vielleicht haben Sie sie aber noch gar nicht gefunden, weil Sie so gerne zu Schwarz oder Weiß greifen? Viel Freude mit den positiven Reaktionen Ihrer Mitmenschen!

Ein Gedanke zu „Farben in der Mode richtig einsetzen“

  1. Das war mir bisher irgendwie neu, dass die Farben in Kleidungen so eine große Bedeutung haben können. Habe ich selbst auch noch nicht bewusst wahrgenommen. Was nicht bedeuten soll, dass es nicht stimmt. Sie sollten dabei jedoch beachten, dass ein ganz sanftes, helles blau, sicher einen anderen Wert verleiht, als ein dunkelblau, welches schon fast schwarz ist, etc. Sicherlich haben auch die Muster auf der Kleidung eine Wirkung, oder Farb-Musterkombinationen?
    Aber ich gebe Ihnen recht, dass wir uns nicht nur für uns selber, sondern auch für andere kleiden. Unsere Mitmenschen betrachten unseren Stil und unsere tägliche Kleidung wohl noch mehr, als wir selbst.

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