Engelstrompete – Balkon- & Kübelpflanzen

Engelstrompete – Brugmansia

Die Engelstrompete gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist auch unter dem Namen Datura bekannt. Die Heimat der sommergrünen Pflanze liegt in Mittel- und Südamerika. Es gibt hier die unterschiedlichsten Arten. Einige können hier sogar bis über 5 m hoch werden.

Engelstrompete - Brugmansia
Engelstrompete – Brugmansia

Die Engelstrompete gehört mittlerweile zu den schönsten und beliebtesten Kübelpflanzen. Jährlich kommen immer neue Sorten auf den Markt. Im Handel sind auch Hybriden erhältlich.

Wuchs: Der Wuchs der Engelstrompete ist meist strauchartig und sehr breit und buschig. Die Kübelpflanze ist sehr schnell wachsend. Sie kann im Kübel eine Höhe zwischen 1 und 3 m erreichen.

Die großen Blätter sind gestielt und eirund-länglich. Sie sind dunklegrün gefärbt.

Die trichterförmigen Blüten sind hängend und können eine Größe von 25 bis 50 cm erreichen. Sie erscheinen in den Monaten Juli bis September in den Farben Weiß, Rot, Rosa, Gelb, Blau oder Orange. Es gibt einfache oder gefüllte Blüten. Daraus entwickeln sich später stachlige Früchte, welche den Samen enthalten. Am Abend verströmen sie einen intensiven süßlichen Duft.

Standort: Die Engelstrompete kann ab Ende Mai an einen wind- und regengeschützten Platz ins Freie umziehen. Sie liebt einen warmen, sonnigen Standort. Er kann auch leicht beschattet sein.

Pflege: Während der Sommermonate muss reichlich gegossen werden. Dabei ist ein Untersetzer empfehlenswert. Je nach Hitze wird dann morgens und abends gegossen. Allerdings sollte aber Staunässe vermieden werden. Bis August erfolgt eine wöchentliche Düngung. Dadurch ist eine üppige Blütenfülle gewährleistet. Verblühtes und welke Blätter müssen regelmäßig entfernt werden.

Vor den ersten Nachtfrösten sollte die Pflanze dann in ihr Winterquartier umziehen.

Die Engelstrompete wird vor dem Einräumen stark zurückgeschnitten. Die Überwinterung kann hell oder dunkel erfolgen. Ideal ist eine Temperatur zwischen 4 und 12 °C. Es gilt hier je kühler die Pflanze steht, desto weniger Licht benötigt sie. Allerdings kann ein zu dunkler Standort bei manchen Arten die Blütenfülle im folgendem Jahr beeinträchtigen.

In einem mäßig beheiztem Wintergarten oder Gewächshaus ist bei 12 bis 15 °C oft eine ganzjährige Blüte möglich.

Während der Wintermonate wird nur minimal gegossen, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Im Frühjahr können die Triebe dann nochmals ausgelichtet werden. Je nach Wuchs der Pflanze ist das Umtopfen jedes zweite Jahr empfehlenswert. Es sollten dann die Haarwurzeln etwas zurückgeschnitten werden. Dadurch wird nicht nur das Wurzelwachstum gefördert, sondern es trägt auch zur Kräftigung der Pflanze bei.

Leichte Kunststoffgefäße sind zum Umtopfen, aufgrund des Pflanzenwuchses nicht besonders gut geeignet. Besser sind hier Holzbottiche oder Terakottagefäße.

Die Pflanze wächst gut in einer humosen, mittelschweren Erdmischung aus Kompost- oder Gartenerde und Torf, auch in gedüngter Einheitserde.

Relativ häufig treten die Rote Spinne, Spinnmilben und Blattläuse auf.

Alle Pflanzenteile der Engelstrompete sind hochgiftig. Es können dadurch Hautreizungen auftreten. Ebenfalls kann der Duft Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen.

Vermehrung: Die Datura kann durch Kopfstecklinge vom Frühjahr bis in den Herbst hinein vermehrt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass bei den Stecklingen keine Blütenansätze vorhanden sind. Die Triebstecklinge bewurzeln schnell unter Glas oder Folie in einem feuchten Gemisch aus Erde und Sand bei einer Bodenwärme von 20 °C. Eine Bewurzelung ist auch in einem Glas mit Wasser möglich.

Verwendung: Die Engelstrompete kann als Busch oder Hochstamm gezogen werden. Sie benötigt unbedingt einen kräftigen Stützstab, damit die Krone bei Wind nicht abbricht.

Die Kübelpflanze braucht viel Platz, um sich richtig entfalten zu können.

Sehr schön sehen sie auch in Kombination mit Palmen und Zierbananen aus. Weiße und auch gelbe Daturasorten harmonieren gut mit kräftigen Bougainvilleen.

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