Buchautoren – Erich Kästner

Erich Kästner – Leben und Werke

Einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller der Neuzeit ist Erich Kästner, der unter anderem Kinderbücher wie „Das fliegende Klassenzimmer“ und „Pünktchen und Anton“ schrieb.

Erich Kästner
Erich Kästner – Leben und Bücher

Erich Kästners Werdegang

Am 23. Februar 1899 wurde Erich Kästner als Kind eines Sattlermeisters und einer Dienstmagd in Dresden geboren. Nachdem er die Bürgerschule absolviert hatte, brach er eine Ausbildung zum Volksschullehrer ab und wurde 1917 zum Militärdienst einberufen.

Ab Herbst 1919 musste er sein Studium in Leipzig  wegen der schlechten finanziellen Lage mit Nebenjobs finanzieren und promovierte 1925 mit dem Thema „Friedrich der Große und die deutsche Literatur“.

Einige Zeit arbeitete er neben seinem Studium als Journalist und Theaterkritiker, wurde jedoch 1927 entlassen, weil sein veröffentlichtes Gedicht „Nachtgesang des Kammervirtuosen“ als Entwürdigung von Beethoven angesehen wurde. In diesem Jahr zog er nach Berlin und arbeitete unter dem Pseudonym Berthold Bürger für den Otto Bayer Verlag.

Von Herz auf Taille bis zum fliegenden Klassenzimmer

Zwischen 1927 und 1933 veröffentliche Erich Kästner viele seiner Werke als freier Mitarbeiter verschiedener Tageszeitungen. 1928 wurde sein erstes Buch mit dem Titel „Herz auf Taille“ veröffentlicht, das eine Sammlung von Gedichten aus seiner Jungendzeit in Leipzig enthält.

Sein Stil wurde als Gebrauchslyrik eingestuft und er wurde schnell zu einer großen Stimme der Neuen Sachlichkeit, einer Literaturrichtung der Weimarer Republik.

1929 erschien sein bekanntestes Kinderbuch „Emil und die Detektive“. Es wurde in 59 Sprachen übersetzt und allein in Deutschland mehr als zwei Millionen Mal verkauft. 1931 und 1933 folgten die Kinderromane „Pünktchen und Anton“ und „Das fliegende Klassenzimmer“, die beide von den Illustrationen von Walter Trier profitierten.

Das Drehbuch zum Film „Emil und die Detektive“ gefiel Erich Kästner nicht und so begann er als Drehbuchautor für die Studios in Babelsberg. Erich Kästners einziger Roman, dem eine literarische Bedeutung zugeschrieben wird, erschien 1931 unter dem Namen „Fabian – Die Geschichte eines Moralisten“. Er beschreibt anhand des arbeitslosen Jakob Fabian den Zeitgeist und Untergang der Weimarer Republik in Berlin.

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