Goldfisch, Goldkarausche

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Goldfisch, Goldkarausche (Carassius auratus)

Schon seit vor über 1000 Jahren werden in China Goldfische gezüchtet. Erste Exemplare gelangten im 17. Jahrhundert nach Europa, genauer gesagt nach Portugal. Eine erste erfolgreiche und dokumentierte Zucht erfolgte 1728 in Holland. Im Aussehen und der Färbung ähnelt die Stammform der Goldfische allen anderen Karpfenfische (Cypriniden).

Goldfische
Goldfisch – Zierfisch für’s Aquarium

Der spindelförmige Körper ist seitlich zusammengedrückt. Die Wildform kann eine Körperlänge zwischen 45 und 50 cm und Fische im Aquarium zwischen 10 bis 15 cm erreichen.

Der Kopf ist klein und der Mund von mittlerer Größe. Der Schwanz ist gegabelt. Die normal entwickelten Flossen können bei den verschiedenen Mutanten in der Länge und Breite variieren.

Die ursprüngliche Wildform weist keine rote Färbung auf, sondern eher gedämpfte Farbtöne in Gelb, Grün und Braun. Bei den Zuchtvarianten ist das Kleid ziemlich unterschiedlich gefärbt, mit Schattierungen von weißem Metallglanz bis zu Kupferrot und Schwarz. Die Färbung kann dabei einheitlich oder auch scheckig sein.

Durch die Zucht sind viele unterschiedliche Rassen und Varietäten entstanden. Sie unterscheiden sich teilweise wesentlich von der ursprünglichen Form.

Neben dem Goldfisch findet man sehr häufig den Kometgoldfisch mit gepunkteten Flossen und einem stärkeren Körperbau. Auch die Schleierschwänze mit entweder einem einfachen, doppelten oder dreifachen Schwanz oder Schleierschwanz sind sehr beliebt.

Aus einer Selektion einer Missbildung entstand der Teleskopfisch. Charakteristisch sind seine sehr großen und vorstehenden Augen. Erwähnenswert ist hier auch der Perlschupper mit seinem runden Körper und doppelten Schwanz. Eine Besonderheit ist der von ständig wechselnden konvexen Schuppen bedeckte Körper.

Nahrung: Goldfische gelten als Allesfresser. Allerdings stimmt dies nicht ganz. Mit Vorliebe fressen sie sowohl Lebend- als auch Trocken- und Flockenfutter. Es dürfen aber auf keinen Fall Brot oder fettige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen. Es kann sonst leicht zu schwerwiegenden Darmstörungen kommen, welche mitunter tödlich verlaufen können.

Verhalten: Fische dieser Spezies sind sehr lebhaft, aber auch friedlich. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist möglich. Allerdings sollten Exemplare mit sehr breiten fächerartigen Flossen nicht mit so friedliebenden Fischen wie beispielsweise Barben zusammengehalten werden, denn sie beißen gern in die Flossen anderer Fische.

Fortpflanzung: Eine Vermehrung ist nur in sehr großen und geräumigen Becken möglich. Diese müssen ein Fassungsvermögen von mindestens 200 Litern haben. Der nackte Boden sollte lediglich mit etwas Moos auf den Steinen bedeckt sein.

Es können nun ein laichbereites, mit Eiern aufgeblähtes Weibchen und einige paarungsbereite Männchen in das Becken gesetzt werden. Die Werbung kann einige Stunden dauern. Im Anschluss erfolgt dann die Ablage von tausenden Eiern und die Besamung dieser. Schon nach ungefähr sechs Stunden schlüpfen die ersten Jungfische. Es ist nun ratsam die erwachsenen Fische aus dem Becken zu entfernen.

Die Ernährung der Jungfische in den ersten Wochen erfolgt mit feinstem Trockenfutter. Langsam werden sie dann Frisch- und Lebendfutter gewöhnt.

Haltung: Goldfische sind sehr robust und ihre Haltung recht problemlos. Sie sind bestens für Anfänger geeignet. Allerdings müssen auch hier sein Ansprüche beachtet werden. Die Fische sind sehr lebendig und ständig in Bewegung. Meistens halten sie sich am Beckenboden oder in der Beckenmitte auf. Die Becken müssen verhältnismäßig groß sein mit vielen Freiräumen zwischen der Vegetation.

Die Beleuchtung sollte gedämpft sein. Wichtig ist das Vorhandensein eines leistungsfähigen Filters. Eine Wassertemperatur zwischen 22 und 24 °C ist optimal, bei einem neutralen pH-Wert und einer Härte zwischen 10 und 20 °dGH.

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