Kindern aufmerksam zuhören

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Warum Sie Ihren Kindern besser zuhören sollten

Viele Eltern fragen sich, warum ihre Kinder manchmal von dem Weg abdriften, den ihre Eltern für weniger „gut“ empfinden. Dabei liegt es häufig nicht an den Kindern, sondern an den Eltern. Sie tragen eine gewisse Mitschuld daran, wenn sich das Kind in die falschen Kreise flüchtet.

Ihren Kindern zuhören
Hören Sie Ihren Kindern aufmerksam zu

Schon von früh an gibt es für die Eltern eine ganz wichtige Regel zu beachten, die individuell betrachtet mal härter mal lockerer befolgt werden muss:

Hören sie ihrem Kind von klein auf zu. Denn auch kleine Kinder haben viel, was sie ihren Eltern mitteilen wollen. Dadurch, dass sie zuhören und auch auf das eingehen, was man ihnen sagt, fühlt sich das Kind verstanden (sofern ihre Reaktion nicht vernichtend ausfällt und sie im positiven Messbereich bleiben).

Natürlich besteht immer die Gefahr, dass ihr Kind vom gesellschaftlich akzeptierten Lebenspfad abkommt. Aber mittels Zuhören und Verstehen, haben sie die Chance ihr Kind auch als Mensch kennen zu lernen. Es ist immerhin ein Unterschied, ob die „Kleinen“ als Menschen oder Kinder empfunden werden. Eigene Kinder werden häufig weniger ernst genommen, als Kinder von fremden Personen.

Hören sie daher aufmerksam zu, sein sie freundlich und höflich zu ihren Kindern. Egal was es sagt, entgegnen sie mit Offenheit und Verständnis. Klären sie fehlendes oder lückenhaftes Wissen ihres Kindes freundlich auf und erklären sie so nebenher noch die Welt.

Wenn sie mit ihrem eigenen Latein am Ende sind, dann fragen sie notfalls jemand anderen (eventuell ihren Partner, schließlich ist das Kind nicht aus dem „Happy Meal“ gesprungen). Denn Eltern sind nicht perfekt, auch wenn viele Kinder sich das wünschen. Aber die eine oder andere Lücke im Alltagswissen, kann man ihnen ruhig zugestehen.

Seien sie nicht beleidigt, wenn ihr Kind es mal besser weiß, sondern loben sie sogar. Immerhin zeugt es von Charakter, eigene Fehler offen und ehrlich einzugestehen. An Autorität werden sie dadurch noch lange nicht verlieren, dies geschieht eher, indem sie das Kind unterdrücken und ignorieren, denn dann wird es sich von ihnen allmählich abwenden mit den Jahren.

„Aktives Zuhören“ lässt sich auch im Alltag verwenden, so haben sie immer ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen, müssen sich jedoch dieses nicht ab-kauen lassen. Schließlich gibt es viele Pflichten, die sie als Elternteil zu erfüllen haben.

Durch das Zuhören können sie auch die Entwicklung ihres Kindes genauer verfolgen. Nutzen sie das Zuhören und die Gegenfragen, jedoch nicht zum Kreuzverhör aus. Denn wenn das Kind die Unterhaltung mit ihnen als „unangenehm“ empfindet, haben sie einen sehr tief greifenden Fehler begannen. Denn Kinder die Elterngespräche meiden, fangen an Geheimnisse zu hüten und manche davon sind so kompliziert, dass das Kind nicht adäquat damit umzugehen weiß und daraus resultieren wieder viele Probleme.

Häufig können sie ihrem Kind auch im Alltag helfen, denn durch das Zuhören, werden sie in der Lage sein, ihr Kind besser zu verstehen. Versteckte Hilferufe können sie dazu nutzen, selbstlos ihre Hilfe anzubieten. Hat ihr Kind Probleme mit Schlägern in der Schule? Wenn sie immer zuhören, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich an, dass ihr Kind auch mit den Problemen „rüber kommt“ die sehr wichtig für das Leben sind.

Auch wenn sie religiös, kulturell oder von der Weltanschauung andere Ansichten als ihr Kind haben, bemühen sie sich um das Zuhören und nutzen sie ihr Verständnis. Denn sie können sich doch auch in gewisser Weise in andere Leute hineinversetzen?

Empathische Fähigkeiten sind von der Grundbasis uns Menschen angeboren, so müssten sie in der Lage sein wenigstens ungefähr die richtige Entscheidung zu treffen. Halten sie während des Zuhörens auch Augenkontakt, sie müssen ihr Kind dabei nicht anstarren, aber ein freundlicher Blick, am besten mit einem verständnisvollen Lächeln, wird sie nicht gleich umbringen.

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