Daiquiris – Klassische Cocktails

Der Daiquiri ist eins von sechs grundlegenden Getränken, die in David A. Embury’s – The Fine Art of Mixing Drinks verzeichnet werden. Im Buch schlägt David Embury auch kleinere Veränderungen der Mixtur vor, wie Variationen mit Zuckersirup oder Grenadine.

Der Daiquiri in Urform

Daiquiris
Daiquiris – Entstehung und Rezepte

Mischungsverhältnis eines Daiquiri in Urform:

  • 4,5 cl weißer Rum (9 Anteile)
  • 2 cl frischer Limettensaft (4 Anteile)
  • 0,5 cl Rohrzuckersirup(1 Anteil)

Frozen Daiquiris

Der Frozen Daiquiri ist ein Klassiker und dient in einem heißen Sommer als geniale Erfrischung. Bei einer richtigen Zubereitung ist der Cocktail von der Konsistenz wie ein Softeis zu genießen. Die Frozen Daiquiri beinhaltet eine große Vielfalt von alkoholischen Mischgetränken, die mit fein pulverisiertem Eis gebildet werden.

Diese Mixgetränke können in einem Mixgerät (z.B. einem Blender) gemischt werden. Das beseitigt die Notwendigkeit der manuellen Vereisung. Obwohl die meisten von diesen keine Daiquiris sind, wird der Begriff gebraucht. Besonders an der US-Golf-Küste werden solche Getränke häufig in Maschinen, ähnlich wie Smoothies erzeugt. Dabei kommt eine große Vielfalt an Aromen zur Geltung.

Als Beispiel für ein Aroma eines Frozen Daiquiri sind u.a. Frozen Strawberry Daiquiri (Erdbeerdaiquiri) oder der Frozen Banana Daiquiri (Bananendaiquri) zu nennen. Zudem werden verschiedenste Spirituosen verwendet. Meist jedoch Bacardi oder ähnlicher Rum. Eiswürfe oder crushed Ice ist auch immer  sein.

Daiquiri Ursprung und Geschichte

Der Name Daiquiri ist auch der Name eines Strandes in der Nähe von Santiago, Kuba, sowie einer Eisengrube in dieser Gegend. Der Cocktail wurde wahrscheinlich um 1905 in einer Bar mit dem Namen Venus – ungefähr 23 Meilen östlich der genannten Eisengrube – von einer Gruppe amerikanischer Minen-Ingenieure erfunden. Unter den Ingenieuren war Jennings Cox, der Generaldirektor des spanisch-amerikanischen „American Iron Co.“. Es kursieren Geschichten, dass Cox das Getränk erfand, als er sich mit den anderen Amerikanern unterhielt.

Ursprünglich wurde das Getränk in einem hohen Glas, das mit gebrochenem Eis gefüllt ist, serviert. Zusätzlich wurde ein Teelöffel Zucker über das Eis gegossen und der Saft von ein oder zwei Limetten über den Zucker gegeben. Zwei oder drei Quäntchen Rum schließen die Mischung ab. Mit einem langstieligen Löffel wurde das Ganze umgerührt.

Später wurde der Daiquiri in einem Shaker mit den gleichen Bestandteilen, aber mit gecrashten Eis gemixt. Anschließend wurde er in ein gekühltes, flaches Glas gegossen. Ein Artikel in der März Ausgabe von 1937 des Miami Herald, sowie die private Korrespondenz von J.F. Linthicum bestätigen das Rezept und die Entstehungsgeschichte.

Der Verbrauch des Getränks blieb bis 1909 lokal. Dann entführte Admiral Lucius W. Johnson, einen US-Marine-Arzt, der Cox’s Getränk versuchte den Daiquiri. Johnson nahm ihm mit zur Armee und in den Marine-Verein von Washington DC. Somit vermehrten sich die Anhänger der Daiquiries über mehrere Dekaden. Der Daiquiri war eins der Lieblingsgetränke des Schriftstellers Ernest Hemingway und des US – Präsidentens John F. Kennedy.

Kriegsrationierung machte es schwer Whisky, Wodka, usw. zu erhalten. Roosevelt’s gute Nachbarschaftspolitik ermöglichte eine höhe Erreichbarkeit des Rums. Handels- und Reisebeziehungen mit Lateinamerika, Kuba und den Karibischen Inseln, das sogenannte Pan-American-Program, haben dabei geholfen, Lateinamerika modern scheinen zu lassen.

Als Folge wurden Rum-basierte Getränke ebenso modern. Zuvor waren diese negativ belastet und nur mit Seeleuten und Stadtstreichern in Verbindung gebracht. Daher stieg die Popularität der Daiquiris ungeheuer an in den USA. Das grundlegende Rezept des Daiquiris hat auch extreme Ähnlichkeit mit dem, was britische Seeleute an Bord der Schiffe von 1740 und später tranken.

Dort wurde der Rum mit versüßtem konserviertem Limettensaft und Wasser gemischt. Seit dem Eis vorhanden war, ersetzte es das Wasser. Jennings und Coxs Geschichte ist zweifellos populärer und möglicherweise war die Benennung des Getränks für die 150 Jahre verspätete Anerkennung verantwortlich.

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