Estragon – Gewürze Lexikon

Estragon – Artemisia dracunculus

Allgemeines: Diese kräftige und mehrjährige Staude stammt aus Südrussland und Zentralasien. Heute wird sie in vielen Ländern kultiviert. Mitunter kann man Estragon auch in seiner ursprünglichen Form noch in Gärten antreffen. Er gehört zur Familie der Korbblütler.

Estragon - Artemisia dracunculus
Wie sieht Estragon aus? – Artemisia dracunculus

Der Estragon ist auch unter den Namen Dragon und Schlangenkraut bekannt. Er kann bis zu 1 m hoch werden. Der Wuchs ist aufrecht und stark verzweigt. Die dunkelgrünen und glänzenden Blätter sind linealisch geformt. Der Blütenstand erscheint in einer belaubten und fast pyramidenförmigen Rispe. Sie setzt sich aus kleinen kugeligen, braungelben und hängenden Köpfchen zusammen. Die Blütezeit beginnt im Juli bis in den Oktober hinein. Der Estragon enthält neben ätherischen Ölen auch Vitamine und Gerbstoffe. Der Gehalt an ätherischen Ölen ist im Sommer vor der Blüte am höchsten.

Ernte: Ab Mitte Juni können für den täglichen Verbrauch immer wieder frische Blätter gepflückt werden. Ab Juli / August kommen dann auch blühende Pflanzenteile zur Ernte. Daneben eignet sich Estragon auch sehr gut zum Trocknen. Dazu werden dann die Pflanzen abgeschnitten, gebündelt und anschließend an eine schattigen, trockenen Platz aufgehängt.

Anzucht: Ab Mitte März muss der Estragon in einer Keimbox vorgezogen werden. Eine Umsetzung der jungen Pflanzen kann dann ab Mitte Mai ins Freiland erfolgen. Daneben ist aber auch eine Direktaussaat ab Juni möglich. Da sich der Estragon durch Ausläufer stark verzweigt, ist ein Pflanzabstand von 50 x 50 cm ratsam. Das Würzkraut liebt einen warmen, windgeschützten Standort mit lockeren, nährstoffreichen und feuchten Boden.

Im Winter ist ein leichter Frostschutz empfehlenswert. Der Rückschnitt erfolgt jeweils im Frühjahr. Dies hat dann einen kräftigen Austrieb und buschigen Wuchs zur Folge. Im Handel sind Jungpflanzen im Frühjahr auch in Töpfen erhältlich.

Verwendung: Estragon hat einen angenehmen würzigen Geschmack. Estragonblätter können Fischsoßen, Suppen, Salate, Fleisch, Geflügel und auch Quarkspeisen verfeinern. Daneben ist er auch sehr beliebt zur Herstellung von Senf, Kräuteressig, -ölen- und likören.

Daneben ist der Estragon für seine kräftigende, magenstärkende, appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung bekannt.

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