Schule – Tipps für Eltern

Welche Schulform ist die richtige für Ihr Kind?

Die richtige Schulwahl für ihr Kind zu treffen fällt vielen Eltern schwer. Der Leistungsdruck wird immer größer, andererseits haben viele Haupt- und Realschulen einen schlechten Ruf. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass das Leistungsniveau und die Lernbereitschaft von Zehnjährigen nicht unbedingt aussagekräftig im Hinblick auf die kommenden Jahre ist.

Die richtige Schule für mein Kind
Die Wahl der richtigen Schule

In der Pubertät tun sich viele Jugendliche sehr schwer, den schulischen Leistungsanforderungen gerecht zu werden – auch solche, die in der Grundschule fleißig und ehrgeizig waren.

Dennoch müssen Sie als Eltern eine Entscheidung treffen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der einzelnen Schulformen sowie eine Erläuterung der Kriterien, die Sie bei Ihren Überlegungen berücksichtigen sollten.

Gymnasien sind vor allem für Kinder geeignet, die schnell und leicht lernen, neue Informationen rasch verarbeiten können und von sich aus motiviert sind, schulische Inhalte zu verinnerlichen.

Von Gymnasiasten wird erwartet, dass sie sich gut selbst organisieren können und sich im Unterricht durch qualifizierte Beiträge einbringen. Der Notendurchschnitt auf dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse sollte nicht schlechter als 2,0 sein, wenn Sie für ihr Kind den Besuch eines Gymnasiums in Betracht ziehen. In einigen Bundesländern wird inzwischen angeboten, dass Gymnasiasten ihr Abitur bereits nach 12 Jahren erhalten. Das bedeutet jedoch, dass bereits Sechstklässler auch in den Nachmittagsstunden die Schulbank drücken müssen. Auch auf die Menge der Hausaufgaben wirkt sich das sogenannte G8 aus.

An einer Realschule kann Ihr Kind nach der 10. Klasse einen mittleren Schulanschluss erhalten. Danach besteht die Möglichkeit, eine Lehr oder Ausbildung zu absolvieren oder alternativ die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Ihrem Kind dem Leistungsdruck an einem Gymnasium aussetzen möchten, so ist die Realschule möglicherweise die bessere Wahl für Ihr Kind.

Bereits ab der 8. Klasse müssen die Schüler dort Praktika absolvieren und erhalten so die Möglichkeit, sich im Hinblick auf ihre spätere berufliche Laufbahn zu orientieren. Wenn Ihr Kind eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder unter Dyskalkulie leidet, so kann dieser Nachteil an einer Realschule meist aufgefangen werden.

Hauptschule ist nicht gleich Hauptschule. Wenn Ihr Kind sich beim Lernen schwer tut und viel Unterstützung benötigt, ist es an einer guten Hauptschule richtig aufgehoben. Nutzen Sie Tage der offenen Tür, um sich verschiedene Schulen und vor allem deren Konzepte genauer anzusehen. An vielen Hauptschulen gibt es Ganztagsangebote, Hausaufgabenbetreuung und spezielle Beratungsangebote für Kinder und Eltern. Auch Projektarbeit im sozialen Bereich ist an vielen Schulen üblich. Wichtig ist aber vor allem eine gute Kooperation und Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern.

– Wenn Sie für Ihr Kind alle Chancen aufrecht erhalten möchten, melden Sie es an einer Gesamtschule an. Die Plätze dort sind begehrt, weil die Schüler alle Abschlüsse erreichen können. Je nach Leistung wird Ihr Kind in den Hauptfächern in homogene Lerngruppen eingeteilt und kann sich den Stoff in seinem eigenen Tempo erarbeiten. So bleibt kein Kind auf der Strecke und läuft auch nicht Gefahr, wegen nicht ausreichender Leistungen die Schule verlassen zu müssen.

– Hat Ihr Kind eine diagnostizierte Lernschwäche oder eine Behinderung, die seine schulische Leistung beeinträchtigt, so kommt durchaus der Besuch eine Förderschule infrage. Immer mehr Schulen setzen in ihrem Schulprofil jedoch auf Inklusion. So können alle Kinder unabhängig von ihren Begabungen oder körperlichen Voraussetzungen gemeinsam lernen. Ein Anspruch auf einen derartigen Schulplatz besteht jedoch nicht.

Weitere Schulen mit speziellem Schulprofil sind Montessori-Schulen oder Waldorf-Schulen.

Die Entscheidung für die richtige Schulform

Grundsätzlich sollten Sie bei Ihrer Entscheidung hinsichtlich der Schulwahl sowohl den Rat der Grundschullehrer als auch die Wünsche Ihres Kindes beachten. Erhält Ihr Sohn oder Ihre Tochter eine Empfehlung für die Realschule, dürfen Sie Ihr Kind trotzdem an einem Gymnasium anmelden.

In den meisten Bundesländern muss zuvor allerdings ein Test oder eine Unterrichtsstunde zur Probe absolviert werden. Die Entscheidung, ob Ihr Kind aufgenommen wird, liegt jedoch bei der jeweiligen Schulleitung.

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