Eltern sein – aber auch Partner bleiben

Auszeit vom Alltag: Auch Mamas und Papas brauchen mal Urlaub

Gemeinsam einen Spaziergang unternehmen, ein romantisches Abendessen genießen und einfach mal wieder bis spät in die Nacht ‚über Gott und die Welt‘ plaudern, ohne von den Kindern stetig unterbrochen zu werden.

Eltern-Auszeit vom Eltern sein
Auszeit für Mama und Papa

Für viele Paare mit Kindern ist das ein Traum. Ein paar schöne Stunden zu zweit, ein Wochenende ohne Kinder? Das sind Wünsche, die durchaus erfüllbar sind und für Beziehungen eine Bereicherung darstellen.

Die kurze Pause vom ‚Eltern sein‘

Familie zu sein, ist heute nicht immer leicht. Das frühere Rollenbild, dass der Mann in Vollzeit arbeitet und die Frau mit den Kindern zu Hause bleibt, ist kaum mehr anzutreffen. Frauen wollen zunehmend ihre eigene Karriere fördern und sich trotzdem um den Nachwuchs kümmern. Dazwischen gibt es viel zu erledigen und viel zu besprechen.

Auch die Kinder benötigen nicht wenig Aufmerksamkeit. Dass die Nerven der Eltern irgendwann an eine Grenze stoßen, ist verständlich. Umso mehr wächst der Wunsch nach einer kleinen Auszeit, nach gemütlichen Abenden und Entspannung.

Von Zeit zu Zeit ‚die Tapete wechseln‘

Eine Auszeit vom Alltag kann natürlich auch in den eigenen vier Wänden realisiert werden. Doch die meisten empfinden es nicht wirklich als Entspannung, wenn sie es sich auf der Couch gemütlich machen und ihr Blick dabei auf den vollen Wäschekorb fällt. Auf dem Schreibtisch stapelt sich möglicherweise unerledigte Briefpost und auf den Schränken liegt der Staub der letzten vier Wochen.

Ein Wochenende ganz ohne Kinder in einem ruhigen Hotel bringt wahrscheinlich eher etwas. Sollte das Buchen eines Hotelzimmers finanziell nicht möglich sein, so gibt es alternativ auch preiswerte Pensionen und Ferienwohnungen in ruhigen, ländlichen Gegenden. Auch eine stundenlange Autofahrt muss nicht zwingend eingeplant werden. Denn eine Auszeit bedeutet nicht, in andere Länder zu reisen. Einzig eine räumliche Veränderung, die für neue Blickwinkel und Erholung sorgt, spielt die entscheidende Rolle.

Vorbereitung: Die Unterbringung der Kinder

Bevor das Wochenende gebucht werden kann, geht es daran, eine Unterbringung für den Nachwuchs zu finden. Familien, die nur ein Kind haben, bekommen dieses in der Regel problemlos bei Oma und Opa unter. Wer jedoch zwei oder mehr Kinder hat, könnte bei der Suche nach einer passenden Betreuung Probleme bekommen. Wenn sich die Großeltern nicht in der Lage sehen, mehrere Kinder zu beaufsichtigen, könnten möglicherweise die Geschwister, die Paten oder sehr gute Freunde diese Aufgabe übernehmen.

Bei größeren Kindern gestaltet sich dies etwas leichter. Denn die angehenden Jugendlichen sind ganz froh, wenn sie einmal zwei Tage Ruhe vor ihren Eltern haben und sie bei der besten Freundin oder dem besten Freund übernachten dürfen. Schließlich ist dies eine gute Gelegenheit, in Ruhe über jene interessante Dinge zu philosophieren, die die heutige Jugend bewegt, und natürlich bis in die Nacht hinein Fernsehen zu schauen.

Entspannen will gelernt sein: Erwartungen nicht zu hoch schrauben

Konnte für die Kinder eine passende Unterkunft gefunden werden, können die Eltern mit dem Packen beginnen. Damit es nicht bereits im Auto zu Stress-Situationen kommt, ist es wichtig, sich in gegenseitigem Respekt zu üben und sich nicht schon über kleine Dinge zu echauffieren. Auch sollten beide nicht zu große Ansprüche an ihr freies Wochenende stellen. Der Grund: von heute auf morgen lässt sich der Alltag nicht so einfach verdrängen. Und so gelingt es nicht jedem, von Zeitdruck und Stress sofort auf Erholung und Entspannung umzuschalten.

Schließlich ist es auch nicht ratsam, unbedingt jede Sehenswürdigkeit in einer Stadt anzuschauen oder jede Veranstaltung wahrzunehmen. Am Ende kämen die Eltern erschöpfter wieder zu Hause an, als sie es vor der Abreise ohnehin schon waren. Stattdessen sollten es die kleinen Dinge sein, die es jetzt zu genießen gilt: ausschlafen, lange frühstücken, kuscheln, in der Sauna entspannen oder schwimmen gehen, einen Spaziergang durch einen Wald genießen, und bei Wein und Kerzen den wundervollen Tag ausklingen lassen.

Die Entspannung und damit verbunden auch gute Gespräche ergeben sich meist von allein. Vielleicht kommen sogar einige Alltagsprobleme zur Sprache, die sich im Gespräch als gar nicht mehr so dramatisch darstellen.

Es ist unwahrscheinlich, dass sich größere Probleme innerhalb von zwei Tagen lösen lassen. Wenn man jedoch einen Gesprächsansatz gefunden hat, ist der Weg dorthin zumindest geebnet. Das Wichtigste aber ist es, einfach mal wieder Zeit mit dem Partner zu verbringen und zu erkennen, welch großes Glück man hat, diesen besonderen Menschen an seiner Seite zu haben.

5 Gedanken zu „Eltern sein – aber auch Partner bleiben“

  1. Um solche Momente genießen zu können, versuchen wir im normalen Tagesablauf uns selbst ohne Hilfe zu organisieren. Wenn wir dann mal Zeit für uns wollen, können wir ohne schlechtes Gewissen Oma und Opa einspannen.

  2. So lieb ich meine beiden auch habe, aber einen Moment Zeit für mich bzw, wir einen Moment Zeit für uns, das muss einfach sein.

  3. Das ist in vielen Familien aber heute fast unmöglich, wenn beide arbeiten gehen müssen, um über die Runden zu kommen, man dem Kind trotzdem nichts kaufen kann.

  4. Wie wahr! Haben gerade erst gestern beschlossen, dass wir uns zu Weihnachten gegenseitig ein gemeinsames Paarwochenende schenken. Dann geht es im kommenden in ein kleines, ruhiges Hotel ohne viel Tamtam. Die Kids wissen wir gut betreut bei Tante, Onkel und Cousins! Hach…

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