Depression – Symptome und Ursachen

Geschätzte Lesedauer 2 Minute(n)

Depression – Ursachen und Umgang

Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Symptome und Ursachen einer Depression
Symptome einer Depressionen erkennen und Ursachen verstehen

Angefangen bei Antriebslosigkeit und gedrückter Stimmung, über Appetit- und Schlaflosigkeit, bis hin zu zahlreichen körperlichen Symptomen wie starken Schmerzzuständen oder Gewichtsabnahme bzw. -zunahme gibt es viele mögliche Anzeichen.

Einige Menschen zeigen eine starke Reizbarkeit oder sind rastlos, andere wirken sehr leidend und resignierend. Betroffene können mit Kritik häufig nicht mehr umgehen. Die allgemeine Stimmung schwankt stark und allzu schnell wird aus Angst Selbsthass. In einigen Fällen entwickeln Betroffene sogar Suizid-Gedanken, die schlimmstenfalls zum Tode führen.

Wie entsteht eine Depression?

In jedem Lebensalter können depressive Episoden vorkommen. Obwohl beide Geschlechter gleichermaßen davon betroffen sind, erkranken Frauen im Schnitt häufiger als Männer.

Ursachen können unter anderem sein:

  • Stress, Überforderung
  • stetige Abwertungen und Mobbing
  • fehlender Schlaf
  • falsche Ernährung
  • finanzielle Probleme
  • der Verlust eines geliebten Menschen
  • der Verlust des Arbeitsplatzes
  • mangelnde Anerkennung
  • starke seelische Verletzbarkeit
  • traumatische (Kindheits-) Erinnerungen
  • Einnahme oder Absetzen von bestimmten Medikamenten

Viele Betroffene setzen sich mit dem Problem jedoch nicht auseinander und suchen keinen Arzt auf, sei es aus Schamgefühl oder Verdrängung. Aber auch Hausärzte erkennen eine Depression nicht immer. Neben fundierten Kenntnissen in der Medizin müssen sie über ein hohes Maß an psychiatrischer Erfahrung verfügen, um eine Depression sicher diagnostizieren zu können.

Wurde eine Depression als solche aber erkannt, sind die Heilungschancen für die Betroffenen gut. Entsprechende Therapien haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Rund 80 Prozent der an Depressionen erkrankten Personen kann erfolgreich und dauerhaft geholfen werden. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen aufgeklärt und für das Thema sensibilisiert werden.

Das richtige Verständnis zu einer Depression erlernen

Wer sich in einer depressiven Phase befindet und nichts unternimmt, geht – bildlich gesprochen – immer tiefer in einen dunklen Sumpf hinein. Das Befreien aus eigener Kraft wird zunehmend anstrengender. Eine Depression sollte deshalb nicht unerkannt bleiben.

Wer sich erst einmal von seinem Umfeld isoliert hat, überwindet sich meist nur schwer, aus der eigenen Lage auszubrechen und in die Gesellschaft zurückzukehren.

Es ist also wichtig, die Krankheit als solche zu erkennen, und zwar auch vom unmittelbaren Umfeld. Wer den Eindruck hat, dass es einem nahestehenden Menschen oder auch einem Kollegen schlecht geht, sollte sich behutsam nach dessen Wohlbefinden erkundigen. Denn Druck und negative Bemerkungen sind kontraproduktiv.

Häufig ist es der richtige Augenblick, in dem ein Erkrankter das Vertrauen zu jemandem aufbauen kann und merkt, dass man ihm helfen möchte. Manchmal ist dabei viel Geduld gefragt. Erst wenn der Betroffene bewusst erkennt, dass er unter einer Depression leidet, kann ihm wirklich geholfen werden.

Der Termin bei einem erfahrenen Arzt oder einem Psychotherapeuten ist ein wichtiger Schritt. Im Rahmen einer Therapie lernt der Erkrankte sodann Schritt für Schritt mehr über das Thema Depressionen (Psychoedukation), um diese besser zu verstehen und zu verarbeiten.

Katja Wittwer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.