Flockenstieliger Hexenröhrling – Boletus erythropus Pilze

Flockenstieliger Hexenröhrling – Schusterpilz / Boletus erythropus

Merkmale: Zunächst ist der festfleischige Hut halbkugelig und später dann gewölbt. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 20 cm. Der Hutrand ist meist leicht gewellt und die Huthaut glatt, samtig und trocken. Der dickbauchige Stiel ist recht stämmig und fest. Die Oberfläche ist leicht flockig und gelblich bis rötlich gefärbt.

Flockenstieliger Hexenröhrling - Schusterpilz / Boletus erythropus
Flockenstieliger Hexenröhrling – Boletus erythropus

Er kann zwischen 5 und 15 cm hoch und 3 bis 5 cm dick werden. Die kleinen und rundlich geformten Poren sind dunkelrot gefärbt. Sie laufen an Schnitt- und Druckstellen schnell blau bis schwarzblau an. Die langen Röhren sind zunächst gelb gefärbt und später dann olivgrün.

Das gelbe Fleisch ist fest. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch schwammig. Bei Verletzungen verfärbt es sich schnell tinten- bis schwarzblau. Es verströmt einen angenehmen Geruch und der Geschmack ist recht angenehm mild.

Standort: Diese Pilzart trifft man in ganz Mitteleuropa recht häufig an. Vorwiegend findet man sie in Laub- und Nadelwäldern. Hier dann hauptsächlich unter Eichen, Fichten und vereinzelt auch unter Buchen. Der Flockenstielige Hexenröhrling liebt saure oder neutrale Böden. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Mai bis Oktober.

Wert: Diese Pilze sind mit besonderer Vorsicht zu genießen. Sie sind im rohen Zustand giftig. Der Flockenstielige Hexenröhrling kann Magenbeschwerden verursachen. Allerdings gilt er nach einer längeren Kochzeit als ein wohlschmeckender Speisepilz.

VerwechslungsgefahrÄhnlichkeiten bestehen mit dem Netzstieligen Hexenröhrling (Boletus luridus). Eine Verwechslung kann auch mit dem giftigen Satanspilz (Boletus satanus) erfolgen.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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