Dystopien auf dem Vormarsch – warum eigentlich?

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Die Dystopie ist eine düstere Zukunftsvision und steht damit im krassen Gegensatz zur Utopie.

Derzeit floriert das Geschäft mit der Dystopie, Bücher und Filme wie die Tribute von Panem oder Die Bestimmung machen deutlich, wie sehr der Wunsch nach solchen Geschichten in den Köpfen der Menschen herumspukt.

Warum brauchen wir Dystopien?

Dystopie
Warum sind Dystopien auf dem Vormarsch

Aber warum? Ganz sicher ist: In Ländern, in denen es sozial weniger gerecht zugeht, steht die Dystopie nicht allzu hoch im Kurs. So ist diese Art der Erzählung eher etwas für reiche Industrienationen, in denen es an nichts mangelt.

Haben wir uns zu weit von der Vergangenheit entfernt? Die Generation, die Dystopien liest, hat keine Kriege miterlebt, hat die Gewalt nicht hautnah erfahren oder Angehörige verloren. Grausamkeiten wie im Dritten Reich oder bei der Französischen Revolution übertreffen fast jede Dystopie noch an Härte – trotzdem wollen wir nichts mehr davon hören, als wären sie uns langweilig geworden.

Dystopie, um Utopie zu erreichen?

Manche Leute sind der Ansicht, die Dystopie sei ein Mittel, um mit den Ängsten unserer Zeit umzugehen und Fehler zu vermeiden, um schließlich in einer Utopie zu landen. Letztendlich mag dies auch ein Grund sein, jedoch löst die Dystopie das Problem nicht.

Aber was ist das Problem? Am Ende jeder alten und neuen Geschichte steht der Mensch mit seinen Fehlern – also stellt sich die Frage, ob es nicht immer Zwist, Streit und Kriege geben wird, wo Menschen zusammenleben.

Die Dystopie greift diese Angst unserer noch friedlich zusammenlebenden Industriestaaten auf, denn insgeheim fürchten wir alle den nächsten großen Schlag der Menschheit gegen sich selbst.

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