Dill – Gewürze Lexikon

Dill – Anethum graveolens

Allgemeines: Die einjährige Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler. Vermutlich stammt sie aus Zentral- oder Südasien. Sie ist aber in Europa schon sehr lange eingebürgert.

Dill - Anethum graveolens
Wie sieht Dill aus? – Anethum graveolens

Der Dill kann bis zu 1 m hoch werden. Er ist auch unter den Namen Blähkraut, Gurkenkümmel oder Kapernkraut bekannt.

Die Pflanze ist aufrecht wachsend mit gerieften, hohlen Stängeln. Die drei- bis vierfach fiederspaltigen Blätter sind wechselständig und in dünne fädige Segmente aufgeteilt. Der Blütenstand erscheint in einer gelben Dolde von ungefähr 15 bis 30 Strahlen, auf denen die feinen Blüten stehen.

Die Frucht, auch als Samen bekannt, ist eine leicht geflügelte Achäne. Die Blütezeit liegt in den Monaten Juni bis September.

In den Pflanzenteilen sind neben ätherischen Ölen auch Gerbstoffe und Harze enthalten.

Ernte: Das Dillgrün ist sehr fein würzig, besonders die zarten Triebspitzen. Die zarten Blättchen können während der gesamten Vegetationsperiode gerntet werden. Sie können dann frisch Verwendung finden, aber sie eignen sich auch zum Einfrieren und Trocknen.

Kurz vor der Reife der Früchte, wenn diese ihre Farbe verändern, wird die ganze Pflanze aus der Erde gezogen und an einem kühlen und luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Allerdings geht dann ein Teil des Aromas verloren. Die Samen können leicht durch Ausschütteln gewonnen werden.

Anzucht: Ab April kann der Samen im Freiland bei einem Reihenabstand von 20 cm in einem vierwöchentlichen Abstand immer wieder neu ausgesät werden. Bei einem zu dichten Stand ist es notwendig, die jungen Pflänzchen auszudünnen. Ein Verpflanzen verträgt der Dill nicht. Bereits im Juni beginnt dann schon die Blüte.

Dill liebt einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort. Der Boden sollte nicht zu trocken und gut durchlässig sein.

Verwendung: Der Dill ist ein sehr vielseitiges Gewürz. Durch Zugabe von Dill können frische Salate, Fisch, Geflügel oder auch Kräutersoßen verfeinert werden. Zum Würzen eignen sich nicht nur die feinen Blätter, sondern auch die blühenden Pflanzenteile. Allerdings sollte das Kraut immer erst beim Kochen zum Schluss beigegeben werden, so kann er seine volle Würzkraft entfalten.

Die Blütendolde und auch der Samen wird zum Einlegen von Gurken verwendet. Der reifen Samen können als Kümmelersatz dienen und auch gemahlen werden.

Daneben ist der Dill auch als ein bewährtes Heilmittel bekannt. Er hat eine anregende, regulierende, harntreibende und die Monatsblutung fördernde Wirkung. Er wird gerne als Mittel zur Bekämpfung von Blähungen, Darmkrämpfen oder Koliken, als Husten-, Erkältungs- und Grippemittel verwendet.

Ein Aufguss aus Dillsamen kann die Finger- und Zehennägel stärken. Dazu werden die Hände und Füße in diesem Aufguss gebadet.

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