Eltern sein & Liebespaar bleiben

Eltern sein und trotzdem ein Liebespaar bleiben

Mit der Geburt eines Babys beginnt für Paare ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Doch gleichzeitig hat die ruhige Zeit zu zweit ein Ende. Gerade die ersten Monate mit Kind sind geprägt durch schlaflose Nächte und durch zahlreiche neue Herausforderungen, die der Alltag mit Baby mit sich bringt. Für Romantik und Sexualität bleibt da häufig wenig Zeit – und Raum.

Eltern bleiben ein Liebespaar
Eltern sein und ein Liebespaar bleiben

Damit soll nicht behauptet werden, Kinder seien ein Beziehungskiller. Fakt ist aber, dass sich Eltern mehr anstrengen müssen, ein Liebespaar zu bleiben, als kinderlose Pärchen. Natürlich verschieben sich die Prioritäten, wenn Kinder auf die Welt kommen, doch Körperliche und emotionale Bedürfnisse verwinden nicht plötzlich mit der Geburt. Sie spielen nur noch eine untergeordnete Rolle, aber früher oder später sehnen sich beide Partner danach, mehr Zeit für sich zu haben.

Auch Eltern haben sexuelle Bedürfnisse

Die Kunst, nicht nur eine Familie zu sein, sondern auch ein Liebespaar zu bleiben, ist im Grunde nur eine Frage der Organisation. Zunächst einmal müssen Sie sich jedoch selbst eingestehen, dass Ihnen etwas fehlt und das Gespräch mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin suchen. Möglicherweise geht es ihm oder ihr ja genauso und sie rennen offene Türen ein. Eltern müssen sich schließlich nicht schämen, weil sie sich körperliche Nähe wünschen. Außerdem: Kinder profitieren davon, wenn ihre Eltern ein erfülltes Sexualleben haben, denn das trägt dazu bei, dass sie zufriedener und entspannter sind.

Gemeinsam können Sie dann überlegen, wie Sie mehr Zeit zu zweit in den Alltag einbauen können. Wichtig ist, dass Sie beide dann alles tun, um diese Momente zu zweit auch einzufordern – von sich, von Ihren Kindern und von demjenigen, der vielleicht als Babysitter einspringt. Ausreden gibt’s nicht!

So lange Ihre Kinder noch klein sind, sollten Sie vor allem die Schlafenszeiten nutzen, um zu reden und Zärtlichkeiten auszutauschen. Es bewährt sich, wenn das Thema „Kinder“ dabei ausgeklammert wird. In diesen Momenten sollte es nur um Sie und Ihren Partner gehen. Versuchen Sie, auch sonstige belastende Themen für kurze Zeit zu verdrängen: Mit diesen können Sie sich ja an einem anderen Abend in der Woche beschäftigen.

Sobald Ihr Kind nachts durchschläft, spricht auch nichts dagegen einen Babysitter zu engagieren. Gönnen Sie sich regelmäßig, beispielsweise zweimal im Monat, einen kinderfreien Abend außer Haus. Es stärkt Ihre Beziehung als Paar, wenn Sie sich wie in alten Zeiten mit Freunden treffen, romantisch essen gehen oder sich einen Film im Kino ansehen. Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen.

Sex nach Plan versus spontane Leidenschaft

Was Sex angeht, so haben viele Paare Hemmungen ihre Bedürfnisse auszuleben, wenn die Kinder nebenan schlafen. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie entschließen sich spontan die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, wenn die Kleinen beim Fußball oder beim Ballet sind. Die meisten Paare gewöhnen sich daran, jede freie Minute für sich zu nutzen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Spontanität kann schließlich auch sehr prickelnd sein.

Oder Sie organisieren einen romantischen Kurzurlaub und bitten beispielsweise die Großeltern, sich um die Kinder zu kümmern. Einen Termin für Sex zu bestimmen finden Sie unromantisch? Vielleicht, aber dafür können Sie sich lange darauf freuen und haben den Kopf wirklich frei. Wirkliche Leidenschaft kann schließlich nur dann entstehen, wenn Sie und Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin sich auch entspannen und Alltagssorgen hinter sich lassen können.

Aber: Setzen Sie sich nicht unter Druck – alles kann, nichts muss. Es mag für Sie und Ihre Beziehung auch wichtig sein, einfach zu kuscheln und gemeinsam zu lachen.

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