Cocktailgruppen – Arten von Cocktails

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Durch die immer größer werdende Zahl an Spirituosen wurde es notwendig, dass Cocktails in Gruppen eingeteilt wurden. Auf diese Weise entstanden mehrere Gruppen, wobei die Einteilungen in alkoholhaltige und alkoholfreie sowie nach den Geschmacksrichtungen herb, medium und süß die bekanntesten sind.

Unterscheidung von Cocktails in Gruppen

Cocktail
Cocktail Gruppen

Darüber hinaus können Cocktails in die folgenden Gruppen eingeteilt werden.

Cocktails nach dem Glasvolumen

Bei so genannten Shortdrinks werden die Gläser mit 10 cl gefüllt. Die Cocktails weisen einen hohen Alkoholanteil auf und werden ohne Eis serviert. Bei Longdrinks handelt es sich um größere Gläser, wie es etwa bei Highballs, Collins´ oder bei Campari Orange üblich ist. Shooter werden Cocktails genannt, welche in einem Zug getrunken werden.

Cocktails nach dem Anlass des Genusses

Aperitifs, welche vor dem Essen getrunken werden, Linie werden meist gerührt, Shaker werden lediglich bei schwer zu verbindenden Zutaten wie etwa Sirupe verwendet. Aperitif Cocktails werden zumeist ohne oder mit wenig Garnitur serviert. Zu dieser Gruppe zählen etwa kräftige Shortdrinks bzw. Martinis. After-Dinner-Drinks oder Digestifs werden nach dem Essen getrunken. Diese sind süßer als Aperitif.

Zu dieser Gruppe zählten etwa ein Rusty Nail oder Brandy Stinger. So genannte Dessert Cocktails sind süßer als Digestifs und werden mit Sahne, wie etwa ein Brandy Alexander zubereitet. Auch bekannte, nach zu üppigem Alkoholgenuss gerne genommene Cocktails, wie Bloody Mary, Bullshot und Virgin Mary fallen unter diese Gruppe. Diese werde auch unter dem Stichwort Hangovers zusammengefasst.

Cocktails nach dem Hauptanteil der verwendeten Spirituose

Dazu zählen Champagner Cocktails wie etwa Bellini oder Testarossa; Gin Cocktails, so genannte tropische Cocktails, deren Hauptanteil aus Rum oder Cachaça besteht. Nicht zu vergessen sind Vermouth Cocktails.

Cocktails nach besonderen Zutaten

Dazu zählen mit Minze zubereite Cocktails, welche Julep genannt werden. werden auch andere Kräuter und Früchte herangezogen, wird von Smash´s gesprochen. Mit Eigelb zubereite Cocktails werden Eggnoggs und mit Sahne hergestellte Cream Cocktails genannt. Snappers sind Getränke, welche würzige Zutaten zum Inhalt haben. Bekanntestes Beispiel hier ist die Bloody Mary. Coffee Cocktails werden mit Kaffeelikör oder Kaffee zubereitet. An dieser Stelle seien White Russian und Irish Coffee erwähnt. Wird nach der Anzahl der Zutaten unterteilt, ist oftmals von zwei- oder dreiteiligen Cocktails die Rede.

Cocktails nach verwendeten Hilfsmitteln

Werden die Zutaten mit einem Stößel gequetscht, wie es etwa bei der Zubereitung eines Caipirinha üblich ist, wird von Muddled Drinks gesprochen. Geschichtete bzw. „gebaute“ Cocktails werden Pousse Café genannt. Erfolgt die Zubereitung im elektrischen Blender mit Eis, handelt es sich um Frozen Cocktails. Unter die Gruppe von Hot Drinks fallen Cocktails, wenn sie, wie ein Irish Coffee, warm serviert werden. Einen Sonderfall stellen Bottled Cocktails dar. Dafür werden die Zutaten für mehrere Drinks in Flaschen gefüllt und bis zur Verwendung gelagert.

Cocktails nach der Art des Servierens

Crusta: Werden Cocktails mit Zesten und Zuckerrand serviert, wird von Crusta´s gesprochen. Bei Frappés handelt es sich um mit geschabtem Eis zubereitete Getränke und Punsch´s werden wie eine Bowle in einer großer Schüssel serviert. Bekanntestes Beispiel ist der so Fish House Punch.

Cocktails nach verwendeter Grundzutat

Hierbei werden die folgenden unterschieden: Batidas bestehen zumeist aus Cachaça, Zucker und frischen Früchten, wie es etwa bei einem Caipirinha der Fall ist. Unter French Italian Drinks sind Cocktails zu verstehen, welche vornehmlich mit Wermut, wie etwa ein Martini zubereitet werden. Alkoholhaltige Longdrinks, welche im Mixer zubereitet werden, fallen unter die Gruppe der Highballs.

Bekanntestes Beispiel ist der Cuba Libre. So genannte Old Fashion Drinks verweisen auf die im 19. Jahrhundert übliche Zubereitung von Cocktails, also der Herstellung mit einer Spirituose, Zucker und Bitter. Schlussendlich sind an dieser Stelle noch Sour Cocktails zu nennen, welche mit einer Spirituose, Zucker oder Sirup und dem Saft einer Zitrusfrucht hergestellt werden.

In die letzte Gruppe fallen Cocktails, welche nach ihrer Herkunft, wie Tiki Cocktails, oder auch nach historischen Gegebenheiten unterteilt werden. Vereinfacht wird auch von modernen oder klassischen Cocktails gesprochen. In früheren Zeiten verwendete Gruppenbezeichnungen leben heute in einigen Namen für Cocktails fort. Darunter fallen beispielsweise Cobbler, welche entweder mit einer Spirituose oder Wein, Sirup oder Likör, auf gestoßenem Eis im Glas gemixt und mit Früchten dekoriert werden. Zur Gruppe der Fix Cocktails zählen Getränke, welch in ihrer Grundstruktur einem Sour ähneln, auf geschabtem Eis und mit Früchten serviert werden.

Cocktails mit Sherry oder Portwein hergestellt, werden Sangaree´s genannt. Werden für einen Cocktail in Alkohol eingelegte Früchte verwendet, wird von Shrubs gesprochen. Unter Slings sind Cocktails zu verstehen, welche einst mit Wasser, Zucker und einer Spirituose hergestellt und vor dem Servieren mit geriebener Muskatnuss bestäubt wurden. Zu guter Letzt seien Toddies erwähnt, welche in gleiche Weise hergestellt, jedoch heiß oder kalt serviert wurden.

Der Versuch, Cocktails in Gruppen zu unterteilen wurde schon im Jahre 1862 von Jerry Thomas im Handbuch für Barkeeper unternommen. Bis 2010 war eine Einteilung des Internationalen Verbandes der Barkeeper gültig, wobei nach Pre Dinner Cocktails, After Dinner Cocktails, Long Drinks sowie populären und speziellen Cocktails unterschieden wurde. Seit 2011 unterscheidet die Vereinigung nur mehr unvergessliche, zeitgenössische und moderne Cocktails.

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