Was ist modern in der Mode

Moderne Damenmode in unserer Kultur

Damenmode ist ein fester Bestandteil und Ausdruck unserer Kultur. Sie spiegelt den Zeitgeist der jeweiligen Gesellschaft wieder. Daher ist sie einem ständigen Wandel unterworfen. Wir verstehen unter ‚modern’ einen eng gefassten Zeitrahmen.

Mode für Frauen
Mode für Frauen – was ist modisch?

Selten gilt etwas noch als modern, wenn es die 5-Jahresmarke überschritten hat. Besonders klein ist das Zeitfenster in der Damenmode.

Die Designer kreieren für jede Jahreszeit eine neue Kollektion und dies nicht ohne Grund: Wie kann die Mode vom letzten Herbst auch dieses Jahr noch ‚topmodern’ sein? Sie kann allenfalls zu einem allgemeinen Stilelement der Kleidung geworden sein und dies ist auch ihr normaler Werdegang: Jacken, Pullover, Hosen aus der letzten Saison lassen sich durchaus weiter tragen. Wahrscheinlich kleiden sie auch gut, aber sie sind eben nicht mehr topaktuell.

Klassiker in der Modewelt

Manchmal wird ein modernes Kleidungsstück zu einem absoluten Klassiker, so wie die Marlene-Hose. ‚In’ war sie zu Zeiten ihrer Namensträgerin Marlene Dietrich in den 20er Jahren, danach ist sie für lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis sie zu Anfang der 90er Jahre ein kurzzeitiges Revival hatte.
Seit einigen Jahren jedoch behauptet sie ihren festen Platz als Klassiker in der Damen-Hosenmode. Ob ein Kleidungsstück diesen Sprung vom Modeartikel zum Klassiker schafft, kann wohl kein Designer voraussagen.

Unser aller Liebling: die Jeans

Ein anderes Phänomen der Modewelt ist die ewig jugendliche Jeans, sie ist der Inbegriff des modischen Dauerbrenners. Immer wieder wurde versucht, die etwas grobe Hosenform der Jeans von anderen Stoff- und Schnittvarianten abzulösen.

Man erinnere sich an den etwas hilflosen Versuch der Designer in den späten 90ern die Jeans für absolut ‚out’ zu erklären und an ihre Stelle die Cargo-Pants aus anderem Material und mit sehr auffälligen Außentaschen zu setzen. Dieser Versuch schlug fehl. Die Cargo-Pants haben sich allenfalls als Bestandteil des ‚Worker-Styles’ etabliert. Die Designer beschränken sich nun darauf, die von uns allen so heiß geliebte Jeans von Saison zu Saison etwas zu variieren. Nur in der Abendmode bleibt sie ein ‚No go’.

Bin ich altmodisch?

Eine Frage über die es sich schon mal nachzudenken lohnt lautet: Ab wann gelte ich bzw. mein Kleidungsstil eigentlich als hoffnungslos altmodisch? Darauf gibt es eine klare Antwort: Altmodisch gilt ein Kleidungsstil dann, wenn er vor längerer Zeit mal so richtig modisch war. Trägt man heute noch breite Schulterpolster, stellt man die Mode der 80er Jahre zur Schau. Auch die bauchnabelfreie Sommermode ist inzwischen altmodisch.

Über 25 Jahre alt?

Leider kommt es häufiger vor, dass Leute den Kleidungsstil ihrer Jugend als ihren persönlichen angenommen haben. Wir interessieren uns naturgemäß vom Teenageralter bis ins junge Erwachsenenalter am meisten für Mode, da dies die Zeit der Identitätsfindung ist und wir mit Kleidung nach außen hin unsere sich entwickelnde Persönlichkeit demonstrieren wollen. Mit 25 Jahren ungefähr haben die meisten ihre Persönlichkeit definiert und das Interesse an Mode ebbt ab.

Jetzt sollte man aber nicht bei dem gerade angesagten Modestil stehen bleiben, sondern versuchen nach der eigenen Persönlichkeit auch den eigenen Kleidungsstil zu definieren.

Man sollte vor allem ein Gespür für Farben zu entwickeln: trägt man Farben, die einem besonders gut stehen, wirkt man immer gut angezogen! Accessoires wie schicke Gürtel, Tücher oder individuell gewählter Schmuck peppen unauffälligere Kleidungsstücke dezent auf. Ab 25 muss man eben darauf achten, dass andere nicht am Kleidungsstils ablesen können, wann man seine modeintensivste Zeit hatte. Es wird einer Persönlichkeit sicherlich nicht gerecht, wenn ihr Äußeres den Modestil einer kurzen Zeitspanne dokumentiert statt den ureigenen Stil!

Teenager

Wenn man jung ist und gerade in der Phase, in der man sich begeistert auf jeden Trend stürzt, kann man erstmal schauen, was einem besonders gut steht und gefällt. Wenn etwas nur ‚in’ ist, aber nicht schön, kann man gar nicht früh genug damit anfangen, seine Individualität dadurch auszudrücken, diesen Trend nicht mitzumachen.

Allgemein gilt: Bloß keinen Stress mit Mode! Mode wird für uns Träger/innen gemacht und nicht umgekehrt. Sie soll gefallen und erfreuen wie ein knallbunter Blumenstrauß!

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