Dahlien – Gartenblumen

Dahlien, Georgine – Dahlia-Hybriden (syn. Dahlia variablis hort. Non (Willd.) Desf.)

Allgemeines: Die Korbblütengewächse (Compositae) stammen aus Mittelamerika, wo sie schon bei der Entdeckung Amerikas mexikanische Gartenpflanzen waren. Dahlien sind eine Kreuzung verschiedener Arten, von denen 15 in Mittelamerika vorkommen, entstanden.

Dahlien, Georgine
Dahlien, Georgine

Nach Europa kam die Dahlie Ende des 18. Jahrhunderts, wo sie dann das erste Mal 1790 im botanischen Garten in Madrid blühte. Der Direktor dieses botanischen Gartens Canavilles benannte die Pflanze 1791 nach dem schwedischen Botaniker Andreas Dahl mit dem Namen Dahlia. Nach Deutschland ist die erste Dahlie um 1800 gelangt. Bald darauf begann man mit der Züchtung.

Heute werden auf der ganzen Erde Dahlien gezüchtet, so dass es einige Tausend Sorten gibt. Die Staude hat dicke, in einem Büschel zusammenstehende Knollen und erreicht eine Höhe bis 1,50 m. Ihre mit eiförmigen Fiederblättchen gefiederten Blätter sitzen gegenständig an hohlen Trieben.

Die Blütenköpfe mit bei der Ausgangsart rosa Strahlen- und gelben Scheibenblüten stehen einzeln auf aus den Blattachseln hervorgehenden, langen Stielen. Heute sind Sorten mit fast allen Blütenfarben, wie weiße, gelbe, rote, rosa, violette und bräune Töne, in Kultur.

Man unterscheidet dabei nach der Form der Blüten eine Reihe von Dahliengruppen:

  1. Mignondahlien mit kleinen ungefüllten Blüten, nur 50 cm hoch werdend.
  2. Einfachblühende Dahlien mit größeren, ungefüllten Blüten.
  3. Halskrausendahlien mit einem inneren Kranz von kurzen Blüten.
  4. Kaktusdahlien mit gefüllten Blüten, die nach allen Seiten abgehende, nadelartig Strahlenblüten haben.
  5. Semikaktusdahlien mit gefüllten Blüten, deren Strahlenblüten nicht so gleichmäßig stehen wie bei den Kaktusdahlien.
  6. Schmuckdahlien mit gefüllten Blüten, deren Strahlenblüten breiter sind.
  7. Riesenschmuckdahlien, bei denen die Blüten wie bei der Schmuckdahlie, aber sehr groß sind.
  8. Balldahlien mit gefüllten Blüten, deren Strahlenblüten wie kleine Tüten aussehen und insgesamt eine ballförmig gewölbte Gestalt der Blüten bedingen.
  9. Pompondahlien mit sehr kleinen ballförmigen Blüten.

Blütezeit: Juli bis Oktober, bis zum ersten Frost

Kulturansprüche: Dahlien gehören zu den beliebtesten Gartenblumen und fehlen in keinem Garten. Sie eignen sich sowohl für besonders bunte Dahlienbeete, auf denen man verschiedene Sorten zusammenpflanzt, als auch für die Einpflanzung in Sommerbeete, und die niedrigen Mignondahlien kann man sogar zur Bepflanzung von Balkonkästen verwenden.

Dahlien lieben volle Sonne und gedeihen in jedem Gartenboden, der nicht zu nass oder schwer ist. Man darf sie nicht an schattigen Plätzen unter Bäumen pflanzen, hier erreichen sie nicht ihre volle Schönheit. Da Dahlien sehr frostempfindlich sind, setzt man die Knollen erst Anfang Mai im Abstand von 70 bis 100 cm so tief in die Erde, dass der Hals der Knolle noch bedeckt ist.

Im Sommer ist bei Trockenheit zu wässern und hochwachsende Sorten müssen an Stäben angebunden werden. Die Blüten können auch den ganzen Spätsommer und Herbst als Schnittblumen Verwendung finden, doch halten sie sich nur wenige Tage in der Vase.

Leider ist die Schönheit des Dahlienflors mit den ersten Herbstfrösten dahin, da die Pflanzen schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt geschädigt werden. Die Knollen müssen dann herausgenommen und die Triebe 10 cm über dem Knollenanfang abgeschnitten werden. Man überwintert in einem kühlen, frostfreien nicht zu trockenen Keller bei 4 bis 6 °C.

Vermehrt wird durch Teilung der Knollenbüschel im Frühjahr, wobei darauf zu achten ist, dass die Knolle am oberen Ende eine junge Knospe besitzt. Der Gärtner vermehrt auch durch Stecklinge.

Die ungefüllten Mignondahlien setzen auch Samen an. Man sät sie im März bis April in kleine Schalen aus, pikiert und setzt in kleine Töpfe um.

Ab Mitte Mai gelangen die Pflanzen ins Freiland. Es kann auch erst Ende April direkt an Ort und Stelle gesät und dann vereinzelt werden, dann kommen die Mignondahlien aber erst spät zur Blüte. Da die Samen nicht sortenecht fallen, bekommt man durch Aussaat nur bunte Farbmischungen.

Die kleinen Knollen werden ebenfalls im Herbst herausgenommen. Die Mignondahlien kann man auch in Balkonkästen setzen.

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