Burnout richtig behandeln

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Burnout – Eine Modeerscheinung oder mehr?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und diese fordert ihre Opfer. Immer mehr Menschen erliegen dem Leistungsdruck auf der Arbeit, fühlen sich leer und ausgebrannt. Man versucht dem Stress und der Belastung Herr zu werden, doch irgendwann kommt man an den Punkt, an dem gar nichts mehr geht … Burn-out!

Burnout bei der Arbeit
Burnout – eine Modeerscheinung

Die schleichende Gefahr

Das Burn-out kommt schleichend, aber irgendwann ist es da. Von heute auf morgen geht nichts mehr. Nicht nur im Job, sondern auch im täglichen Leben.

Selbst die einfachsten und alltäglichsten Dinge werden als Hürde gesehen. In diesem Fall ist es wichtig, das Burn-out selbst zu erkennen und sich selbst einzugestehen. Der nächste wichtige Schritt ist Bereitschaft zur Inanspruchnahme von ärztlicher Hilfe.

Ist man Opfer dieses Syndroms geworden, bedarf es einer ganzen Reihe von Änderungen am bisherigen Lebensstil. Die eigene Einstellung zum Leben und zum Job muss genauestens überprüft und verändert werden. Denn nur wer seine eigenen Fehler kennt, kann diese in Zukunft vermeiden.

Die Symptome von Burn-out

An Burn-out erkrankte klagen oftmals über die eigene Antriebslosigkeit und das Gefühl der ständigen Erschöpfung. Abendliches Kopfkino und Schlafstörungen sind ebenfalls Symptome und selbst das frühmorgendliche Aufstehen kostet Überwindung und fällt einem schwer.

Angst- und Panikattacken, Konzentrationsmängel, Schweißausbrüche und oftmals auch Herzrasen oder Schmerzen im Brustwirbelbereich sind weitere Indizien. Dieses alles hat zur Folge, dass sich die erkrankte Person zudem immer mehr zurückzieht, Freunde meidet und die Situation dadurch noch verschlimmert. Spätestens dann wird es höchste Zeit sich professionelle Hilfe zu suchen.

Die Behandlungsmethode

Wer unter einem Burn-out leidet, kann vorerst an die Arbeit nicht mehr denken und wird in der Regel über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben. Eine Standardtherapie für Burn-out-Kranke gibt es nicht, die Ansatzpunkte sind – je nach Stadium und Persönlichkeit – sehr individuell.

Im Regelfall wird jedoch beginnend mit Gesprächstherapien dem Patienten als vorrangiges Ziel die Eingestehung seiner Überbelastung abverlangt. Die medikamentöse Behandlungsmethode ist oft auch notwendig, mit der Gesprächstherapie jedoch nur ein Teil der Behandlung.

Vorbeugen ist besser heilen

Der Mensch sollte ein ausgeglichenes Leben führen und das Gleichgewicht zwischen Job, Freizeit und Familie sollte stimmen. Ein Tag hat nur 24 Stunden und man sollte sich immer fragen, was einem eine Stunde des eigenen Lebens wert ist. Kein Job der Welt ist es wert, dafür mit seiner Gesundheit zu bezahlen. Unternehmungen, die einem Spaß machen sollen unternommen werden, Sport oder Yoga sind ausgezeichnete Möglichkeiten zum Ausgleich. A

uch wenn man sich mal erschöpft fühlt, sollte der innere Schweinehund besiegt werden und das Date mit Freunden oder der Kinobesuch doch nicht abgesagt werden. Der Mensch sollte nicht unnötig Druck auf sich selbst aufbauen und auch mal Schwäche zeigen dürfen. Einen Teil der anfallenden Arbeiten sollte man delegieren und nicht alles an sich reißen. Natürlich soll man auch seinen Job nicht vernachlässigen, wie gesagt – das ausgewogene Gleichgewicht aus Berufs- und Privatleben macht viel aus.

Ist Burn-out eine Modeerscheinung?

Das Burn-out Syndrom scheint eine Art Modekrankheit geworden zu sein und wird immer noch von vielen Menschen belächelt und mit dem Argument abgetan, das es so was früher auch nicht gab. Das stimmt bedingt – früher gab es deutlich mehr Selbstmorde! Um genau zu sein, hat sich die Zahl der Suizide in den letzten 20 Jahren glücklicherweise um fast 50% reduziert.

Burn-out ist eine Form der Depression. Prominente sind damit an die Öffentlichkeit gegangen und die Menschen haben erkannt, dass es keine Schande ist, sich von einem Psychologen behandeln zu lassen. Die Angst, als andersartig, geisteskrank oder sogar als anormal bezeichnet zu werden ist bei sehr vielen Betroffenen gewichen.

Burn-out gab es schon immer und die Krankheit ist beileibe keine Modeerscheinung. Die Menschen sind nur mutiger geworden und gehen mittlerweile zum Glück offensiv damit um.

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